Hallo Sven,
Ich habe gerade Marfino Surface in grau bestellt um Lunker in meinem GUS aus Mobydur grau zu verschliessen. Passt die Farbe Marfino grau zu Mobydur grau?
Die lunker sind teils bis zu 1cm groß. Geht das noch ohne Tiefengrund?
Liebe Grüße Jakob
Hallo Jakob,
ja, in etwa passt das. Es wird sich aber trotzdem farblich etwas abheben. Es wird wohl auch ohne Tiefgrund funktionieren, wenn Du den Untergrund gut anfeuchtest.
Sven
Danke Sven,
Für den zweiten Lautsprecher-Guss werde ich mich nochmal an dich wenden, um die Lunker zu vermeiden. Vier Seiten sind perfekt (sogar porenfrei!) geworden. Eine Seite hat massiv lunker..
LG Jakob
Hallo Jakob,
vielleicht hast Du ja mal ein Bild.
Sven
Hallo Sven,
anbei zwei Bilder. Einmal die perfekten Seiten und einmal die Seite mit den Lunkern. Und eins von der offenen Schalung.
Gemischt wurde der Mobydur grau 2x25 kg mit einem Zwangsmischer und genau abgewogenen 9% Wasser (4,5 Liter). Temperatur ca 20 Grad. Mischzeit 6 Minuten.
Der Beton hat recht flüssig ausgesehen und hat stark entlüftet.
Die Schalung (1m hoch und 2cm Betonwandstärke) wurde mit Plopp behandelt. Verdränger aus Styropor allseitig mit besandeter Bitumenbahn belegt. Besandete Seiten nach außen wegen der gewünschten Haftung auf der Betoninnenseite.
Die Schalung habe ich zum Befüllen ca. 15 Grad schräggestellt und den Beton über die schräge Bitumenbahn in den 2cm Spalt fließen lassen. Genau diese Seite hat nun massive Lunker. Alle anderen sind perfekt - keine Lunker, keine Luftporen!
Das mit den Einfüllen über eine schräge Fläche habe ich bei einem Test mit 18x25x2cm (aber ohne Bitumenbahn) gemacht und hat sehr gut funktioniert. Es scheint mir, dass der dünn über die Schräge fließende Beton super schnell entlüftet. Am Ende der Einfüllung war kein Blubbern mehr zu sehen und das Teststück war auch sehr porenarm, Lunker gar keine.
Meine Vermutungen sind:
- Die besandete Bitumenbahn hat etwas Wasser gezogen, aber warum haben dann die anderen Seiten perfekt funktioniert? Es ist ja der gesamte Beton darüber geflossen, zudem sollte nach erfolgter Benetzung das Wasserziehen enden.
- Der enge Spalt lässt den Beton runterrollen und Luft einschließt (einrollt) Trotzdem erstaunlich, dass dann die anderen Seiten perfekt entlüftet haben. Vielleicht weil bei der Einfullschräge laufend von oben ein Beton-luftgemisch draufklatscht?
Evtl doch eine Spur mehr Wasser, so gegen 9,5 % und länger mischen?
Mit einem schmalen Stahlblech immer wieder etwas die Einfüllseite stochern?
Danke für jeden Hinweis von dir und jedem Forums—Mitglied!
LG Jakob




Hallo Jakob,
ja, Du kannst noch mehr Wasser nehmen. Theoretisch sind bis 10% erlaubt.
Sven
Hallo Jakob,
die Lunker da sind ziemlich sicher Luft, die Du beim Befüllen gleichsam eingeschlossen hast und die nicht mehr komplett nach oben entweichen konnte. Das selbige sich an dieser Fläche sammelt ist logisch, die Luft steigt ja im Mörtel nach oben und bleibt dann an der Wandung kleben. Die anderen Wände sind deswegen clean, weil der MobyDur zunächst auf den Boden der Schalung rutscht, sich von dort ausbreitet und dann keine Luft mehr “überstülpt” sondern diese in aller Ruhe verdrängt, und das blasenfrei. Wenn Du bei Deiner jetzigen Methode bleiben willst kannst Du abschließend nach Aufrichten der Form mit einem langen Stab die Luftblasen von der Wandung lösen, ob das noch vollständig gelingt müßte probiert werden. Ich würde etwas anders vorgehen: Ich würde die Form von vorherein aufrecht stehen lassen und mir eine kleine “Rutsche” bauen über die ich den Mörtel in den Spalt laufen lassen würde. Die Rutsche steht dann schräg zum Spalt analog zur schrägen Bitumenbahn, nur eben oberhalb der Form. Auf die Art läßt sich mit etwas Übung die Menge gut dosieren die der Spalt “verträgt”, der Mörtel läuft dann auf die immer selbe Stelle in der Form ohne unnötig Luft einzuschließen und der Mörtel steigt langsam und gleichmäßig in der Form die Wandungen hoch.
Zum Anmischen: Das ist aus der Entfernung nicht zu beurteilen, mir kommen die 6 Minuten aber ausgesprochen sportlich vor. Ich würde mit einer kleinen Menge mal ein Gefühl dafür entwickeln, wie sich der MobyDur über die Mischzeit “entwickelt” und wie er richtig angemischt fließt, dann kannst Du’s beim nächsten Lautsprecherguß beim Blick in den Mixer besser beaurteilen. Wenn Dir MobyDur auf Strecke nicht taugt für Dein Projekt, was ich bezweifle(!), würde ich ihn nicht mit mehr Wasser gefügig machen. Dann lieber auf einen gutmütigeren Mörtel umschwenken oder z.B. mit FLOWSTONE und etwas kleinteiligerer Körnung einen etwas geschmeidigeren Mörtel anmischen der etwas besser in den Spalt läuft.
Gruß und viel Glück
Martin
Hallo Sven, hallo Martin,
Danke für eure Unterstützung.
Ich werde den zweiten Versuch mit minimal mehr Wasser wegen dem evtl Saugen der Beschieferung und längerem Mischen machen.
Ich habe beim Befüllen tatsächlich oben ein zusätzliches schräges Brett gehabt mit dem Ziel den Beton schon vorzuentlüften und ihn leichter einbringen zu können - so wie du Martin das vorgeschlagen hast. Das Schrägstellen der gesamten Schalung sollte das Runterklatschen des Betons vermeiden, was offensichtlich nichts gebracht hat.und eher die eingeschlossene Luft an die Außenhaut transportiert hat.
Was hält ihr von senkrechter Schalung, aber einem 2cm dicken Vierkantstab den ich schräg in den Spalt stelle an dem der Beton etwas sanfter nach unten gleiten kann und den ich beim Befüllen langsam mit der jeweiligen Füllhöhe rausziehe? Zugleich könnte ich den Stab zum leichten Stochern nützen.
Oder seht ihr das Runterklatschen als problemlos an? Die Lunker sind auch bis ganz oben vorhanden, wo der Beton keine grosse Fallhöhe mehr hatte…
Danke auch noch für das Mutmachen, bei Mobydur zu bleiben. Ich habe das tatsächlich schon in Frage gestellt.
LG Jakob
Das “Runterklatschen” fände ich jetzt nicht soooo problematisch, zumal der Spalt ja recht schmal ist und sich da schnell ein “Engpass” durch langsam absinkenden Mörtel bilden wird .. don’t overthink. Um möglichst wenig Luft zu überstülpen solltest Du versuchen den Mörtel in die immergleiche Stelle des Spalts zu verfüllen, auch wenn das Ganze dadurch etwas länger dauert.
Als Alternative zum MobyDur könnte sich der neue FUNDO entpuppen, liest sich jetzt erstmal etwas gutmütiger, mal schauen wie “geschmeidig” er mit seiner etwas gröberen Körnung noch fließt, mein Probesack sollte heute auf die Reise gegangen sein. Ich berichte dann natürlich hier im Forum wie der mir gefällt.
Vielen Dank für die super Hinweise. Der Marfino ist gestern angekommen. Ich werde euch von den Reparaturversuchen berichten.
Danach geht’s an den zweiten Guss.
LG Jakob
Hallo Sven,
Ich habe an meinen Mobydur Teststücken gerade versucht die Luftporen (ca. 1 bis 3 mm) groß mit Marfino zuzuspachteln um ein Gefühl für Marfino zu bekommen. Die Mobydur-Platten sind gut angefeuchtet. Ich bekomme die Marfinomasse jedoch nicht in die Poren rein. Es entsteht immer eine Luftblase. Kannst mir die beste Vorgangsweise erklären?
Beste Grüße
Jakob
Hallo Jakob,
ein Patentrezept habe ich dafür auch nicht. Hast Du es mal mit einem Pinsel probiert?
Sven