Küchenfront aus Beton

Hallo alle zusammen.

Wir sind gerade in der Anfangsplanung unsere Bestandsküche umzugestalten.
Zu den Küchenarbeitsplatten findet man ja sehr viele gute Tipps Dank dieses Forums.
Erstmal haben wir zwei grundlegende Fragen:
Wie verhält sich die Betonoberfläche bezüglich Fleckenbildung im Bereich vom Herd? (Fettspritzer)

Wo ich leider nichts drüber gefunden habe, uns aber brennend interessiert ist das Thema Küchenfronten.
Kann uns jemand dazu Tipps geben? Ob möglich wegen dem Gewicht? Und wie führt man die Herstellung am besten aus um saubere kannten zu bekommen? Und ganz wichtig, wie macht man das mit den Scharnier? Fragen über Fragen.
Das sollte für den Anfang erstmal reichen.
Vielen Dank!

Viele Grüße
Thorsten

Hi Thorsten,
Frage 1: Dein Beton wird eine Patina bekommen. Wenn Du eine 20-Jahre-gleich-aussehende-Platte nach Farbmusterauswahl möchtest: Don’t do it. Habe gerade meine zweite Küche in Beton gemacht, etwas “industrial Style” gehört dazu. Meiner Frau und mir gefällt das. Kürzlich einen Fleckentest gemacht, findest Du unter Oberfläche, viele (zu viele?) Fotos, Fazit: Flecken kommen und gehen. Fettflecken sind an sich am unproblematischsten, weil das Fett im Lauf der Zeit in den Beton diffundiert. Blöder ist Säure, das hinterlässt dauerhaft Flecken.

Türen/Fronten: In Beton massiv wird es zu schwer. Spätestens bei der Spülmaschine wird das scheitern. Möglich wären Spachteltechniken auf Holzplatten. Geschmackssache. Ich würde persönlich ein anderes Material wählen.

Viel Spaß bei der Planung!

Hallo Tim,
vielen Dank für deine Antwort.
Nein nein, ich erwarte keine gleich bleibende Fläche. Das dort natürlich Flecken entstehen ist mir bewusst, aber wollte mal hören ob ehr abgeraten wird von Beton im Herdbereich. Ich denke durch die Patina wird auch eine angenehme Haptik entstehen?!
Das mit dem Gewicht für die Fronten habe ich mir schon gedacht. Das ist aber sehr schade. Eine Spachteltechnik kommt für mich nicht in Frage, entweder auch Beton damit es recht gleich aussieht oder wirklich ein ganz anderes Material.

Wie wäre es mit einer Beton Laminiertechnik um so vielleicht eine 1 cm starke Platte herzustellen und diese dann auf die Vorhandene Front zu kleben? Wäre das eine Möglichkeit, oder die auch am besten verwerfen?

Gruß
Thorsten

Hi Thorsten,
keine Probleme im Herdbereich. Lediglich den Ausschnitt passend herzustellen, ist eine gewisse handwerkliche Herausforderung.

fronten: Topfscharnierr brauchen min ca 16mm „Holz“. Plus Deine 10mm Beton macht 26. da gibt es Scharniere, damit die Türen auf und zugehen, ist aber nicht Standard. Und nach wie vor gibt es keine Spülmaschinentür, deren Feder dieses Gewicht abfängt. Bedeutet: wenn du die Maschine öffnest, klappt die Tür mit Schwung runter. Geht nicht lange gut. Also zumindest mal das Gewicht Deiner Konstruktion mit den Herstllerdaten max Gewicht abgleichen, oder halt eine Edelstahlfront für diese Komponente. Unterschätze den Aufwand für Betonfronten nicht… einfach mal eine Probeplatte machen. An sich kannst Du auch dünn gießen, statisch gehts so meiner Meinung nach bis ca 5-6mm, dann kommt aber das Schüsseln etc. Bin gespannt, was Du machst. Gerne hier Rückmeldung:-)

Im Grunde genommen könnte man ja Plan B nehmen und über eine vorbehandelte Front aus Holz laufen lassen. Ist am Ende aber auch nicht so leicht vom Gewicht.
Die Wedibauplatte ist sehr leicht, wenn man diese mit Plan B versehen hat, sind die nicht ganz so schwer wie Holz. Das Dauerhafte halten der Scharniere ohne das diese sich lösen oder verbiegen habe ich allerdings auch noch nicht getestet.
Die Fronten zu bearbeiten ist auch ziemlicher Bastelkram, habe das mal angefangen und wieder in die Ecke gestellt:D. Eine Spachtelung ist auf jeden Fall effektiver.

Danke euch für die Antworten.
Ich glaube dann nehmen wir mal lieber Abstand von den Fronten aus Beton. Das mit dem Gewicht habe ich ja schon vermutet wie eingangs geschrieben.
Aber, ich hatte noch ein klein wenig Hoffnung.
Dann werden wir uns mal überlegen ob wir nur die Arbeitsflächen in Beton tauschen und die vorhandenen Fronten beibehalten oder vielleicht aus Holz neue nehmen.