Küchenarbeitsplatte Bewehrung

Hallo liebes Forum,

wir haben uns für unsere Küche eine Arbeitsplatte gegossen, Maße: 63cm x 270cm, mit zwei Aussparungen, die überbleibenden Stege sind maximal 5cm breit.
Als Beton haben wir den Flowstone weiß mit Marmorsand 0,5/2 und Fließmittel abgemischt. Da wir in der Platte ordentlich abgeschliffen haben und eine Art Terrazzooptik erhalten wollten, haben wir noch Rheinkies, also Rundkies, 8/16 zugegeben (Die Menge nach Gefühl). Dazu noch Fließmittel, ich finde grade den Link nicht, aber dass hier im Shop in der Dose.
Als Bewehrung habe ich das https://www.moertelshop.com/Panzerge…nstig-kaufen_2 Panzergewebe verwendet, in die Stege habe ich Torstahl, ich meine 8mm reingelegt.
Das Gießen und die Optik der Platte waren wirklich super, ich hänge euch mal zwei Bilder an.

Leider haben wir das Problem dass die Platte an den Stegen gebrochen ist. Heute habe ich die zweite gegossen, die ist leider schon beim Ausschalen gebrochen.

Da ich jetzt nochmal einen 3. Versuch starten wollte, da wir mit dem Ergebniss wirklich gut zufrieden waren, wollte ich mal Nachfragen ob jemand eine Idee hat , wie ich die Stege zusätzlich noch verstärken könnte. Ich habe drüber nachgedacht Fasern zuzugeben, da wir die Platte aber ja schleifen hab ich die Sorge dass die dann an der Oberfläche rauskommen.

Ich habe überlegt alle 15cm Torstahl 8mm der Länge nach reinzulegen, an den Stegen doppelt. Hier wäre aber meine Frage ob es „zu viel Bewehrung“ gibt?

Oder hat jemand sonst eine Idee wie ich das Ganze verstärken könnte, ggf. auch Tipps/Hinweise ob ich bei der Mischung etwas Falsch gemacht habe?
Ich habe gelesen dass man die komplette Sieblinie durchverwenden sollte, ich finde es aber grade schön dass die Optik der Platte oben so „fein“ ist und nur die groben Kiesel rausschauen. Daher würde ich das gerne vermeiden.

Sorry für den langen Text, über Hilfe würde ich mich riesig freuen!

Besten Dank und viele Grüße
Sebastrian

//Edit: DIe Platte ist 3cm Stark!

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Hallo Sebastrian,

auf Deinen Bildern kann ich leider gar keinen Schaden erkennen. Es wäre schön, mehr über den Bruch zu erfahren, um hier helfen zu können. Das von Dir verwendete Panzergewebe ist für diesen Zweck zwar definitiv ungeeignet, aber trotzdem glaube ich nicht, dass sich der Bruch damit erklären lässt. Aus welchem Material hast Du die Aussparung für die Spüle gemacht? An welchen Stellen traten Risse oder Brüche auf? Wie alt war die Platte, bevor sie bewegt wurde? Gibt es ein Bild von dem Schaden?

Sven

Hallo Sebastrian,

An den Stegen von nur 5cm, dass ohnehin schon sehr schmal und bruchgefährdet ist, was du ja schon erfahren hast, würde ich bei einer Küchenarbeitsplatte lieber Basaltstäbe reinlegen und 20cm zur Fläche überstehen lassen.
Die Bruchsicherheit ist aber bei 3x5cm trotz Basaltstäbe nicht garantiert. Das ist einfach zu wenig. Aber durch die Basaltstäbe würde der Beton nicht ganz durchbrechen. Den Riss könntest du später mit 2k Kleber schließen.

Aber du kannst vorsichtshalber nochmal ein Bild von der Bruchstelle zeigen.

Die großen Flächen brauchen keine Stäbe, aber Gewebe. Lieber 2 lagig, wegen Rissbildung durch schleifen.

Hallo Sven, hallo Dave,

vielen Dank für eure Antworten. Direkte Bilder vom Riss habe ich leider keine, es ist wie gesagt schon beim Ausschalen an den Stegen, auf dem Bild an der Stelle von das Spülbecken an den andern Schenkel anschließt, also dort oben und unten jeweils am Ende des Steges, gerissen. Also nicht nachträglich.
Die Risse bei der Platte wären auch nicht so das Problem gewesen, allerdings war die Platte unterschiedlich Stark, daher haben wir sie nochmal gemacht.

Die Platte hat bei ca. 25° 24Std ausgehärtet, die zweite Platte jetzt hingegen fast 3 Tage, dort ist sie wie gesagt an den selben Stellen gebrochen.

Sven: Das Panzergewebe habe ich tatsächlich nur wegen des Namens gekauft, der klang irgendwie “stabil”! :slight_smile:
Dave: Danke für den Hinweis mit den Basaltstäben. Beim Schleifen ist wie gesagt nichts gerissen, es ist einfach nur beim ausschalen direkt durchgebrochen.

Noch eine Frage: Die erste Platte haben wir als L (wie auf dem Bild zu sehen) gegossen, aus der zweiten Platte haben wir jetzt zwei Teile gemacht, da habe ich dann auf der Unterseite zwei Aussparungen für diese Holz-Arbeitsplatten verbinder eingegossen, damit ich die aneinander ziehen kann. Ich glaube das müsste ganz gut funktionieren. Kann ich dann die entstehende Fuge nachher nochmal Dünn mit Beton ausfüllen? Klar siehts da optisch dann etwas anders aus, aber immerhin keine Fuge. Oder reißt dass dann weil zu dünn?

Vielen vielen Dank für eure Hilfe!
Grüße
Sebastian

Hallo Sebastian,

schade, dass es keine Bilder von dem Schaden gibt. Wir können hier nur helfen, wenn wir das Problem analysiert haben. Es hat wenig Sinn zu weiteren Fragen überzugehen, solange die ersten Fragen nicht geklärt sind. Dazu fehlen aber noch Informationen von Dir. Aus welchem Material hast Du die Aussparung für die Spüle gemacht? An welchen Stellen genau traten Risse oder Brüche auf? Was meinst Du mit " Also nicht nachträglich." Wie alt war die Platte, bevor sie bewegt wurde? Gibt es vielleicht doch noch ein Bild von dem Schaden? Du hast ja oben geschrieben, dass Du gern noch einen dritten Versuch starten möchtest. Das solltest Du aber erst machen, wenn das Problem so weit verstanden ist, dass Du es im Griff hast.

Sven

Guten Morgen Sven,

ich habe ein Bild gemacht von der ausgebauten Platte, diese steht grade noch im Garten, also nicht wundern. Dort sieht man den Riss, ich hoffe das reicht so.
Die Aussparungen für die Spüle habe ich bei der ersten Platte aus Styrodur gemacht, bei der zweiten Platte aus Sperrholz, da ich dadurch eine saubere Kante bekommen habe.
Die Risse traten, wie zu sehen, immer an den dünnsten Stellen auf, also an den Stegen.
Mit nicht Nachträglich meinte ich, dass die Risse beim Ausschalen passiert sind, sie ist also nicht erst gerissen als sie schon auf der Küche lag.
Die Platte hat, wie erwähnt, ca. 24Std bei 25Grad ausgehärtet.

Als Schalung habe ich klassisch den weiß-lackierten Rohsparn verwendet.

Ich hoffe das hat alle Fragen beantwortet! Vielen Dank dir für deine Hilfe.

Grüße
Sebastian

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Hallo Sebastian,

ah, jetzt kann ich einen Bruch erkennen. Wunderbar. Was man schon mal ausschließen kann, ist dass der Innenteil der Form mangels Nachgiebigkeit beim Schwinden des Betons den Schaden verursacht hat. Dann wären es Diagonalrisse in den Ecken. Der Bruch ist an einer eher ungewöhnlichen Stelle, und was gar nicht ins Bild passt, ist die Tatsache, dass die Rissflanken sich gegeneinander verschoben haben, so dass eine Stufe entstanden ist. Das kann eigentlich nur dann passieren, wenn hier die Bewehrung nicht durchgeht. Wäre es möglich, dass der von Dir eingebaute Torstahl nicht wie vorgeschrieben 20 bis 30 cm über den Steg hinaussteht, sondern im Steg noch vor der Ecke, also genau an der Bruchstelle endet? Damit hättest Du dann quasi eine Sollbruchstelle geschaffen, und der Schaden wäre vorprogrammiert.

Sven

Hallo Sebastian,

eben bin ich auf deinen Beitrag gestoßen und die Arbeitsplatte sieht einfach MEGA aus.
Leider kann ich dir bei deinem Problem nicht weiterhelfen, würdest du mir dennoch verraten welche Produkte du genau verwendet hast?
Ich möchte gerne ein Waschbecken selber machen und hätte ebenfalls so eine Oberfläche.

Für euren 3. Versuch drücke ich euch die Daumen und freue mich von dir zu hören.

Beste Grüße und ein schönes Wochenende.
Kathi

Hallo Sven,

erstemal vielen vielen Dank für deine Hilfe!
Das mit dem Torstahl überprüfe ich mal, dafür muss ich aber die Platte aufflexen, das mache ich lieber nicht am Sonntag! :slight_smile: Ich meine aber dass ich 2m lange Stäbe reingelegt habe, die fast von Anfang bis Ende der Platte reichen.
Ich werde es denke ich bei der nächsten Platte mit den Basaltstäben probieren, falls dann beim Bewegen doch etwas reissen sollte muss ich es dann halt mit dem 2K verfüllen.
Aber zusammenfassend ist, so wie wir die Platte gegossen haben und am Material nichts falsch, oder? Seidenn der Torstahl wäre nicht durchgelaufen, das überprüfe ich morgen aber mal.

@Kathi vielen Dank, freut mich dass dir die Platte gefällt. Wir waren auch sehr zufrieden damit, bis auf halt die Risse und die unterschiedliche Stärke der Platte. Das lag aber nur daran dass der Baumarkt die Leisten auf minimum 10cm sägen kann, ich dachte ich krieg ich hin dann runterzumessen, hat aber nicht so gut funktioniert.
Ja klar, wie schon geschrieben haben wir den Dyckerhoff flowstone weiss mit Marmorsand (beides hier aus dem Shop) gemischt in 1:1. Dazu haben wir dann aus dem Baumarkt die Kiesel gekauft, das sind meine ich 8/16 Rheinkies, den müsste es wohl überall geben. Den einfach mit in die Mischung gemischt.
Danach haben wir die Platte dann erst grob mit der Flex mit einem Betonschleifteller abgeschliffen, um so mehr man hier abschleift um so mehr der Kiesel treten natürlich hervor. Danach dann mit Schleifpads von 50 bis 8000 geschliffen. Bei der Arbeitsplatte ging das mit dem Betonschleifteller ganz gut, beim Waschbecken könnte das schwierig werden, da würde ich glaube ich versuchen das nur mit den Schleifpads abzuschleifen damit ihr euch keine Macken in den Beton schleift.
Vielen Dank und euch auch viel Erfolg beim Waschbecken, das wäre eigentlich auch mein Wunsch gewesen das Spülbecken direkt mit einzugießen, da muss ich glaube ich aber noch etwas üben! :slight_smile:

Viele Grüße
Sebastian

Hallo Sebastian,

schwer zu sagen, ob sonst alles in Ordnung war, denn man sieht ja nicht gleich, ob z.B. zu viel Wasser in der Mischung war. Aber wenn Du Dich an alle Empfehlungen aus der Werkanleitung Flowstone gehalten hast, dann ist alles gut. Um zu sehen, wo die Bewehrung endet, kannst Du die Platte auch komplett durchbrechen anstatt sie durchzuflexen. Das wäre vielleicht einfacher.

Sven