Hallo nochmal mit einer kurzen Rückmeldung praktischen Inhalts:
Ich habe gerade Urlaub und forciere mein Ziel. Also habe ich mir schnell so ein Gerät verschafft. Für alle die hier mitlesen:
Das dargestellte Küchengerät hat nicht nur eine Leistung bis 2000 Watt, sondern ist vor allem wirklich stabil gebaut. Ich habe mich explizit für das Teil beim Kauf entschieden, obwohl sehr viel häufiger “der kleine Bruder” angeboten wird, auch deutlich günstiger als die 2kW-Variante. Für meine Gartenbahn-Bauprojekte auf Basis CSA-Zement sind Mengen bis 3kg Fertigmischung die richtige Größenordnung. Bei den heutigen ersten Misch-Tests hat sich das Gerät absolut bewährt:
Stabilität: Sehr gut. Das Gerät ist für das Kneten von größeren Mengen zähen Teiges geeignet und antwortet auf eine hohe Belastung nicht mit Verbiegen und mechanischen “Quälgeräuschen”. Die Drehzahlregelung reagiert aktiv auf höhere Belastungen.
Drehzahlregelung: Man sollte bei Stufe 1 und 2 mischen. Nicht, um das Gerät zu schonen: Mit höheren Stufen habe ich heute mit Gogolit Design II versehentlich Schaumbeton hergestellt. Zumindest mit einer Gewichtsreduktion des Betons um fast die Hälfte. Kann man machen. Muss man aber nicht. Wenn einem die großen Poren an der Oberfläche nicht stören und man extra irgend etwas mit viel Volumen herstellen will, ist das zumindest eine Option. Der Ablauf ist wie folgt: Gesamte berechnte Menge des Anmachwassers in die Schüssel geben. Den Schaumschläger verwenden. Auf Stufe 2-3 etwa die Hälfte der Betonmischung löffelweise hintereinander weg zugeben. Danach die Zugaben etwas langsamer, sodass die Mischung immer flüssig bleibt. Dann die Drehzahl-Stufe deutlich weiter hoch drehen. Und nun in langsamen Schritten die Restmenge Betonmischung löffelweise zugeben. Zwischendurch etwa 2 Mal oder mehr den Prozess unterbrechen und am Rand abgelagerte, sehr feste Masse mit einem Löffel in die weiche Betonpampe in die Mitte schieben. So lange genug Luft untergemischt ist, kann man tatsächlich den Schaumschläger bis zum Ende verwenden. Die Drehzahl ordentlich hoch drehen, soweit die Betonpampe nicht zu zäh ist. Jedoch: Keine zu hohen Erwartungen stellen. Da keine Schaumbildner zugegeben sind, sind die Blasen nicht stabil uns es bilden sich unter Zusammenschluss kleinerer Blasen auch Größere während der Abbindezeit. Das Resultat fließt sehr gut und ist in der Konsistenz ein wenig wie Pudding. -> Das war für mich eher nur ein fehlgeschlagener Test. Aber vielleicht sucht gerade jemand sowas als Füllmaterial für ein Designobjekt. Ich weiß jedenfalls schon, wofür ich dieses Verfahren beim Modellbahn-Gebäudebau verwenden kann.
Mengen: Ich habe heute mit 100g Fertigmischung Gogolit Design II angefangen, um unterschiedliche Schwarz-Pigment-Produkte im intensivsten Farbton zum Vergleich anzumischen. Fehlschlag: Der Totraum unter den Rührern ist zu groß. So eine kleine Menge muss man mit der Hand anmischen. Ich habe dann 250g-Zementmischungsportionen von Gogolit Design II verwendet. Damit konnte das Gerät vernünftig mischen. Unter Zuhilfenahme eines Löffels, um einige Male schlecht vermischte Ablagerungen am Rand der Schüssel in den Brei im Zentrum zu schieben. Dazu muss man wissen: Gogolit Design II ist ein Leichtbeton! 250g würde ich hier als sinnvolle Mindestmenge angeben. Hat man keinen Leichtbeton, sollte die Mindestmenge etwas größer gewählt werden. – Maximalmenge: Keine Ahnung. Ich war heute bei meinen Tests aus Sparsamkeitsgründen nur bis 500g Gogolit Design II hoch gegangen. Jedoch würde ich einschätzen, dass sich 3kg von dem Material auch gut mischen lassen. Bei vorsichtiger Zugabe vielleicht auch mehr. Ich empfehle: Zu Beginn die gesamte Anmachwassermenge einfüllen und dann recht fix wenigstens 50% der Betonmischung zu einem sämigen Brei verrühren lassen. (Drehzahl nicht zu hoch wegen Luftblasen.) Wie schnell man den Rest zugeben kann, wird von der Gesamtmenge abhängen. Der Brei sollte zwischendurch nicht “trocken laufen”. Dann wir der steif und mischt sich schlecht. Bei CSA-Zement ist das schlecht, da der schnell abbindet und man sich nicht 15 Minuten nur zum Mischen Zeit lassen sollte.
Der Knethaken scheint sich am wenigsten zu eignen. Der Aufschäumer ist gut zum Rühren geeignet, wenn die Massen noch sämig bis leist pastös ist. Danach den Rührer nehmen, der ein wenig wie ein keltisches Ornament aussieht. Ich hab heute meistens mit dem Aufschäumer begonnen (nicht schäumen, sonder nur Stufe 1…2!) und dann auf den Rührer gewechselt.
Reinigung: Ich kann aktuell nur zum Leichtbeton Gogolit Design II etwas aussagen: Obwohl der ein absolut auffälliges Beispel einer nichtlinearen Flüssigkeit darstellt (ohne Krafteinwirkung gut fließfähig, mit Krafteinwirkung recht starr und widerspenstig) lassen sich die Schüssel und die Rührwerkzeuge sehr leicht reinigen. Gogolit Design II ist ein schnell abbindender CSA Zement. Nach dem Rühren habe ich die Rührer einfach in Wasser gelegt. Dann in aller Ruhe den Verguss aus der Schale vorgenommen. Und nun die Schale und die Teile mit Wasser gereinigt: Absolut kein Problem mit Sauberkeit. Nicht der geringste Film haftet an und ich würde mit dem Gerät sofort ohne Bedenken in die Küche umziehen, um Brot zu backen.
Viele Grüße
Frank