Subwoofer aus Beton

Hallo,

Ich möchte einen starken Subwoofer aus Beton und Stahl Bauen.

Die Frontplatte und Verstrebung besteht dabei aus Stahl.
Die Seiten sowie die hintere Platte soll aus 3cm starkem Beton bestehen, Dabei ist der Würfel 52cmx52cm groß.
Ein Bild dazu ist verlinkt.

Die Frontplatte soll an der Betonwand mit Gewindestangen und Muttern festgezogen werden. Somit entstehen stake Belastungen auf die Betonfläche da das Gehäuse unter Spannung/Druck gebracht wird.

vorab, ich scheue keinen Aufwand, um das bestmöglichste Ergebnis zu erzielen.

zu den Fragen:
Welche Produkte werden Benötigt?
Welche Mischungsverhältnisse werden empfohlen und wie spielt man damit?
Wann ist eine Versiegelung/Oberflächenbehandlung sinnvoll und welche? Produkte?
Kann der Beton vorher oder hinterher gefärbt oder gar Lackiert werden? Produkte?
Wie sieht es mit Bewehrungen/Körnung etc. aus?
Wie sieht es beim Thema Risse und Porosität und Luftblasen aus, wie verhindere ich es, im fall was ist dagegen zu tun und wie behandele ich es im nachhinein?

Gerne Produkte, Anleitungen, Videos etc. verlinken.

Mit Freundlichen Grüßen
Spektral-Audio

Hallo Spektral-Audio,

ideal für diese Aufgabe geeignet ist der MOBY DUR® weiß oder MOBY DUR® grau Möbelvergussbeton. Das Anmischen mit Wasser erfordert eine spezielle Mischtechnik/Vorgehensweise, wobei die weiße Variante etwas anspruchsvoller ist als die graue. Ich empfehle das Ansehen des Videos Mischanleitung Flowstone, für den Fall , dass kein Zwangsmischer zur Verfügung steht. Es gibt ausführliche und sehr wichtige Hinweise zur Verarbeitung in der Werkanleitung Flowstone.

Eine noch etwas höhere Festigkeit und vor allem einen extrem hohen E-Modul erzielst Du, wenn Du eine Eigenmischung auf Basis von TEGNO® UHPC Spezialzement herstellst. Für diesen Beton besteht die Rezeptur aus 1050 g TEGNO®, 1193 g DURIGID 1-3 mm, 430 g DURIGID 3-6 mm sowie 17 g Fließmittel FLUP®-PCE-375 und 149 g Wasser. Die Verarbeitungshinweise aus der Werkanleitung Flowstone sind auf TEGNO 1:1 übertragbar.

Risse oder ein poröses Betongefüge sind bei dieser Art Beton nicht zu befürchten, es sei denn, man verwendet zu viel Wasser. Der Verdränger im Inneren der Gussform muss unbedingt so beschaffen sein, dass er der Schwindung nachgibt, denn sonst können die beim Abbinden entstehenden Spannungen den Beton zerstören.

Die Verwendung einer Bewehrung macht keinen Sinn, weil deren Wirkung erst zum Tragen kommen kann, sobald der erste Riss im Beton da ist. Und bei einer Lautsprecherbox will man ungerissenen Beton haben.

Lufteinschlüsse an der Oberfläche kannst Du mit MARFINO® CONCRETE SURFACE Microzement zuspachteln, falls es überhaupt welche geben sollte und falls sie stören.

Wenn die Box nicht nach Beton aussehen soll, dann kannst Du sie später auch lackieren. Allerdings ist die Oberfläche dann nicht mehr diffusionsoffen, weshalb die Box besser dauerhaft vor direkter Sonneneinstrahlung und Feuchtigkeit geschützt stehen sollte, damit kein schädlicher Dampfdruck im Inneren entstehen kann, der zu Rissen oder Abplatzungen führt.

Wenn sie doch nach Beton aussehen soll, dann wäre mein Vorschlag eine Behandlung mit LFC Betonverkieselung (Achtung: nur so viel auftragen, wie innerhalb weniger Minuten einzieht und keine Pfützen stehen lassen) und darüber nach einem Tag eine weitere Behandlung mit H10 Betonimprägnierung. In der Vergleichtabelle Endbehandlungen für Beton sind alle unsere Produkte gegenübergestellt.

Sven