ich würde mich gerne an die Produktion zweier Betonrbeitsplatten (60 cm breit, 3,5cm dick und 160 bzw. 200cm lang, mit zwei Ausschnitten für Spüle und Kochfeld) wagen.
Die Anschaffung des hier im Forum gepriesenen Mischers würde ich mir aus Kostengründen gerne sparen.
Der Materialrechner hat mir als benötigte Menge ca. 6 Säcke MobyDur a 25 kg genannt.
Bekomme ich das mit einem guten Handrührgerät auch hin oder hab ich da keine Chance, mit dem Gerät eine homogene Masse herzustellen?
das Anmischen braucht ein wenig Muskelkraft, da es ein weilchen dauert, bis die homogene Masse erreicht ist. Wichtig ist immer, das Betonhandrührgerät richtig festzuhalten, damit es sich nicht überschlägt.
Am besten man rührt ersteinmal einen Sack an, und guckt wie es läuft.
Ich habe jetzt einen Werkzeugverleih gefunden, der auch Zwangsmischer im Angebot (ich glaub Eibenstock) somit klappt das
Wenn ich für die Herstellung von kleinen Musterstücken einen halben Sack Mobydur brauche, sollte ich aber mit einem Handrührgerät aber keine Probleme haben, oder?
ja, das geht, wenn Du mit Wasserüberschuss beginnst, wie in dem Video Mischanleitung Flowstone gezeigt. Allerdings wirst Du dann auch erkennen, warum ich Dich gewarnt habe.
Ich hoffe, dass es sich bei dem Verleihgerät nicht um dasjenige von Eibenstock handelt, um welches es schon einmal in diesem Forumsbeitrag ging.
Wirklich keine Chance, aus Erfahrung bekommst du ab 1,5 Sack, so 30-35kg, nichts mehr mit dem Handrührgerät regelt. Hab das (30kg) mehrmals so gemacht und es macht wirklich kein Spaß. Hab es bei so großen Mengen wenn dann mit einem zweiten Rührer und Helfer parallel gelöst oder mit einem Freifallmischer - da wurde es bei 3 Sack aber auch schon etwas tricky, der hat sich gemüht.. Würde auf jeden Fall erste eine, dann die andere Platte gießen.
Kleine Portionen würde bedeuten du brauchst 3 Durchgänge pro Platte, sind mit Übung (Vorbereitung, anmischen, gießen) so circa 20min pro Durchgang, wenn du genau Wasser und Beton vorportioniert hast und alles am Schnürchen läuft. 45-60min für alle wird schon knapp bis fast unmöglich - Probleme seh ich da bei der Installation der Bewehrung (die sich ja auch etwas verkompliziert mit den Ausschnitten). Vielleicht kommt dir eine geringe Raumtemperatur zu Gute, aber ich sehs eher als Risikovariante.
Freifallmischer leihen .. und das was Sven sagt ist die sichere Variante.
Ich hatte halt gehofft, zumindest mit einem Zwangsmischer hinzukommen - mit dem Freifallmischer wird`s vom Platz und vom Transport her schon schwierig bei mir…
Wie ist denn der in einem Gastvideo verwendete Turbo20 im Vergleich zum MobyDur zu beurteilen? (Anmischung vom Turbo20 mit Zwangsmischer aber anscheinend auch mit Handrührgerät möglich).
der TURBO 20 Vergussmörtel schnell grau ist eine gute Alternative zum MOBY DUR, wenn Du nur einen Quirl zur Verfügung hast. Das ist dann zwar auch noch Arbeit, aber sehr gut machbar. Die Festigkeit liegt damit etwa 30% niedriger, ist aber für eine Platte immer noch gut ausreichend.
Danke - ich werde mal unterschiedliche Muster mit Turbo20 und MobyDur anfertigen, um mal zu sehen, wie mühselig das Anmischen geht und teste dann mal die Festigkeit (Hammer?) sowie die unterschiedlichen Oberflächenbeschichtungen aus.
Ich habe jetzt drei Probeplatten mit Turbo20 erstellt und bin mit dem Ergebnis (was die Oberfläche anbelangt) sehr zufrieden.
Auch das Anmischen (bisher allerdings nur 2kg Menge) ging so gut, dass ich den MobyDur bislang noch gar nicht getestet habe.
Kann ich den MobyDur (habe jetzt noch einen Sack übrig) problemlos mit Turbo20 mischen? Verlängere ich dadurch die Abbindezeit?
Beim Verarbeiten vom Turbo20 muss ich ja recht zügig arbeiten - was auch dafür spricht, hier anstelle eines Handrührgerätes besser auf einen Zwangsmischer zurückzugreifen, oder?
TURBO 20 kannst Du mit anderem Beton mischen, aber bei MOBY DUR solltest Du das nicht versuchen. Ein Zwangsmischer ist natürlich immer gut, aber hier nicht unbedingt erforderlich.
Hallo, gibt es eine Empfehlung bzgl. der Wassermenge bei 1000g Moby Dur? Ich hab erst das auf dem Sack stehende Verhältnis von 80g auf 1kg (800 auf 10 kg) genommen, was definitiv für das Mischen in einer Tüte zu wenig war. Habe dann auf 200 g aufgefüllt aus dem Verhältnis des Video 25 kg, 5 Liter, was meiner Meinung nach zu viel ist. Wenn es Erfahrungswerte gibt, freue ich mich über Antwort! LG MatthiasG
die Angabe auf dem Sack stimmt. 5 Liter pro 25 kg ist dagegen die zulässige Höchstmenge bezogen auf den reinen Flowstone und nicht bezogen auf die Fertigmischung MOBY DUR. Faustregel für MOBY DUR: keinesfalls mehr als 10% Wasser hinzugeben. Bei grau reichen in der Regel schon 8%, bei weiß 9%. So wie auf dem Sack angegeben.
Ich habe jetzt einige kleine Probeplatten (à 2 kg) ausschließlich mit Turbo20 gemacht und bin vom Ergebnis sehr angetan.
Ich habe 1% schwarzes Flüssigpigment und 1% braunes Pulverpigment dazu gemischt, was einen schönen satten Farbton ergibt.
Als Plattenformen habe ich 19mm starke, weiß folierte MDF-Platten aus dem Schrank- und Möbelbau verwendet, deren Oberfläche noch glatter als die der beschichteten Spanplatten ist.
Die Endbeschichtung mache ich mit dem Betonöl von Osmo - die Oberfläche ist von der Optik und der Haptik her fantastisch!
Ein Problem ist doch noch aufgetreten:
Manche Platten, bei denen ich den Turbo20 mit mehr Wasseranteil als angegeben angemischt hatte, haben auf der fertigen Sichtoberfläche helle Flecken.
Ist das auf Wasserbildung in der Form zurückzuführen - weil der Flüssigkeitsanteil zu hoch war oder kann das andere Gründe haben?