Beschichtung Küchenarbeitsplatte

Hallo liebe Betonfreunde,

ich möchte, wie einige andere hier auch, eine Küchenarbeitsplatte aus Beton gießen.

Das ganze soll zusammen mit Granitsand, anderen farbigen Sanden, größeren Kieselsteinen und diverse dunklere Pigmente erfolgen. Diese möchte ich dann abschleifen, sodass dann ein Terrazzo-Look entsteht und diverse Farbübergänge durch die unterschiedlichen Pigmente entstehen.

Sehr wichtig, und leider noch offen ist die Frage der Beschichtung für mich.
Grundsätzlich würde ich die LFC Verkieselung bevorzugen.

Ich habe da allerdings 2 bedenken: zum einen das Lithium, welches nicht allzuviel in den Körper gelangen sollte und zum anderen benutze ich für die Platte einen neuen Hochleistungsbeton (https://syscompound.de/produktgruppen/ hier den Verguss – Compounds (SVi, SVi ready))

Von der LFC Verkieselung wird ja bei sehr dichten Betonen abgeraten und diesen Beton zeichnet eben seine extreme Verdichtung aus.

Lebensmittelechte Wachse oder Öle kommen für mich nicht in frage, weil diese die Haptik zu sehr beeinflussen (glaube ich zumindest)

Dann gibt es ja noch die variante mit der H10 Imprägnierung, aber da weiß ich auch noch nicht wie sehr sich das mit Lebensmittel verträgt.

Ich freue mich auf eure Erfahrungen und Ratschläge

Liebe Grüße aus Österreich
Leo

Hallo Leo,
zur Frage der “optimalen” Beschichtung gibt es hier schon einige Fundstellen im Forum. Letztendlich läuft es auf Verkieseln plus H10 hinaus.Optional noch Porenöl, aber da gibt es auch bestimmte Für und Wider. Prinzipiell wirst Du bei jedem Beton etwas machen müssen, damit die Oberfläche den Belastungen der Küchenarbeitsplatte Stand hält. Wachs alleine wird nicht funktionieren. Lebensmittel… Also mit Arsen würde ich meine Platte auch nicht beschichten. Ob nun eine Behandlung mit LFC und H10 gesundheitlich “bedenklich” ist… Ich würde mir da keine Sorgen machen. Als Schneidbrett ist die Platte ja eh nicht gedacht. Wann&wie oft&in welcher Intensität kommt denn hier ein Lebensmittel in Kontakt? Ich habe hier bei meiner Platte keine Bedenken.

Technisch würde ich das einfach einmal ausprobieren. HAbe ich auch gemacht. Kleine Musterplatten gießen, beschichten etc. Kann man auch gleich die Farbe, Trennmittel, Schalungsmaterial etc testen. Dann mit Flizgleiter für 3 Wochen neben den Herd, nix schonen, und dann mal anschauen…

Grüße
Till

Hallo Leo,

das mit dem Lithium finde ich sehr interessant, hast du dazu ein paar Links bzw. Quellenangaben zum Einlesen?

Grüße Dave

Hallo Leo,

ich habe mir gerade die pdf über Lithium durchgelesen. Das ist wieder mal ein Schritt weiter in Richtung Zukunft.:wink: Irgendwie wäre das auch vergleichbar mit der Nanotechnologie, die man heute auch in diversen Baumaterialien zum Beispiel im Fugenmörtel der Fliesen einsetzt, um sie gegen Schmutz unempfindlicher zu machen. Heute werden bei größeren Sanierungsarbeiten Schadstoffüberprüfungen durchgeführt, bevor man mit der Sanierung beginnt und sich alles in Staub auflöst. Was da immer wieder neues zu Tage kommt ist unglaublich. Gerade auch was Asbest angeht, so hat man ja lange nicht gewusst, worin das Zeug tatsächlich überall verbaut wurde. Mal sehen was Morgen ist. :wink:

Grüße Dave

Hallo Leo,

ja, die Standardmethode für Küchenarbeitsplatten ist erst eine Behandlung mit LFC Betonverkieselung und danach eine Behandlung mit H10 Betonimprägnierung .

Was Deine Bedenken bzgl. Lebensmittelechtheit angeht, so wäre zuerst mal zu sagen, dass LFC nicht auf Lihiumwasserglas sondern auf Kaliumwasserglas basiert. LFC wird auch für Trinkwassertanks aus Beton eingesetzt und ist völlig unbedenklich.

H10 ist ebenfalls unbedenklich , es gibt aber bisher noch kein entsprechendes Zertifikat.

Was die grundsätzliche Verträglichkeit von Wasserglas mit der von Dir beschriebenen extremen Superdichktigkeit Deines Betons angeht, so kann ich natürlich nicht viel dazu sagen, weil ich den Beton nicht kenne. Da würde ich einfach mal beim Hersteller nachfragen.

Sven