Ich mache rundherum um eine Gartenmauer als Sockel einen Weißen Zement, ca. 50 cm hoch und mit einer Schichtstärke von ca. 2 bis 3 mm, um das häufige neu streichen zu vermeiden.
Meine 1 Frage ist:
Hat die Sache überhaupt Sinn?
Die 2 Frage:
Wenn der Zement etwas steif geworden ist (bin alt und langsam) und ich ihn dann wieder mit Wasser sämiger mache, hat er dann dieselbe Haftungsfähigkeit wie zuvor?
Für liebevolle Antworten außerordentlich dankbar
Hallo Rollo,
deine Frage ist etwas schwer zu verstehen. Du hast einen Sockel und den möchtest du sicher verputzen, oder? Hast du vielleicht ein paar Fotos?
Viele Grüße
Nein, ich möchte an die Mauer einen Sockel (anstelle von ev. Fliesen) mit weißem Zement machen, ca. 50cm hoch und 2 bis 3 mm dick, damit ich wegen Wasserschlag nicht so häufig streichen muß.
Hallo Rollo,
wenn ich es richtig verstehe, dann möchtest Du Wasser und Zement mischen und das dann als Beschichtungsmaterial verwenden. Das ist keine gute Idee, und es wird nicht lange halten. Zement ist nur das Bindemittel im Beton oder Mörtel. Was dann für eine komplette Rezeptur mindestens noch fehlt ist die sog. Körnung (Sand, Kies, Gesteinsmehl). Ohne die Körnung wird es unweigerlich Risse geben, und das Ganze fällt Dir eventuell auch wieder herunter. Es gibt im Moertelshop eine gebrauchsfertige Mischung auf Basis des Bindemittels Zement, die sich MARFINO® PAINT Marmor-Zementfarbe nennt. Die könntest Du nehmen, um das von Dir angestrebte Ergebnis zu erzielen. Die Schichtdicke ist dann eher gering, so wie bei einer Wandfarbe. Die Verarbeitung mit Pinsel oder Rolle ist ebenfalls so wie bei einer Wandfarbe, also nicht schwierig.
Sven
Hallo Sven, Dankeschön, das Problem hatten wir schon mal angesprochen und dann hatte ich den Zement mit feinem Sand gemischt und es hat geklappt. In diesem Falle wollte ich aber eine besonders glatte Oberfläche erreichen und bin auf das angewiesen, was ich hier in der dritten Welt bekomme. Leider steht mir auch kein Staub von Marmorschnitten zur Verfügung. Das mit den Rissen wäre kein Problem, da ich ohnehin schleifen und nachspachteln muß. Einen guten Kontakt bekomme ich mit einem Zusatzmittel hin.
Macht das dann Sinn, oder ist es in jedem Falle besser, mit Sand?
Die Antwort, ob es gut ist, wenn ich ihn nochmals sämig mache, würde mich auch brennend interessieren.
Liebe Grüße aus der Karibik
Hallo Rollo,
versuchen kannst Du es natürlich auch mal ohne Sand. Wenn Du Zusatzmittel dort bekommen kannst, dann wäre eine Acrylatdispersion gut, um die Haftung zu verbessern. Den Untergrund würde ich auch noch mit einem Tiefengrund vorbehandeln, damit Dir der frische Beton nicht aufbrennt. Den angesteiften Beton mit Wasser noch einmal aufzumischen ist eigentlich nie eine gute Idee. Damit brichst Du die schon entstanden Bindungen wieder auf, und durch die Wasserzugabe verschlechtert sich dramatisch die Qualität. Aber wie heißt es so schön: Versuch macht klug. Vielleicht hast Du Glück und sorgst auf diese Weise dafür, dass der Beton eine miserable Härte bekommt, was dann im Sinne der Rissprävention von Vorteil sein könnte. Reiner Zement ist ja wie gesagt eigentlich zu fett für den Zweck und wird somit zu hart, was dann eben zu Spannungen und Rissen führt. Du kannst ja mal ein Bild (mit Piña Colada im Hintergrund) hier posten, wenn es geklappt hat.
Sven
Danke Dir, eigentlich ist es ja der Sinn und Zweck mit dem reinen Zement, eine möglichst harte Oberfläche zu bekommen. Ich habe vor ca. 2 Jahren schon mal eine Wand in der Art gemacht, allerdings nur um Risse und Unebenheiten auszugleichen, also ganz wenig aufgetragen und dann wieder geschliffen, eigentlich nur als Untergrund für die Farbe. Da ich aber vieles Anderes zu tun hatte, bis heute nichts weiter gemacht. Jedenfalls schaut es bis Heute recht gut aus, was Haltbarkeit und Härte betrifft.
PS.: Der Tipp mit dem Sand beimischen, für eine andere Sache (Attika in luftiger Höhe) hat mir viel Arbeit erspart. Auch hierfür vielen Dank!
