Garten-Aquarium

also, es ist kein Aquarium, aber ich habe keine andere Stelle gefunden, die so gut passt.
Es geht um unseren Regenwasserspeicher am Haus (in dem auch Fische leben).
Das Haus haben wir vor 3 Jahren bezogen und sind innen soweit, dass ich inzwischen auch nach Außen schaue.
Das Wasserbecken sieht ziemlich verrottet aus, hält aber noch viel Wasser.
Ich hänge mal ein paar Bilder hier an, weil die mehr sagen als Worte :wink:
So einen Wasserspeicher braucht das Haus, weil das Regenwasser nicht in’s Abwasser darf, sonst oberflächlich in den Garten läuft und wir so Wasser zum Blumengießen haben.
Ich fange grad’ an, darüber nachzudenken, wie ich vorgehen könnte und denke, hier bin ich an einem guten Platz, um diese Überlegungen mit zu teilen (was mir beim Denken hilft).
Dies soll erstmal keine Bitte um Rat sein, sondern vorerst nur die Darstellung meines Projektes.
Wem aber was dazu einfällt, der ist herzlich eingeladen, Ideen einzubringen. Bei mir dauern solche Planungen oft eewig und ich freue mich über Anregungen, die ich “einarbeiten” kann.
Was ich entwickeln möchte, ist ein Plan für technische und optische Verbesserungen.

Als Erstes werde ich alles Lockere und Unnötige rauswerfen - was schon viel Arbeit sein wird, weil da ja Fische drin leben und der Pool dafür geleert werden muss.
Dann stelle ich mir vor, eventuell “Brauchbares” oder Nötiges wieder hin zu mauern und dann alles abzudichten.

Eine Anfangs-Frage für mich ist, ob der Wasserstand (auf den Bildern ist der Normalzustand zu sehen), höher werden kann, ohn das mir das Becken auseinander-bricht?

(jetzt muss ich unter-brechen, weil ein Termin wartet. Später mehr …

… jetzt ist später …
Bisher hält sich der Wasseroberflächenspiegel (meistens) in der Höhe, wie er auf dem Bild zu sehen ist.
Es gab aber auch schon Zeiten, da dachten wir, wir müssen das Becken leeren, weil immer mehr abgelaufen ist. Dreiviertel der Menge war bereits weg, die Fische hatten wir umgesetzt, da wurde es bei Regen wieder so voll wie jetzt.
Ich habe bisher keinen Ablauf gefunden und der Erbauer ist unter der Erde … den kann ich nicht fragen (obwohl er das vielleicht gut sehen könnte ;-). Keine Ahnung, wo und wohin das läuft. Auf der Wiese darunter (das Haus liegt am Hang) habe ich bisher keine Nässe gefunden.
Ich gehe davon aus, dass irgendwo ein Spalt ist, der zwischenzeitlich “aufgemacht” - und sich dann wieder verschlossen hat.
Jedenfalls denke ich, muss das ganze Teil abegdichtet werden und ich stelle mir vor, eine dicke Beton-Schicht (3 cm oder sowas?) aufzutragen, die mit Glasfaser verstärkt wird. … in der Hoffnung, dass die Mauern im Prinzip stabil sind.

Ein weiteres Rätsel für mich ist, warum außen, zwischen der Erde und dem Mauerwerk (oder ist das auch Beton?) ein Spalt von ein paar Zentimeter ist (auf dem letzten Bild - von oben - ist das ein Bisschen zu sehen, der Kater findet es auch interessant).
Einen genauso rätselhaften Spalt gibt es zwischen der Beton-Verstärkung die offensichtlich später angegossen wurde (2. Bild).
Letzteren werde ich vermutlich - am besten mit möglichst dünnflüssigem Beton, damit der tief rein läuft - ausfüllen.

Emil (der Erbauer war Maurer) hat beim Einlauf des Wassers aus der Dachrinne 3 Absetz-Becken eingebaut. Irgendwie finde ich die ganz nett, aber auf unser Dach fallen so gut wie nie Blätter oder sonstwelcher “Dreck”, so dass ich die Becken für unnötig halte. Kommt vielleicht drauf an, ob es mehr Arbeit wird, sie wieder her zu richten, oder ab-zu-bauen.

Wahrscheinlich wird das Ganze so viel Arbeit, dass für gestalterische Phantasie nicht viel Energie übrig bleibt. Ich bin schon froh, wenn es “sicher” dicht wird und für ein paar Jahre hält.

Während ich schreibe, werden mir zwei Fragen klar, die ich gerne an Sven stellen würde:

  1. mit welchem Material ergänze ich hier am Besten kaputtes Mauerwerk? und,
  2. hältst Du die Idee einer dickwandigen, mit einer Glasmatte verstärkten Beschichtung für sinnvoll und machbar, bzw. welches Material ist dafür richtig?

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Ich würde z.B. die Wände verputzen und eine Teichfolie einziehen. Oder über einen Neubau nachdenken.Wäre aber auch mit Folie.

Andreas

Teichfolie ? … ich vermeide Plastik wo ich kann, deswegen habe ich darüber bisher nicht nachgedacht, aber Du hast Recht … ich sollte drüber nachdenken. Das hätte den Vorteil, dass das Becken bei Bewegungen des Bodens nicht sofort wieder undicht ist …
Was mir dabei nicht so gefällt ist, das es an der Oberkante blöd aussieht, aber ich gebe zu: sooo prickelnd ist die Oberkante momentan auch nicht.

Hallo Ihr beiden,

ja, Teichfolie macht das Ganze dicht, sieht aber nicht schön aus. Mein Vorschlag zum Abdichten wäre deshalb eher eine von innen mehrschichtig aufgetragene flexible Dichtschlämme wie z.B. die einkomponentige DSB Dichtschlämme , die zwar viel Kunststoff enthält, dabei aber immer noch nach Beton aussieht. Sie ist rissüberbrückend und bleibt deshalb auch noch dicht, wenn der Untergrund sich minimal verschiebt. Es gibt alternativ dazu auch zweikomponentige Dichtschlämmen, die noch flexibler sind, aber die sehen dann auch eher nach Kunststoff aus.

Sven

Danke für die Antwort. Die Ideen für’s Abdichten sammeln und verdichten sich.
Eine Beschichtung ist natürlich viel weniger Aufwand, aber die Überlegung, mit der 3 cm dicken, mit Glas, Carbon oder Basalt armierten Schicht gefällt Dir nicht so?
Meine Vorstellung davon ist, dass das praktisch ein neues, vollständiges, dünnwandiges Gefäß ergibt, das in sich dicht ist, nicht so leicht wieder reißt - und durch den umgebenden, alten Betonbau auch dem Druck standhält.
Ich stelle mir vor, dass das deutlich länger halten könnte …
… aber das weiß man natürlich erst sicher, wenn man es mal gemacht hat :wink:

Mit dem Kunststoff - da geht es mir mehr darum, ihn ganz zu vermeiden. Wenn Kunststoff wie Kunststoff aussieht, stört mich das nicht so.

Wie wäre
1.Teichfolie
2. Dünne faserarmierte Betonplatten, an Land hergestellt und dann im Becken mit faserarmierten Mörtel an den Ecken und Boden verschmiert

Wäre Dicht und sieht nach Beton aus

Hallo Manohara,

doch die Überlegung, mit der 3 cm dicken, mit Glas, Carbon oder Basalt armierten Schicht gefällt mir. Das wäre in etwa die Vorgehensweise aus meinem Kugelkurs-Video . Es ist nur mehr Arbeit als die Beschichtung mit Dichtschlämme.

Sven

Hallo,
Ich würde mich erst einmal davon überzeugen,ob an den Betonwänden wirklich keine Bewegung mehr stattfindet.Man kann das auf den Fotos nur schwer erkennen. Aber der Spalt zwischen Rasen und Betonwand, und die nachträglich ausbetonierte Ecke und auch der Erddruck der bei Regen noch mehr
drückt ,lassen vermuten, daß vielleicht schon Bewegung stattgefunden hat. Wenn das denn so ist gibt es verschiedene Möglichkeiten.Bei weniger Bewegung gibt es auch Entkoppelungsbahn auf die man wieder etwas aufbauen kann oder Dichtschlämme.

… grad ist mir ein langer Text abgestürzt, deswegen jetzt etwas kürzer:

Sven:
ich bin begeistert.
Die “Kugel-Technik” entspricht dem, was ich mir vorgestellt und zu finden gehofft habe. Meine Fantasie hat bereits begonnen zu arbeiten :slight_smile:

So, wie es sich hier im “Moertelshop” darstellt, kann man Beton ja fast wie Kunststoff einsetzen, mit dem erfreulichen Unterschied, dass er nicht irgendwann in kleinen, giftigen Teilchen im Meer rumschwimmt.

Dave:
Ja, die Bewegung in den vorhandenen Mauern beobachte ich und kann sie auch bei direkter Betrachtung bisher nicht sicher beurteilen, aber mein Eindruck ist: sie haben “weniger Bewegung”, wenn überhaupt.

Weil die “Kugel-Technik” das Becken nicht nur abdichten würde, sondern auch das Potential für weitere Gestaltung hat, freue ich mich auf die Möglichkeiten.

Bin gespannt, was das an Material brauchen würde … aber rechnen werde ich später … erstmal lasse ich die Kreativität schnurren :wink:

Hallo Manohara,

das freut mich.

Sven

übrigens, Andreas, bezüglich Deiner Überlegung … zwar gefällt mir die Möglichkeit, ein Becken in das Becken hinein zu arbeiten besser, als Platten außerhalb zu gießen, aber ich bin trotzdem immer dankbar für Ideen aus anderen Köpfen. Meine Erfahrung ist, dass auch Pläne, denen man nicht folgt, Hinweise auf günstige Wege aufzeigen können. Mir fällt immer wieder auf, dass ich selber besser denken kann, wenn jemand anders mit-denkt. :cool: danke dafür.