Wutz falsch verarbeitet (?) Acrylfarbe blättert ab

Hallo Beton Experten,

ich hatte 2016 eine ca. 1,80m hohe Figur gebaut.
Aufbau Holz/Metall Untergestell, Hasendraht ,Papiermaché. Da die Figur noch mehrfach von Hand transportiert werden musste aber trotzdem Wetterfest werden sollte, war ich auf die Idee gekommen mit Wutz weiter zu arbeiten. ( Meine Premiere mit Beton)
Wie zu befürchten war, ist der Beton gerissen. Um den Abgabetermin zu halten und die Figur zu retten, habe ich Sie dann mit einer Schicht Glasfaser/Epoxidharz überzogen. Mit Acrylfarbe bemalt. Ergebnis wunderbar, Transporte auch gut geklappt, Gesamtgewicht ca. 80Kg.
Drei Jahre stand die Figur draußen, jetzt blättert die Farbe ab.

Gerne würde ich die Figur überarbeiten. Mit der Oberfläche der (sehr groben) Glasfaserschicht bin ich nicht zufrieden.

Jetzt die Fragen:

  • Falsche Acrylfarbe ? (bei anderen Projekten ohne Beton, kein Problem)
  • Noch mal eine Schicht Wutz ?
  • Anderen Beton ?
  • Wie dick ?
  • Was bedeutet das für das Gesamtgewicht ?
  • Ist die Bauart: Metalluntergestellt, Hasendraht, als Tragschicht Papier dann Wutz überhaupt zu Empfehlen?

Vielen Dank im voraus und schönen Abend,

Manteou

Hallo Manteou,

was genau ist denn das Problem? Sind die Risse im Beton durch die Behandlung mit Epoxidharz und Glasfaser verschwunden? Hast du eine herkömmliche Acrylfarbe vom Kunsthändler verwendet? Für gewöhnlich färbt man ja das Epoxidharz ein und belässt es dabei. Im Nachhinein auf einer mit Epoxidharz beschichteten Oberfläche etwas aufzubauen wird sich als schwierig erweisen, es sei denn man hat auf die noch frische Oberfläche eine Quarzbrücke aufgebracht, die ist wichtig, um mit weiteren Materialien einen Verbund herzustellen.

Dave

Hallo Manteou,

das hört sich nach einer reichlich bunten Mischung an, in der es auch reichlich Platz für mögliche Unverträglichkeiten unter den verschiedenen Materialien gibt. Wenn Du WUTZ® Spezialzement für Holzbeton und AR Glasfasermatte 120 g/m² so verarbeitest, wie in meinem Leitfaden GESTALTEN MIT BETON beschrieben, dann wird es keine Probleme geben.

Um hier jetzt eine Sanierungsempfehlung zu geben, müsste man das Werk besser vor Augen haben. Das ist aus der Ferne natürlich schwierig. Hättest Du mal ein paar Fotos von dem Stück?

Sven

Hallo zusammen,

danke für die schnellen Antworten.

Vielleicht im Vorfeld etwas Hintergrund: Ich komme aus der Richtung Karneval/Wagenbau.
Im Laufe der Jahre haben wir begonnen, die Vereinswagen (ganz grob) mit Glasfaser/Epoxidharz zu überziehen, damit wir nach den Karnevalsumzug nicht immer so viele Schäden an dem Papier/Pappiermaché reparieren müssen. Bzw. haben wir auch Wagen mit Straßenzulassung, hier haben wir aus statischen Gründen mit Glasfaser/Epoxidharz gearbeitet.

Immer mit “normalen” Goya Acrylfarben gestrichen, hält seit Jahren.

Bei der Verarbeitung von Wutz hatte ich mich an die Verarbeitungs - Vorschriften gehalten, allerdings ist mir bisher nicht klar wie dick die Schicht Beton sein sollte.
Mein Ziel ist weiter mit der Marché Technik zu arbeiten, gerne würde ich weitere Figuren mit Beton bauen, allerdings sollte das Gewicht einer Lebensgroßen Figur max. 100 Kg sein.
Ist das überhaupt realistisch ?

Bilder:

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Hallo Manteou,

es ist wichtig, dass Du nicht die Béton-Mâché - Technik (dafür nimmt man Kaninchendraht, KLEMO® und BUMS® ) und die Ultraleichttechnik (dafür nimmt man Styropor, WUTZ® und AR Glasfasermatte) durcheinanderbringst. Beide Techniken sind in meinem Leitfaden GESTALTEN MIT BETON kurz vorgestellt. Ein Mischmasch aus den verschiedenen Techniken, evtl. auch noch in Kombination mit einer Technik auf Basis von Reaktionsharz oder Pappmaché ist auf keinen Fall zu empfehlen. Mein Vorschlag wäre, dass Du für die Karnevalsfiguren einfach bei der bewährten Technik mit Epoxidharz bleibst, ohne Beton.

Sven

Hallo zusammen,

o.k.dann mache ich das so.
Vielen Dank für den Link.

Schöne Pfingsten,

Manteou