konkrete Inspirationsquelle
Ich erzähle gerne davon, weil ich mein Leben lang Gebrauchsgegenstände entwerfe und Spaß daran habe.
Unser Haus ist ordentlich gebaut, aber langweilig, aus den 70ger Jahren.
So sieht der Eingang aus (die Tür habe ich bereits umgestaltet)
Das möchte ich gerne etwas aufpeppen.
Die erste Idee war, ein Textildach vor’s Haus zu spannen,
in der Hoffnung, dass bei einer Stoff-Konstruktion niemand kommt und sagt: “Das ist baurechtlich nicht erlaubt”. Es wäre dann theoretisch leicht wieder entfernbar gewesen, ähnlich wie ein Bauwagen, die man ohne Genehmigung aufstellen darf, weil sie wegfahren können.
In unserem Ort sind die Leute auch nett und vermutlich würde sowieso niemand “das Ordnungsamt” rufen.
Aber aus verschiedenen Gründen - einer davon war meine Frau, ein anderer, dass diese Stoffe immer aus Kunststoff sind und wegen der Haltbarkeit auch sein sollten - wird daraus nichts.
Dann habe ich mir überlegt , lauter dunkelblaue Keramik-Röhren zu brennen, mit Tieren (hier aus der Gegend, also Eichhörnchen und Wildschweine) drauf modelliert. Die Röhren aufeinander zu stapeln und mit Beton auszugießen.
Die Idee hatte ihre Inspirationsquelle beim IshtarTor … und weil ich einen Keramik-Brennofen besitze.
Bei der Frage, ob sich Beton und Keramik vertragen, oder die Röhren gleich oder später platzen - bin ich bei Sven gelandet (der mir bestätigt hat, dass das technisch geht).
Jemand im Keramik-Forum hatte mir den Hinweis: “Moertelshop” gegeben … (der Tipp war gut)
Dann - weil Sven Beton so gut vermarktet - wollte ich einen Beton-Vorbau machen, ähnlich wie sowas hier:
Das ist für meinen Geschmack eine formschöne Idee (und kommt dem Textil-Dach wieder näher), aber es braucht Mut, das zu versuchen, weil sowas ja bisher nicht häufig gemacht wird und ich auch keinen Experten anstellen möchte, sondern es selber machen (vor Allem aus finanziellen Gründen).
Dann habe ich versucht, eine Lösung zu finden, die eine solche Form zulässt, aber aus Blech ist, weil zum Beispiel Kupfer ja schon sehr lange für Dächer benutzt wird und es viel Erfahrung damit gibt.
Da waren meine InspirationsQuellen die vergoldeten Kuppeln der Welt 
Momentan gefällt mir die Version, von der ich ein Modell (das Foto ganz oben) gebaut habe, am Besten, weil sie am billigsten ist und technisch sehr übersichtlich zu machen wäre.
Kein großes Gewicht, und eine Geometrie, die das Wasser an günstigen Stellen ablaufen lässt (ohne Dachrinne), gut mit Blech zu decken (die Rundung ist eindimensional, in einer Richtung bleibt die Form immer gerade) und in sich selbst ziemlich stabil. Die Form entsteht eigentlich “automatisch”, nur durch den Schnitt der 2 Flächen rechts und links und die Zusammenführung der beiden Teile am “First”.
Inzwischen habe ich gelernt dass (jedenfalls in Hessen) ein Vordach 1,50 Meter weit vorstehen darf, ohne dass es eine Baugenehmigung braucht.
So, das war jetzt die Gelegenheit, mal so richtig viele Bilder einzusetzen 
(dass hier unten noch kleine Bildchen dran “hängen”, ist keine Absicht. Technik eben :rolleyes:)



