habe erstmalig Mollyput verarbeitet. Prinzipiell geht das mit der Kittkugel prima und wird exakter, dauert allerdings deutlich länger als Silikon aus der Kartusche. Ist aber nicht die Frage. In der Anleitung steht, “keinesfalls mit bloßen Händen oder latexhaltigen Handschuhen verarbeiten”. Hatte Einweghandschuhe aus dem Baumarkt mit der Aufschrift “latexfrei”. Aus was die sonst bestehen habe ich nicht gefunden. Nun sind die Silikonfugen eine Woche alt mit folgendem Symptom (bei dem ich mir nicht sicher bin, ob ich betonieren kann):
Die Haftung auf der beschichteten Spanplatte ist mit Silikon nicht vergleichbar, lässt sich recht einfach entfernen. Die entfernten Stücke sind auch nicht so elastisch, sondern eher etwas bröselig. Wirklich klebrig wie das klassische Silikon war das Mollyput (auch direkt nach dem Anmischen) ja nie (macht die Verarbeitung sehr angenehm), aber nun frage ich mich, ob ich hier betonieren kann/darf, oder ob das Mollyput aus welchem Grund auch immer nicht ausgehärtet ist. An sich würde ich der Fuge ein einfaches Eingießen schon zutrauen, beim Entformen ist es ja eh praktisch, wenn die Haftung nicht zu groß ist, aber ich bin da doch unsicher, wie man ordentlich ausgehärtetes Mollyput erkennt, bzw. ob die (latexfreien) Baumarkthandschuhe doch nicht so geeignet waren…
ich hatte es auch einmal mit Mollyput probiert, aber gleich wieder aufgegeben weil es eben zu lange dauert und in meinem Fall keine schönen Kanten im Beton erzeugt hat. Richtig ausgehärtet ist es auch nicht.
Und weil ich ja schöne Silikonfugen ziehen kann, bleibe ich auch dabei. Ist ja schließlich alles Übungssache Sollte aber immer Natursteinsilikon sein. Richtig aufgezogen entstehen schöne saubere glatte Kanten und die kann man natürlich je nach Abzieher selbst herstellen. Ob rund, eckig oder konkav alles ist möglich und aus meiner Sicht praktisch perfekt.
nach 24 Stunden ist MOLLYPUT auf jeden Fall vollständig ausgehärtet. Man kann die Masse nicht mit klassischem Silikon vergleichen, denn sie ist härter, weniger elastisch und eher so wie ein Kitt. Auch ist die Haftung an der Form sehr viel geringer, wodurch man es später gut wieder abbekommt. Deine Beobachtungen sind also kein Grund zur Beunruhigung sondern ganz normal. Wenn man übrigens die richtige Technik anwendet, dann geht es eigentlich auch nicht langsamer als mit dem Silikon aus der Kartusche. Ich werde dazu bei Gelegenheit mal ein Video machen. Am besten geht es, wenn man einen Batzen Kitt in die linke und die Kittkugel in die rechte Hand nimmt, den Batzen fest in die zu füllende Ecke der Gussform presst und ihn dann mit der Kittkugel in einer Richtung vor sich her schiebt.
Danke für eure Infos. Dann passt das ja zumindest von der Konsistenz. Im Silikonfugenziehen hab ich auch Übung (daher gehts wahrscheinlich schneller ;-)), muss aber sagen, dass die Kittkugel und Mollyput an den Ecken wo drei Kanten aufeinandertreffen schon recht gut funktioniert im Vergleich zum Silikon. Aber tatsächlich hat auf den Radius der Kugel beschränkt und ohne Option der abgeschrägten Kanten. Hm. Habe nacht anfänglichem Irrtum auch das Natursteinsilikon verwendet (ohne Glättmittel, ich zieh das immer ohne ab). Trotzdem waren die Kanten nicht immer ganz verfärbungsfrei. Das wär meine Hoffnung bei Mollyput. Nachdem die ersten Formen bereits verfugt sind, werde ich mir das mal anschauen. Ohne Silikon geht es aber eh nicht, denn so Sachen wir Durchbrüche, Styroporklötze etc. lassen sich damit halt gut fixieren und abfugen. Das wird mit Molly nicht gehen.
Das mit dem Batzen habe ich auch gemacht, schön ist, dass das Silikon nicht an der Kugel festklebt, ein wenig erinnert es an Plätzchen backen, weil man das überschüssige Silikon weiterverarbeiten kann. Insofern arbeitet man eigentlich verlustfrei (oder entsorgst Du das, Sven, was von der Kittkugel verdrängt wird?). Video wär cool.
Nachtrag: Beim Abziehen mit der Kugel ist an der (weißen) Schalungsplatte ein Strich aus dem Metallabrieb von der Kugel entstanden. Wird man den nachher im Beton sehen?
es stimmt, dass man nahezu verlustfrei arbeiten kann. Ich lasse die Wülste links und rechts der Kehle allerdings stehen und ziehe sie erst am nächsten Tag ab. Die schwarzen Spuren von der Kittkugel sieht man später normalerweise nicht im Beton. Ich habe auch eine selbstgebastelte Kittkugel aus Alu mit großem Radius (aus einer Kugelmutter und einem Gewindestab). Das Alu bewirkt damit zwar auch noch zusätzliche Verfärbungen im Silikon, aber die sieht man später im Beton ebenso wenig.