Hallo,
Ich wollte mich gerne erkundigen, ob der Gogolit Design oder der Vito express für Formen wie Servierschalen, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, geeignet wären? Oder gebe es bessere Alternativen, die ebenfalls einfach in der Handhabung sind und keine gefährlichen Stoffe an Lebensmittel abgeben?
Wäre eine Versiegelung mit einem lebensmittelechten Wax oder ähnliches sinnvoll?
die genannten Mörtel wären schon passend. Es ist auch geplant, mittelfristig dazu Zertifikate zu hinterlegen, die die Lebensmitteleignung bestätigen. Nur ist das momentan halt noch in Arbeit. Für die Oberfläche kannst Du LFC Betonverkieselung nehmen. Ebenfalls lebensmittelecht wäre dann noch LIQUAX, nur dass es sich als Wachs evtl. etwas schneller abnutzt, besonders in der Spülmaschine.
Eine Kundin von uns möchte gerne unsere Behälter für Zucker weiterverwenden. Mit welcher Versiegelung kann ich ihr unseren Beton lebensmittelecht versiegeln um ihr den Behälter mit guten Gewissen aushändigen zu können? Wir haben bereits für die Außenoberfläche unserer Behälter das Stra-Top aus ihrem Shop in Verwendung und sind mit diesem sehr zufrieden. Nur leider wissen wir nicht ob wir dieses auch in diesem Fall verwenden dürfen. In ihrer Vergleichstabelle wird es bei Lebensmittelecht mir einem grünen Haken der aber in Klammer gesetzt ist angezeigt. Was bedeutet das genau?
Hoffe ihr könnt mir möglichst rasch bei der Beantwortung meiner Frage behilflich sein.
Da ich gerade dabei bin unsere Neue Bestellung im Mörtelshop zusammenzusuchen wäre es toll wenn bereits die richtige Versiegelung dazu bestellen könnte.
die STRA-TOP Betonversiegelung ist wahrscheinlich unbedenklich, aber es gibt für dieses Produkt leider kein entsprechendes Zertifikat. Du kannst alternativ dazu die HEBAU Colorfresh® intensiv Glanzimprägnierung nehmen, die vom Hersteller als „für Lebensmittelkontakt geeignet" deklariert ist.
Hallo Sven!
Danke für die schnelle Antwort!
Würde es auch mit diesem Produkt aus eurem Sortiment gehen? Artikelnummer: PH003-001 HEBAU Colortec® max Imprägnierung 0,5 L
Gibt es da einen gravierenden Unterschied?
ja, das wäre dann nur eine reine Imprägnierung und keine Beschichtung. Die Glanzimprägnierung bildet einen Film auf der Oberfläche, und die reine Imprägnierung nicht.
Hallo Sven!
Ein Schutzfilm sozusagen. Hmm könnte sicher nicht schaden wenn die Zucker da reintun möchte :-).
Dankeschön für die Hilfe. Dann können wir jetzt dann später bestellen.
Und die Kundin mit einem lebensmittelechten Behälter überraschen.
Hast Du vielleicht eine Technik wie wir die Innenseite des Behälters am geschicktesten imprägnieren?
Pinsel, Tuch etc.
Sind wirklich froh, dass es dieses Forum gibt
danke für den Schubs. Wir haben das Thema in der Tat eine Weile ruhen lassen, weil es ein paar Umstellungen in bestimmten Rezepturkomponenten gab. Jetzt sind aber alle Rezepturen endgültig festgeschrieben, und werden dauerhaft so bleiben. Deshalb werden wir damit jetzt auch die geplanten Untersuchungen zur Lebensmittelverträglichkeit in Auftrag geben. Das betrifft im ersten Schritt unsere Mörtelmischungen, und danach wollen wir auch unsere Endbehandlungen für Oberflächen testen lassen.
ja, es gibt einen neuen Stand. Das Labor, mit dem wir das Ganze machen wollten, hat uns abgesagt, weil es sich neu ausgerichtet hat und solche Untersuchungen nicht mehr anbietet. Jetzt suchen wir ein neues Labor. Ende offen.
Hallo Sven,
ich habe mich soeben durch die Kategorie Lebensmittelecht gelesen.
Gibt es inzwischen Neuigkeiten? Ich möchte gern Schalen und Teller für ein Restaurant herstellen. Ich verwende aktuell den Vito Piano. Würde das funktionieren? Die Anforderungen sind kratz und Spülmaschinenfest. Welche Versieglung eignet sich dafür am besten? Die Colorfresh intensiv?
vielen Dank und viele Grüße
Dana
mit der Lebensmittelfreigabe für CAPOSIL sind wir leider gescheitert. Das bedeutet natürlich nicht, dass CAPOSIL in dieser Hinsicht problematisch ist, und das ist es meiner Überzeugung nach auch nicht. Aber in den Zutaten ist ein winziger Bestandteil, der für sich genommen problematisch sein könnte. Im verarbeiteten Zustand ist er laut Hersteller zwar ungefährlich, aber das Labor, das für uns den entsprechenden Nachweis führen sollte, hat sich stur gestellt und gesagt: “In diesem Fall prüfern wir erst gar nicht.” Abgesehen davon, dass das unser Problem nicht löst, ist diese Argumentation aus meiner Sicht ziemlich dämlich, denn wofür braucht man dann überhaupt ein solches Labor? Es gibt ja auch andere Stoffe, wie z.B. Polyurethan die aus giftigen Rohstoffen bestehen und am Ende als verarbeitetes Produkt eine Lebensmittelfreigabe bekommen. Bei dem lebensmittelechten Polyurethan wird einfach durch vollständige Vernetzung sichergestellt, dass jedes einzelne (giftige!) Isocyanat-Molekül einen Reaktionspartner findet. Genauso ist es auch bei CAPOSIL, nur dass die Ausgangsstoffe weniger toxisch sind. Allerdings braucht man dann eben noch ein Labor, welches das rechtssicher nachweist. Und da haben wir halt keins (bzw. nur ein dämliches) gefunden.
Wenn alle Labore so dämlich ticken würden wie das einzige Labor, das wir gefunden haben, dann wäre die Menschheit wohl noch in der Steinzeit. Auf jeden Fall gäbe es dann keine Amalganfüllungen (mit giftigem Quecksilber) in den Zähnen und wahrscheinlich auch kein Speisesalz . Das Salz (Natriumchlorid) besteht nämlich aus Natrium (einem Metall, das bei Wasserkontakt explodiert) und Chlor (einem hochgiftigen Gas). Aber wenn beide reagieren, entsteht ein völlig harmloses Gewürz.
Zu den anderen Frage: VITO® Vergussbeton ist zwar spülmaschinenfest, aber das von Dir vorgeschlagene Colorfresh intensiv ganz sicher nicht. Beim CAPOSIL Betonlack würde ich davon ausgehen, dass er spülmaschinenfest ist, aber ich habe es noch nicht selbst getestet.