Kochinsel aus einem Guss

Hallo zusammen,
vorab ein großes Kompliment an euch:
Wir sind von den Beiträgen, Projekten und dem Fachwissen hier im Forum extrem begeistert. Man merkt, wie viel Erfahrung und Leidenschaft hier zusammenkommt – genau deshalb wenden wir uns mit unserem Projekt an euch.

Wir planen eine Küchenarbeitsplatte mit seitlichen Wangen um eine Kochinsel, die aus einem Stück aus Beton gefertigt werden soll (siehe Fotos).

Da das Bauteil monolithisch ausgeführt werden soll, kommt eine Negativschalung bzw. ein Umdrehen nach dem Aushärten für uns nicht infrage. Die Sichtfläche wird nachträglich bearbeitet.

Nun stellen sich für uns einige Fragen, bei denen wir auf eure Erfahrung hoffen:

• Wie bekommt man die Oberfläche möglichst glatt und gleichmäßig, wenn keine Negativschalung verwendet wird?
Schleifen, Spachteln, Porenfüller – was hat sich in der Praxis bewährt?

• Welcher Beton eignet sich am besten für eine Küchenarbeitsplatte mit Wangen?
Feinbeton, UHPC, selbst angemischter Beton mit Zusatzmitteln?
• Welche Oberflächenbehandlung bzw. Versiegelung ist empfehlenswert in Bezug auf:
• Lebensmittelechtheit
• Fleckschutz (Öl, Säure, Wasser)
• Haptik und Optik (matt/seidenmatt)

Uns geht es vor allem um eine hochwertige, möglichst porenarme Oberfläche, die alltagstauglich ist und optisch ruhig wirkt.

Vielen Dank vorab für eure Tipps und Erfahrungsberichte!

Viele Grüße
Domi

IMG-20260110-WA0001.jpg

Hallo Domi,

wenn ich es richtig verstehe, willst Du eine Platte mit zwei Abkantungen bauen, also eine Art umgedrehtes U aus Beton. Kannst Du genauer sagen, wie die Dimensionen des U’s sind?

Sven

Servus,
ja genau das hast du richtig verstanden- ich will das umgedrehte U in einem Guss betonieren und muss dann quasi den Beton. auf der Oberseite so behandeln das er optisch schön aussieht und natürlich robust und fleckenfrei bleibt.
Evtl durch glätten der Oberflächemit einem Flügelglätter? Leider haben wir bei uns in der Firma nur einen großen Flügelglätter für Garagenböden etc.-gibt es das für den handgebrauch auch? -oder habt ihr eine ganz andere Lösung?
Ich hab noch eine kleine Zeichnung dazu gehängt zum besseren Verständnis.

Hallo Domi,

Deine Zeichnung ergibt ein Monster von ca. 600 kg Gewicht. Da kann man verstehen, dass Du es nicht nach dem Guss wenden willst und lieber die Nacharbeit der schlechten Oberflächen nach dem in-situ-Guss in Kauf nimmst. Allerdings bleibt es ein aufwendiges Modell, an das man sich eigentlich nur heranmachen sollte, wenn man über genug Erfahrung und das passende Werkzeug einschließlich Hebewerkzeug verfügt. Aber natürlich macht es am meisten Spaß, wenn man es trotz aller Widrigkeiten auf seine eigene Art und Weise doch irgendwie hinbekommt. Ein Spaziergang wird es jedenfalls nicht. Ich würde Dir besonders empfehlen, beim Formenbau die Gefahr der Rissbildung im Blick zu behalten, die sich ergibt, wenn der Innenteil der Form der Schwindung des Betons nicht nachgeben kann. Das ist der absolute Klassiker und wird immer ignoriert und führt immer dazu, dass man (in Deinem Fall am Übergang zu den Abkantungen) Risse bekommt, die man sich immer hinterher schönredet und bei denen man sich immer hinterher sagt “Hätte ich doch mehr Bewehrung genommen”, wass immer totaler Unsinn ist. Also bau Deine Form so, dass das U beim Abbinden die Möglichkeit hat, sein Volumen um 1% zu verringern, ohne dabei gegen irgendeinen Teil der Form zu drücken.

Sven

Hallo sven,
danke für den Tipp!
Als Maurer und Betonbauer traue ich es mir schon zu.
Trotzdem habt Ihr in diesem Gebite mit Sicherheit mehr Erfahrung, da ich in meinem Beruf eher größere Objekte betoniere, die weniger filigran werden müssen.
Deshalb nochmal zurück auf meine Frage: Was meint ihr wäre hier der beste beton? würde evtl ein porenbeton auch gehen um das gewicht zu minimieren? wie könnte ich die oberfläche am besten bearbeiten?

hey dominic. danke erstmal für die blumen und dein kompliment an die community. ich gehe davon aus, dass du dich vor deiner anfrage hier, schon mit relevanten youtubevideos zu deinem projekt befasst hast. falls nicht, findest du einige braubare anwendungstips unter verwendung einiger oder aller dieser suchbegriffe " cast in place concrete waterfall edge countertop " ich persönlich gebe dir gerne aus meinem erfahrungsschatz die empfehlung mit, dich mit dem unterschied der materialien der glätter und ihrer reaktion mit der frischen betonoberfläche zu befassen, welche du für das finish deiner betonoberfläche verwendest. die antwort auf deine frage : “• Wie bekommt man die Oberfläche möglichst glatt und gleichmäßig, wenn keine Negativschalung verwendet wird?” lautet aus meiner sicht : zuerst magnesium - dann, erst zum richtigen zeitpunkt - stahl. ich verwende am liebsten zum glätten meinen marshalltown magnesium glätter und für das finish den edelstahlglätter von outilexpert. der hat runde ecken und hinterlässt fast keine spuren. viel erfolg !lg daniel

hey dominic. danke erstmal für die blumen und dein kompliment an die community. ich gehe davon aus, dass du dich vor deiner anfrage hier, schon mit relevanten youtubevideos zu deinem projekt befasst hast. falls nicht, findest du einige braubare anwendungstips unter verwendung einiger oder aller dieser suchbegriffe " cast in place concrete waterfall edge countertop " ich persönlich gebe dir gerne aus meinem erfahrungsschatz die empfehlung mit, dich mit dem unterschied der materialien der glätter und ihrer reaktion mit der frischen betonoberfläche zu befassen, welche du für das finish deiner betonoberfläche verwendest. die antwort auf deine frage : “• Wie bekommt man die Oberfläche möglichst glatt und gleichmäßig, wenn keine Negativschalung verwendet wird?” lautet aus meiner sicht : zuerst magnesium - dann, erst zum richtigen zeitpunkt - stahl. ich verwende am liebsten zum glätten meinen marshalltown magnesium glätter und für das finish den edelstahlglätter von outilexpert. der hat runde ecken und hinterlässt fast keine spuren. viel erfolg !lg daniel

Hallo Domi,

ich glaube Porenbeton wäre hier nicht so günstig, weil die Oberfläche damit zu porös werden könte. Ich würde es vielleicht mal mit einem ganz normalen Estrichbeton probieren, den ich evtl. auch noch noch mit 20% Zement anreichern würde. Damit hast Du eine einfache Mischung, die nicht teuer ist, sich mit der Kelle glätten lässen, dabei nicht wegfließt und nicht zu schnell abbindet.

Sven

Super ,
danke für eure zahlreichen Tipps:)