Überlebensgroße Brunnenfigur MODELLIEREN - frostsicher - Haltbarkeit

Liebe Forum,
ich habe vor wenigen Tagen begonnen mit GRUMO und MOMO zu experimientieren und bin von der Modellierbarkeit begeistert.

Nun will ich eine überlebensgroße Figur (ca 1,5 x größer als Mensch) aus GRUMO modellieren.
Diese Figur soll Teil eines Springbrunnens sein. Wird also in der warmen Jahreszeit ständig naß gespritzt.

Die Figur soll witterungsbeständig sein und lange Haltbarkeit aufweisen.
Im Winter wird natürlich kein Wasser gespritzt.
Die Skuptur wird im Winter aber nicht eingepackt, d.h. Schnee und Frost dürfen für die Haltbarkeit der Skulptur kein Problem werden.

Im Forum habe ich bisher folgende Ideen gefunden:

Körper möglichst nahe an der endgültigen Kontur aus Styropor schnitzen und dann mit drei bis fünf Lagen in CEM-FLUP®-22 Fließzement getränkter Baumwollgaze überziehen.
Darauf würde ich mit GRUMO in 2 - 3 Schichten ca. 5 cm aufmodellieren.

Ein weiterer Beitrag rägt an: grobe Grundform aus Styropor schnitzen und dann etwa 3 cm dick mit GRUMO® Grundmörtel weiß
und AR Glasfasermatte 120 g/m² beschichten. Danach käme eine Abdichtung mit z.B. DSB Dichtschlämme , darauf dann als Kontaktbrücke eine dünne Schicht KLEMO® Marmorkleber und schließlich eine Deckschicht aus MARFINO® CONCRETE SURFACE Microzement, die dann noch geschliffen und mit LFC Betonverkieselung gehärtet wird.

Ein weiterer Betrag rät: Ich würde empfehlen, noch 20% KLEMO® Marmorkleber in den GRUMO zu mischen, damit eine bessere Verbindung entsteht.

Wäre folgende Vorgehensweise sinnvoll für eine modellierte, lange haltbare, frostsichere Brunnenfigur?

  1. Styroporkern
  2. diesen mit drei bis fünf Lagen in CEM-FLUP®-22 Fließzement getränkter Baumwollgaze überziehen
  3. darauf etwa 5 cm dick mit GRUMO® Grundmörtel weiß vermengt mit 20% KLEMO® Marmorkleber und AR Glasfasermatte 120 g/m²
  4. diese final Oberfläche mit LFC Betonverkieselung härten.

Oder braucht es weniger oder mehr oder andere Schichten?

Freu mich auf eure Kommentare und Tipps

Vielen Dank vorweg ans Forum

Hallo.

Grundsätzlich gibt es verschiedene herrangehensweisen. Unter Berücksichtigung, wie stabil und komplex die Figur ist und wie glatt oder rau die Oberfläche werden soll. Nur mal zum Vergleich: Eine mit Styropor verkleidete Aussenwand wird mit Gewebe armiert und anschließend mit Spezialputz gegen Äußere Einflüsse verputzt, mehr nicht. Der Auftrag beider Mörtel ist sehr dünn. Wenn man mit dem Hammer daraufhaut ist natürlich ein Loch drin. Dafür aber sehr leicht. Bei einer komplexen Figur kommt man mit Gewebeeinlage nicht sehr weit, deshalb die Glasfasern.

Ich würde an deiner Stelle den Aufbau mit Cem-Flup und Baumwollgaze im Kleinformat üben. Vielleicht ist dir diese Variante doch etwas zu umständlich. Weiterhin unklar ist mir, wie man Styropor schnitzen kann. Bei Styrodurplatten funktioniert es sehr gut, leider aber nicht bei Styropor, dass wiederum kann man mit dem Heissdraht bearbeiten.

Vielleicht hast du ja schon eine Skizze mit Maßen zur Veranschaulichung. Dann könnte man ja noch Tipps geben.

PS: Schau mal bitte in Fotoalben: Die Balletttänzerin, grade eingefallen :slight_smile:

Danke für die Antwort.

Die Idee ist die Skulptur durch Modellieren zu gestalten. Und nicht als Guß.

Man kann bei Styroporproduzenten Blöcke im Format 1 x 1,25 x 4 m kaufen.
Natürlich auch in kleinerern Dimensionen.
Ich denke also nicht an die Baumarkt Plattenware.
Ein solcher Block kann mittels Heißdraht und Raspeln, etc Bildhauerisch in Form “geschnitzt” werden.

Also, die Formgebung des Volumens aus Styropor ist für mich handhabbar.

Meine Fragen betreffen die Modellierbarkeit und Haltbarkeit von Beton.
Und welche Methode der Modellierung in Beton für mein Projekt am zielführendsten ist.

Leider kann ich die Ballettämzerin im Public Showroom - Betoncafe nicht finden, aber die
Skulptur Die Schwimmerin geht in die Richtung, die mir vorschwebt.

Hallo betonulieren,

ich denke, dass Dein Ansatz etwas zu kompliziert ist. Die Lösung mit CEM-FLUP und Baumwollgaze macht man nur, wenn man extrem leichte Objekte herstellen will. Aber das ist ja bei Dir nicht der Fall. Dein Aufbau wäre also einfach Styropor, darüber GRUMO Grundmörtel weiß mit untergemischter AR Glasfasermatte 120 g/m² und zum Glätten später evtl. noch FIFI® Fugen- und Feinschichtmörtel weiß oder (wenn es ganz glatt werden soll) PÜPPI® Modellierpaste weiß. Die ganze Abfolge findest Du in meinem Goldstein-Video genau erklärt. Falls Teile Deiner Plastik filigran sind oder so hervorstehen, dass sie aussehen als könnten Sie unter Gewalteinfluss leicht abbrechen, dann musst Du noch verzinkte Moniereisen einbetten. Lies Dir dazu am besten erst einmal den Leitfaden GESTALTEN MIT BETON durch. Den gibt es im Moertelshop auch als kostenlosen DOWNLOAD.

Sven

Sven, danke für deine Auskunft.

Klingt gut. Das mit den Moniereisen (nicht rostende) ist mir bewußt, aber vielen Dank fürs darauf hinweisen.

Ich werd also noch FIFI® Fugen- und Feinschichtmörtel weiß und PÜPPI® Modellierpaste weiß testen.

Und als Oberflächenversiegelung (witterungsbeständigkeit) empfiehlt sich LFC Betonverkieselung zu verwenden, oder?

Hallo betonulieren,

ja, das wäre eine passende Endbehandlung, aber es gibt je nach Geschmack auch noch Alternativen. In der Vergleichtabelle Endbehandlungen für Beton findest Du alle unsere einschlägigen Produkte gegenübergestellt.

Sven