Hallo Gemeinde,
ich fände es schön, wenn hier zum VITO SPEZIAL ein paar Erfahrungswerte zusammengetragen würden. Auf so ein Produkt werden ja einige gewartet haben, da finde ich es schon interessant, wie es sich in der Praxis schlägt.
Meine bestellten 25 kg sind eingetrudelt, der erste Versuch war leider recht ernüchternd. Laut Waschzettel sollen maximal 180 ml Wasser pro kg Vito spezial verwendet werden, die anderen Vitos (bis auf den weißen) mische ich in aller Regel mit 160 ml an. Ich hab in ca. 6 Minuten Mischzeit auch mit 190 ml/kg die Mischung nicht annähernd fließfähig bekommen, es entstand eine gummiartige Masse die auch kaum noch vom Mischwerkzeug und den Gefäßwänden loszumachen war. Ich bin dann weiter bis ca. 220 ml/kg gegangen, da schien bei inzwischen knapp 10 Minuten Mischzeit aber schon massiv die Hydratation eingesetzt zu haben (mit der finalen Wasserzugabe besserte sich die Fließfähigkeit garnicht mehr).
- Der Vito Spezial war aus dem frisch geöffneten Beutel
- Ich hatte zunächst 2/3 der Trockenmasse mit dem Wasser gemischt und dann die restliche Trockenmasse beigegeben
- Die Trockenmasse, das Mischbehältnis, das Wasser und das Mischwerkzeug hatte ich gründlich vorgekühlt
- Sind die max. 180 ml von Dir praxiserprobt oder ist das eine versehentliche Übernahme von den anderen Vitos?
- Wie lange sollte man nach Ausschalen warten, bis die avisierte Wasser- und Öldichtigkeit gegeben ist?
- Kann man den Vito Spezial mit Piano einbremsen? (Wenn ja in welchen Mengen?)
- Wasser- und Öldichtigkeit meiner Gefäße aus Vito Spezial mit ca. 6 mm Wandstärke
- Lassen sich Gußnähte tatsächlich unauffällig wegschleifen? Das Problem bei anderen Mörteln ist ja nicht nur die dann freigelegte Körnung, sondern auch die nicht homogene Färbung der Gußstücke. An den Oberflächen reichern sich häufig die feinsten Bestanteile der Mörtelmischung an, schleift man diese partiell treten häufig auch Farbunterschiede auf, erst recht bei Zugabe von Pigmenten. Die Möglichkeit des Schleifens hingegen würde mir ganz neue Möglichkeiten beim Formenbau eröffnen.
- Poren-/Lunkerfreiheit der Oberflächen
- Faktische Verarbeitungszeit. Meine Formen sind immer etwas "komplizierter", so dass ich beim Guß mit Stochern und Pinselarbeit beim Entlüften helfen muss. Dementsprechend ist der einzelne Guss etwas zeitaufwändiger, setzt nun die Hydratation zu früh ein, beschränkt das die Anzahl der Gußstücke mit einer Mischung drastisch und macht ein Produkt für mich schnell untauglich.
Gruß
Martin




