Einfärben MobyDur in LavaSchwarz

Hallo liebe Beton-Freunde,
möchte für ein Sideboard 75KG MobyDur in möglichst tiefem Schwarz (LavaSchwarz) einfärben.
Für das Mischen werde ich einen Fallmischer verwenden (da dieser vorhanden ist), auch wenn ein Zwangsmischer einfacher wäre.
Laut Flowstone Anleitung wird lediglich die Zugabe von 40g Pigment / kg empfohlen. Der Grauton in dem .pdf ist für mich nicht ganz deutlich.
Hat sich schon jemand an mehr Pigment-Zugabe gewagt bzw. einen sehr dunklen “schwarz-ähnlichen” Endton erreichen können?
Sollte ich den weißen Moby-Dur oder lieber Direkt den grauen als Basis verwenden?
Grüße
Christian

Hallo Christian,

wenn Du ein richtiges Schwarz haben möchtest, dann kannst Du Rußpigmente anstelle von Eisenoxidpigmenten nehmen. Wir haben dafür im Shop das zementechte Flüssigpigment Typ PL83 pechschwarz. Es ist dann auch egal, ob Du mit grauem oder weißem Zement arbeitest.

Sven

Hallo Sven, vielen Dank! Das klingt gut :slight_smile:

Hallo,
ich würde gerne etwas mit Pigmenten und Mobydur experimentieren…
Gibt es Richtwerte für die Pigmentmengen und die daraus entstehenden Farben?
Ich hätte gerne verschiedene Anthrazit-Abstufungen, Schwarz, und Lehm- bis Kakao-Braun.
Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen.
Danke
Niko

Hallo Niko,

für MOBY DUR® weiß gibt es in meiner Werkanleitung Flowstone auf Seite 16 eine Farbtafel zur Groborientierung, die allerdings nicht ganz farbverbindlich ist. Die dort verwendeten Pigmentmengen gehen auch teilweise etwas über die empfohlene Maximaldosierung hinaus, aber nicht so weit, dass es wirklich kritisch wäre. Diese Tafel soll nur als Orientierungshilfe verstanden werden.

Grundsätzlich bekommst Du einen Braunton durch Mischung von Rot und Schwarz. Wenn Du Gelb und Schwarz mischst, dann bekomst Du einen Grünton, irgendwo zwischen Khaki und Oliv. Für alle Deine angestrebten Farbtöne solltest Du also mit Mischungen aus Zementechten Pigmenten Typ 722 schwarz, Zementechten Pigmenten Typ 130 rot und Zementechten Pigmenten Typ 920 gelb auskommen. Wenn das Ergebnis nicht dunkel genug sein sollte, kannst Du noch mit Zementechtem Flüssigpigment Typ PL83 pechschwarz nachhelfen.

Du musst bedenken, dass die letzendliche Farbwirkung nicht nur von der Pigmentfarbe- und menge abhängt, sondern auch sehr stark von den Randbedingungen wie z.B. Wassermenge, Material der Gussform, Trennmittel, Jahreszeit bzw. Luftfeuchte und Temperatur beim Gießen. Wenn Du also einmal einen Farbton gefunden hast, der Dir gefällt, dann müssen alle diese Parameter beibehalten werden, damit beim nächsten Mal wieder derselbe Farbton herauskommt.

Sven

Ich würde auch gern mit dem Flüssigpegment PL83 den Moby Dur pechschwarz einfärben.
Wie ist denn da das Mischungsverhältnis bzw. wie viel ml brauche ich pro kg MobyDur bzw. wie viel ml darf ich max. zugeben? Muss ich dann entsprechend den Wasseranteil reduzieren?

Danke und VG,
Dominik

Hallo Dominik,

bei MOBY DUR ist die empfohlene Höchstdosierung von Pigmenten 2%. Das gilt allerdings für Pulverpigmente. Flüssigpigmente bestehen ja auch noch zu einem gewissen Anteil aus Wasser, weshalb Du da auch etwas höher dosieren könntest, sagen wir bis 3 oder 4%. Es wird aber voraussichtlich gar nicht nötig sein, weil das Flüssigpigment Typ PL83 sehr farbstark ist. Wenn Du zu viel nimmst, dann kreiden die Pigmente später von der Betonoberfläche ab. Das im Flüssigpigment enthaltene Wasser solltest Du bei einem so sensiblen Beton wie diesem durchaus auch berücksichtigen. Du kannst grob davon ausgehen, dass etwa die Hälfte des Pigments aus Wasser besteht und die Anmachwassermenge entsprechend um diese Menge reduzieren.

Sven

Hallo Sven,

super - danke schon mal für deine hilfreiche Antwort :slight_smile:
Nur nochmal eine kleine Rechnung, ob ich das richtig verstanden habe.
Bei 10kg Moby Dur –> max. 0,95l Anmachwasser
Bei 3 Prozent Pigmentmenge/kg –> 0,3l der Pigmentflüssigkeit
davon sind 0,15l Wasser enthalten

–> Anmachwasser ohne Pigment = 0,8l
–> Anmachflüssigkeit komplett (mit Pigmentflüssigkeit) = 1,1l (das, was ich in den Mischer dann schlussendlich gebe)

Ist das so in etwa korrekt?

Danke und Viele Grüße,
Dominik

Hallo Dominik,

ja, das stimmt genau. Weil aber auch die Zugabe von Pigmenten schon den Wasserbedarf etwas erhöhen kann, geht man in der Praxis nicht immer nur stur nach den berechneten Mengen sondern danach, wie der Beton tatsächlich fließt. Dazu wird entweder im Betonlabor das sog. Ausbreitmaß ermittelt oder (meine Empfehlung an dieser Stelle) man entwickelt einen Blick dafür, wie der Beton sein muss. Es sollte wie Honig fließen, und nicht wie Suppe.

Sven

Hallo Sven,

super. Vielen vielen Dank für die hilfreichen Tipps… jetzt muss es nur noch was werden :smiley:

Dominik

Ein “Hallo” an alle Schwarzfärber :),
für mich ist das Lesen dieser Pläne und Berichte spannend, weil damit meine eigenen Entwürfe und Planungen viel Schwung bekommen … “Ach, DAS geht?” oder “Boah ey, was für Möglichkeiten” … was aber hier im Forum für meinen Geschmack viel zu kurz kommt, das sind Bilder, Bilder, Bilder …
bitte lasst doch sehen, was entstanden ist … das wär’ so schön :cool: