Guten Tag zusammen,
nachdem ich nun meine Fensterbänke innen in natubelassenem Beton in grau fertiggestellt habe, denke ich darüber nachdie Aussenbänke farblich etwas kräftiger zu gestalten. Tendenz: Dunkleres grau bis Anthrazit.
Einfärben der Mischung mit Pulverpigment, oder flüssig ist mir soweit klar.
Nun meine Frage: Ist es sichergestellt, daß die Pigmente sich nicht aus dem Beton lösen? Ich also mit dunklen Farbschlieren auf einer weißen Fassade rechnen muß, wenn durch witterungsbedingte Einflüsse Pigmente aus den Bänken herausgelöst werden. Das wär dann doch echt blöd.
Hat damit schon jemand Erfahrungen gemacht?
Grüße in die Runde, WA
Hallo Waldvogel,
es gibt zwei Arten von Pigmenten, die hier in Frage kommen. Rußpigmente und Eisenoxidpigmente. Die Eisenoxidpigmente (Typ 722 schwarz oder Typ 360 tiefschwarz) werden so fest in das Gefüge eingebaut, dass sie nicht mehr heraus können. Dafür haben Sie keine ganz so hohe Farbkraft. Wenn es also noch dunkler werden soll, dann musst Du Rußpigmente (Typ PL83 pechschwarz) nehmen. Die wittern im Außenbereich mit der Zeit zwar etwas heraus, aber Du musst nicht mit Laufspuren von ausgeschwemmtem Pigment rechnen. Oft nimmt man auch ein Kombination beider Pigmenttypen. Zum dem Thema empfehle ich auch die Lektüre des Techniktipps am Ende meines Newsletters vom April 2022.
Sven
Vielen Dank für die schnelle Antwort. Das hilft mir schon weiter.
Gruß, Ulrich
Hallo Sven.
Werden die Pigmente denn nicht alle mit Zement gebunden? Und wenn es zuviele Pigmente waren oder aber ein Flüssigpigment, kann man das nicht mit LFC binden? Dann sollte doch theoretisch nichts mehr auswittern?! Oder meinst ausbleichen vom Sonnenlicht?
Gruß David
Hallo David,
vereinfacht gesagt ist es so, dass die Rußpigmentteilchen kleiner sind und deshalb auch stärker färben. Durch ihre geringe Größe lösen sie sich aber auch leichter wieder aus der Zementmatrix heraus. Sie fallen einfach durch die Lücken. Wenn Du es noch genauer wissen willst, dann liefert dieser Artikel hier eine sehr gute Beschreibung.
Sven