Terrassenplatten

Hallo , ich habe mich an eigene Herstellung von Terrassenplatten gertaut. Das Ergebnis der ersten beiden Probeplatten war aber leider noch nicht zufriedenstellend. Da der Einsatzbereich ein Balkon ist können die Standardplatte aus dem Baumarkt leider nicht eingesetzt werden. Das Gewicht wird dann recht hoch und da die Balkontür nach außen aufgeht steht mir nur eine Höhe von 2 cm zur Verfügung. Sie sollen lose (schwimmend) auf Rigopol verlegt werden. In einem Video über UHPC Beton habe ich einen interessanten Ansatz gesehen. Die gegossene Platte war auch nur 1 cm dick aber extem Belastbar.
Mein Versuch erfolgte mit der empfohlenen Standardrezeptur für Tegno. Leider sackt der Basaltsplitt im Anrühreime immer nach unten was die Verteilung in der Gießform etwas schierig macht. Gibt es eine Empfehlung für eine andere Rezeptur? Damit die Oberfläche nicht ganz so glatt wird sollte auf der Oberseite der Terrassenplatte etwas Zierkies eingebracht werden. So hatte ich mir das so Vorgestellt. Streuste erst mal ein paar Krümel Zierkies in die Form und dann den Rest Gießte einfach mit dem Beton aus. Nur verteilte sich der Zierkies leider nach Oben. Nach dem Herauslösen aus der Form war von dem Zierkies nichts mehr zu sehen. Nun habe ich meine 2 te Frage. Wie bleibt der Kies unten und vereilt sich nicht im Beton.
Vielleicht hat ja schon jemand gleiche oder ähnliche Projekte erfolgreicher zum Abschluß gebracht. Ich würde mich über Information dazu sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen Holger

Hallo Holger,

wenn bei Deinem TEGNO-Beton die Körnung nach unten absinkt, dann hast Du ihn sehr wahrscheinlich überwässert. Das verzeiht er leider nicht und wird dann auch nicht besonders fest. Da hättest Du besser etwas genommen, womit man weniger falsch machen kann. Mein Vorschlag für Dein Projekt wäre der
TURBO 20 Vergussmörtel schnell grau (hier ein unabhängiges Testvideo zu diesem Produkt), dessen Festigkeit für Deine Zwecke voll ausreichend ist. Dass Deine Einstreu aus Basaltsplitt von dem Beton umspült wurde und dann nicht mehr sichtbar hervortrat, ist ganz normal, wenn Du wie hier einen selbstverdichtenden Beton nimmst. Um den Splitt wieder freizulegen, musst Du die Oberfläche nach dem Entformen noch feinwaschen. Entweder nimmst Du dafür eine strake Säure, die den Zementstein angreift und so die Körnung freilegt (Vorsicht beim Arbeiten, und Schutzbrille tragen!), oder Du präparierst schon die Form so, dass der Zement an der Kontaktfläche zur Form nicht ganz abbindet und sich später mit normalem Wasser abwaschen lässt. Es gibt dafür spezielle Waschbetonpasten, die man in die Form streicht, Du kannst es aber auch einfach mal mit einer Mischung aus Tapetenkleister und Zucker probieren.

Sven