Hexagon-Beistelltische aus Beton und Epoxidharz

Hallo,
ich plane demnächst zwei kleine Beistelltische in der Art des angehängten Bildes zu fertigen und würde dafür gerne Beton und Epoxidharz nutzen.
Allerdings hatte ich bei meinen bisherigen Projekten mit den beiden Materialien immer das Problem, dass der Beton trotz Imprägnierung das Epoxidharz zumindest leicht aufgesaugt hat und dadurch dunkle Flecken bekommen hat.

Gibt es eine Möglichkeit den Beton so zu versiegeln, dass dieser nichts vom Epoxidharz mehr aufnimmt?

Aktuell bin ich noch nicht festgelegt, welchen Teil des Tisches ich aus Beton anfertigen und welchen ich mit Epoxidharz gießen würde. Insofern bin ich natürlich auch diesbezüglich noch für Ratschläge/Tipps offen.

Vielleicht hat ja jemand schon mehr mit der Kombination dieser zwei Materialien gearbeitet.

Unbenannt.jpg

Hallo Stephan.

Ich bin ja kein Fan von Epoxy, weil das immer so rumsaut und leicht zerkratzt. Man hat ja nicht lange Freude dran. Probiere doch mal Acrylharz von Troll Factory. Kann man auch wunderbar einfärben und schleifen.
Bei deinem Tisch musst du ja 2x Gießen. Da würde man tatsächlich alles was schwarz ist mit Beton anfertigen und die Rillen mit Harz.

Grüße David

Hallo Stephan,
ich würde bei so einem Projekt ein paar Sachen berücksichtigen:

  • Wenn Du Beton/Mörtel absperrst, damit eindringendes Epoxy diesen nicht abdunkelt, geht das immer auch etwas zulasten der Verbindung der Werkstoffe, weil sich das Epoxy nicht mehr wirklich im Beton verkrallt.
  • Wenn Du Beton nutzt, der nicht komplett schwindfrei aushärtet, und diesen als "zweiten" Werkstoff gießt, kommt es im starren "Gerüst" des Epoxy mit großer Wahrscheinlichkeit zu Schwundrissen im Beton. Ob sich das statisch und/oder optisch auswirkt hängt dann wieder vom Aufbau ab. Auf Nummer sicher gehst Du, wenn Du zunächst Beton gießt und die entstehenden Freiräume dann mit Epoxy füllst. Dazu kommt, dass bei einem Aufbau wie in Deinem Bild beim Einsatz des Betons als "zweitem" Werkstoff die Gußseite des Betonparts bei der fertigen Tischplatte Teil der Oberfläche wird, dafür taugen Mörtel zum Vergießen eigentlich nie, erst recht nicht in diesem Anwendungsfall.
  • Wenn Du die Tischoberfläche final schleifst und polierst, mußt Du sehr behutsam vorgehen und zuvor gewissenhaft gearbeitet haben. Auf dem Beton bildet sich oben (Unterseite in der Gussform) eine dünne Schicht, in der sich die feinsten Bestandteile absetzen und für das geschlossene Bild sorgen. Schleifst Du da zu tief rein ändern sich schlagartig 2 Dinge:
[LIST=1]
  • Du legst die körnigen Zuschlagstoffe frei und erhältst eine Terazzo-/Waschbetonoptik.
  • Die farbgebenden feinsten Bestandteile des Mörtels haben mit großer Wahrscheinlichkeit eine andere, zumeist intensivere Färbung als die tiefer liegenden Schichten, das Farbbild ändert sich also zumeist auch. [/LIST] Ich würde mich ans Thema mit kleinen Probestücken iterativ ranfräsen, z.B. Probieren, ob bei Nutzung von weißen Beton/Mörtel der entstehende Farbton beim Eindringen von Epoxy o.ä. taugt und die Flächen hinreichend homogen/unfleckig bleiben. Ich würde bei den Probestücken auch auf eine taugliche Verbindung der Werkstoffe achten und die abschließende Oberflächenbehandlung testen.

    Gruß und viel Glück
    Martin

  • Hallo Stephan,

    ich habe auch schon mit Beton und Epoxidharz experimentiert. Ich hatte eine 220 × 90 cm große Platte, die optisch nicht besonders gelungen war. Mein Plan war, sie mit Epoxy zu überziehen und daraus eine Tischplatte zu machen.

    Die Platte war zuvor mit LFC und H10 versiegelt. Das hat anfangs gut funktioniert – etwa drei Monate lang. Danach hat sich das Epoxidharz allerdings vom Beton gelöst. Ich vermute, das lag an der Versiegelung, die keine gute Haftung ermöglicht hat.

    Am Ende hat mich der Versuch rund 250 € an Epoxy gekostet – und ich habe die Platte schließlich entsorgt.

    Was ich dir damit sagen will: Wenn du mit dem Gedanken spielst, deine Werkstücke zu versiegeln und anschließend mit Epoxy zu beschichten oder auszugießen, würde ich dir dringend empfehlen, vorher Tests zu machen – und diese auch über mehrere Monate stehen zu lassen. Nur so kannst du sicher sein, dass alles hält.

    Sonst kann es dir wie mir gehen – und es wird eine teure Lehrstunde. ???
    ​
    Liebe Grüße
    Stefanie