Der "weiße Fleck" ist mit große Wahrscheinlichkeit keiner, das wird die Farbe sein die Dein Gefäß rundum annehmen wird, wenn es ein paar Tage "getrocknet" ist.
Die Luftblasen sind erstmal unbedenklich, die "Wanddicke reduziert sich je nach Menge und Lage der Blasen etwas, das sieht bei Dir aber unkritisch aus, die Öldichtigkeit sollte gegeben sein.
Laut Aussage von Sven ist die Öldichtigkeit bereits gegeben, ich würde mit dem Befüllen noch warten, bis die Oberfläche einheitlich hell ist und entsprechend weniger Wasser in den Gefäßwänden ist.
Pigment würde ich bei Bedarf und Gefallen ruhig mal die 25g probieren, zuviel ist erst wenn die Fließfähigkeit abnimmt und/oder die Oberfläche (Pigmente) nach dem Trocknen abkreidet.
Rütteltisch sollte bei dem Produkt kein Problem sein, da wird sich nix entmischen. Der kann übrigens auch beim Entlüften kurz nach dem Mischen helfen wenn Du Deinen Eimer draufstellst. Blasen vermeiden kannst Du, indem Du den Beton kontinuierlich in eher dünnem Strahl auf die immer gleich Stelle oben auf dem Stempel der Form ("Innenkörper") fließen läßt und von dort in den Spalt der Wandungen. Der Beton fließt dann "geschlossen"in diese Spalte und verdrängt dort die Luft ohne selbige einzuschließen.
Silikonöl dient der Pflege der Silikonformen, kannst Du nach ein paar Güssen immer mal wieder dünn auftragen und abtrocknen lassen. Ein Trennmittel ist das nicht.
Außen auftragen zum Schutz würde ich STRA-TOP matt, einfach mal probieren und schauen ob dir das taugt.
ich nehme für solche Objekte als Endbehandlung gern das LIQUAX. Ist aber Geschmacksache. In der Vergleichtabelle Endbehandlungen für Beton findest Du alle unsere Oberflächenprodukte gegenübergestellt.
Hallo Martin, danke für deine Ausführungen, sie sind wirklich hilfreich. Du hattest recht, der weiße Fleck war quasi die Endfarbe. Wie lange würdest du denn in etwa warten bzw. Sven ab wann ist deinen Tests zufolge die Dichtheit gegeben? Das Objekt hat jetzt quasi die Farbe des ursprünglichen weißen Flecks.
Jetzt habe ich aber noch so kleine weiße Punkte. Ich vermute, dass dies Kalkflecken sind, weil wir hier ein sehr kalkhaltiges Wasser haben. Vielleicht waren sie aber auch in der Form? Ich probiere jetzt die Mischung mit destillierten Wasser zu mischen. Mal sehen, ob das etwas ändert.
Das Gefäß wird wenn man Wasser einfüllt immer dunkler werden, oder? Aber das ist nur rein Optik und zieht eben nicht ein. Da es ja auch wasserdicht ist, überlege ich auch Blumentöpfe daraus zu machen. Das sollte ja grundsätzlich auch funktionieren, oder?
Danke für den Oberflächenschutz, die Zeiten dort gelten quasi für alle Betonmischungen? Meine Freundin wartet zum Beispiel 10-12 Tage bis sie ihre Gefäße sealt. Genau, dem Schutz sollten Kerzen nichts ausmachen.
Ich werde weiter testen und probiere mich gerade an den Farben.
Hallo Patricia,
weiße Flecken sind Ausblühungen, das beste Mittel dagegen ist so früh wie möglich auszuschalen. Destiliertes Wasser ändert nix, die Menge an Kalk die Du dem Wasser einbringst ist marginalst gegenüber dem was ohnehinin der Mische ist.
Das dunkler werden ist normal, und ist natürlich genau das, Wasser zieht in den Beton ein, beim Piano Spezial aber eben nur sehr wenig. Du kannst versuchen das zu minimieren, indem Du LFC ganz dünn aufträgst, würde ich bei dem Produkt aber nicht machen.
Ich hab mir angewöhnt so ca. 10 Tage zu warten bis ich z.B. STRA-TOP auftrage.
Hallo, ich muss mich erneut an euch wenden. Ich habe soeben diesen Riss (siehe Bild) entdeckt. Ich weiß leider nicht genau, wie alt der Beton ist. Maximal ein paar Tage alt. Habt ihr eine Idee, warum dieser Riss entstanden ist? Bei den anderen habe ich noch keinen Riss entdeckt. Danke für eure Unterstützung.
wenn der Boden des Gefäßes sehr dünn im Verhältnis zur sonstigen Wandstärke ist, kann es zu solchen Rissen kommen. Wie dick ist denn der Boden und wie dick sind die Seitenwände?
Der Vito Spezial lagerte bei mir jetzt die letzten knapp 11 Monate im großen Eimer, 1/4 Füllhöhe und aufgelegter Deckel. Ich hatte eigentlich erwartet, dass das Zeuchs inzwischen etwas friedlicher reagiert .. weit gefehlt
Ohne Zugabe von Piano erreiche ich von der Zugabe des Wassers bis zum Ende jedweder Gießfähigkeit keine 10 Minuten (1.200 g Vito Spezial, 15 g Pigmente, 220 ml Wasser) :
Wenn man es weiß und Piano im Haus hat kein größeres Problem, wenn nicht sind die potentiellen Einsatzmöglichkeiten des Produktes wirklich verschwindend gering. Dafür besteht das Gegossene den Kratztest bereits nach 30 Minuten Das ist auch kein Temperaturproblem aufgrund der etwas größeren anzumischenden Masse von 1.200 g, ich hab zum Abgleich das ganze mit vorgekühltem Mörtel gemacht (über Nacht in der Tiefkühltruhe), mit Mischungsende hatte das metallene Mischgefäß ein Anfaßgefühl wie ein frisch gezapftes kühles Bier – ohne Vorkühlen hat das dann eher was von Heizkissen – aber die Topfzeit verlängerte sich kaum.
Mich würtde interessieren, ob Du die Rezeptur inzwischen etwas “zahmer” eingestellt hast Sven?
nein, die Rezeptur von VITO SPEZIAL ist unverändert. In der Tat ist die Abbindegeschwindigkeit recht hoch, aber auch nicht höher als beim VITO® EXPRESS Blitzbeton. Ich habe erst vorgestern einen 8 kg schweren Probewürfel für meine Festigkeitsprüfungen gegossen und konnte das Material nach dem Anmischen mit dem Doppelrührwerk stressfrei verarbeiten und auch noch zwei kleine Töpfchen mit dem Rest gießen. Die kleinen Töpfchen für Wachskerzen sind ja ursprünglich mal die Zielanwendung gewesen, und wenn man mit so kleinen Mengen arbeitet, dann gibt es auch eigentlich gar keine Probleme.
Natürlich kann man in die Rezeptur noch etwas PIANO Betonverzögerer hineingeben, aber das würde ich von Fall zu Fall gern weiterhin dem Anwender überlassen, damit das Produkt kippstabil bleibt. Mit kippstabil meine ich, dass es auch bei Überlagerung nicht dazu kommen darf, dass die Erstarrung irgendwann zu langsam oder gar nicht mehr abläuft. Die VITO PIANOs beispielsweise sind ja langsamer eingestellt, weshalb sie auch so überaus beliebt sind. Nur ist es da eine echte Herausforderung, jedes Mal bei der Produktion die Geschwindigkeit optimal einzustellen, so dass das Produkt auch nach einem Jahr Lagerung noch krisenfrei funktioniert.
Hallo Sven,
finde ich verständlich, ich war ja irgendwie auch angenehm überrascht, dass der Spezial nach fast einem Jahr im Eimer noch so reaktiv war.
WEITERES UPDATE:
Bei den gegenwärtigen Temperaturen ist mir seit langem mal wieder ein Versuch mit dem Vito mißlungen. Ich hatte es etwas eilig und habe die komplette Menge von 1,2 kg VITO SPEZIAL mit dem kompletten Anmachwasser auf einmal ins Mischgefäß gegeben und gerührt. Vermutlich aufgrund der Umgebungstemperatur und der entstehenden Reibungswärme verblieb die Mische auch nach einigen Minuten im Klümpchenstadium und verflüssigte sich nicht.
Im folgenden zweiten Versuch hab ich den Vito in 3 Schüben zugegeben, die “Verflüssigung” klappte jeweils gut. Es entstand jetzt aber nach dem letzten Schupps Vito eine massiv zähflüssige Masse die meine Küchenmaschine überforderte. Das Teile hüpfte fröhlich über die Werkbank und man hörte Zahnräder/Riemen, die im Gerät unter schmerzvollsten Geräschen übersprangen. Ein kurzer Rührtest mit einem Löffel zeigte eine Konsistenz von leicht flüssigem Kaugummi, schon nur den Löffel durch die Pampe zu ziehen erforderte unfassbar viel Kraft. Nach kurzem Weiterrühren mit der bedauernswerten Küchenmaschine stellte sich dann die vertraute Konsistenz ein und eine gießbare Masse enstand.
Immer noch auffällig auch die deutlich verminderte Wirkung von Pigmenten. Trotz der höheren maximalen Zugabemenge von 25 g/kg gegenüber sonst zumeist 15 g sind die Farben merklich dezenter, vermutlich aufgrund der sehr feinen Zuschläge im VITO SPEZIAL.
ich sehe da auf Anhieb gar kein Problem. Wenn es Dich stört, dass die Oberfläche so scheckig aussieht, dann warte doch einfach mal ein paar Tage, bis der Beton getrocknet ist. Oder übersehe ich etwas?
Hy, ok, danke für die rasche Info. Nein, das meinte ich. Ich goss einen zweite Form damit und die sieht so aus. Deswegen dachte ich, dass ich etwas falsch gemacht habe.
ah, verstehe. Ja, Beton ist manchmal etwas eigen. Ich habe zu dem Thema vor vier Jahren mal diesen Beitrag geschrieben, in dem es um genau dasselbe Problem geht. Damals ließen sich die Farbvariationen mit dem Alter der Gussformen in Verbindung bringen. Ich dachte, dass ich damit das Phänomen aufgeklärt habe. Auch viele Monate später waren die Farbvariationen noch deutlich zu erkennen. Heute allerdings, also vier Jahre später, sehen die Teile alle exakt gleich aus. Von den Farbvariationen ist nichts mehr übrig.