Hallo,
auf dem bereits öfter hier von mir erwähnten Balkon überlege ich, an einer Ecke eine “Skulptur” aus Beton hin zu stellen.
Hier sieht man ein Ton-Modell von dem, was ich mir vorstelle.
Die Drähte rechts und links deuten das eigentliche Geländer an (Die sind halb so dick wie sie sein müssten. Das Original wird ein 22er VA-Rohr.). Das Geländer wird 90 cm hoch sein (wie es Vorschrift ist).
Von der Grundplatte sieht man im Modell nur ein kleines Stück. Der Balkon ist viel größer. Dieser Aufbau hat “in Echt” eine Seitenkante von 50 cm.
Der Holz-Stab soll ein 3 Meter langes VA-Rohr werden, an dem ein Sonnensegel oder Ähnliches befestigt werden kann.
Das Ganze Ding sollte demnach schon stabil sein. Wie Beton eben 
Das Balkon-Eckstück, wo die Skulptur sitzen soll, wird neu gegossen. Daher kann ich aus der Bodenplatte gut eine Armierung nach oben rausstehen lassen, an der sich das Teil dann festhält.
Woran ich rätsele:
Baue ich das sinnvollerweise in Schichten auf, in die eine Carbon-Armierung kommt?
Dafür stelle ich mir den Formanbau am einfachsten vor: Beschichtetes Sperrholz als “Rückwand”, auf der der Beton dann “hinmodelliert” wird.
Oder würde das sinnvollerweise gegossen? … wenn, wie armiert man das dann?
Die Dicke stelle ich mir zwischen 3 und 10 cm vor. Das passe ich einem sinnvollen Maß an.
Für mich folgt die Form gerne der handwerklichen Zweckmäßigkeit.
Ohne dieses Forum wäre ich nie und nimmer auf die Idee gekommen, mir sowas auszudenken.
Allein das macht schon Freude.
Ob ich mich damit - als unerfahrener Betonist - übernehme?
Kann sein. Man wächst mit seinen Aufgaben.
jetzt fällt mir der Goldene Chillstein ein … den Film sehe ich mir gleich nochmal an 
Hallo Manohara,
ich weiss nicht ob mir das nur so geht, aber ich kann die Bilder deiner Ton Modelle nicht sehen.
Hallo Manohara,
ja, mit der Technik vom Goldstein-Video sollte das mit GRUMO® Grundmörtel weiß kein großes Problem sein. Anders als im Video würdest Du aber den Unterbau aus Rippenstreckmetall machen. Sieh Dir dazu mal die Hinweise in meinem Leitfaden GESTALTEN MIT BETON an. Den kann man im Moertelshop auch als kostenlosen DOWNLOAD finden.
Sven
“Rippenstreckmetall” - das klingt noch einfacher “in Form zu bringen” als meine Idee mit dem gebogenen Sperrholz. Vor Allem lässt sich der Beton da drauf sicher besser “hin-laminieren” als auf glattem Sperrholz, wo er sicher gerne ruterrutschen würde … UND es ist auch gleich eine Bewehrung. Klasse 
Danke für den GeDanke
Hallo Manohara,
dieser Entwurf sieht schon sehr gut aus, bin mal gespannt wie das in Groß aussieht.
Rippenstreckmetall ist der perfekte Putzträger, das aber freistehend in der Senkrechten zu verbauen wird nicht ganz so einfach. Soblad der Mörtel auf das Sreckmetall kommt, kann es sehr wackelig werden. Deswegen mein Tip: Schau dir doch bitte mal die Rabitzkonstruktion an. Nach Rabitz Methode werden zusätzlich 5-8mm Stahlstangen mit eingebracht die für mehr Stabilität sorgen. Damals hat man auf die Art und Weise Decken und Gewölbe konstruiert.
Grüße Dave
das klingt “vernünftig”, das Streckmetall nochmal ztu verstärken, damit es unter dem Gewicht nicht zusammenklappt. Ich wer’ dran denken.
Und: schön, dass es Dir gefällt. Bei solchen Entwürfen pendele ich oft zwischen Übertreiben und Vereinfachen. Die Formgebung soll Spaß machen, aber ohne zuviel zu sein. Übertreibungen sind auch oft spannend, aber wenn man sowas über Jahre “vor der Nase” hat, hat man es vielleicht irendwann “über”. Für eine Einschätzung helfen mir auch Anmerkungen von Leuten, die ich garnicht “kenne”. Danke dafür.
eine Frage, die ich grade “wälze”:
Es wäre für mich “praktisch”, wenn ich die Balkonecken unabhängig von ihrem späteren Aufstellort gestalten könnte. An der Balkon-Ecke selbst bräuchte ich ein Gerüst für die Außenseite und müsste sicher meinen Standdort häufig wechseln, um von innen und außen dran zu kommen.
Viel einfacher wäre es, die Ecke am Boden zu bauen und später an ihren Bestimmungsort zu verpflanzen.
Das bedeutet aber, dass die Verbindung: Balkon-Platte und die senkrechte Ecke im Nachhinein hergestellt werden muss.
Drei Enden Baustahl werden beim Laminieren in die Ecke eingesetzt so dass sie unten vorstehen. Die müssen dann in Bodenlöcher passen, die beim Aufsetzen mit einem “Klebematerial” gefüllt sind. Am Besten wäre es, wenn das dasselbe Material sein könnte, wie der Mörtel, der die Fuge zwischen Boden und Ecke füllen wird.
Das Aufsetzen wird möglicherweise für Körperkräfte zu schwer und muss mit einem Kran gemacht werden? Das sieht man, wenn das Teil fertig ist. Vielleicht lässt sich ja mit einem Hubwagen und Hebeln was machen. (das Gewicht vorher ausrechnen? … okay, das versuche ich noch
)
Was für mich neu ist ist - im “Goldstein-Film” wird das gezeigt - dass nacheinander einige Schichten unterschiedlicher Zement-Materialien - auch in dünnen Schichten - aufgetragen werden und sich offensichtlich gut miteinander verbinden.
Ich habe Sorge, dass die Verbindungen nicht wirklich stabil werden (weil ich das bisher so kenne) und gehe nach diesem Film davon aus, dass das nicht stimmt und man durchaus in unterschiedlichen Schritten vorgehen kann.
Also auch beim Befestigen einer solchen “Beton-Ecke” ?
Hallo Manohara,
so ein Pojekt hatte ich auch noch nicht, aber letztendlich sollte schon alles vernünftig miteinander verankert sein. Also nicht einfach nur so draufgeklebt. Bei den Gewichten die du auf deine Balkon Betonplatte befestigen willst, würde ich ersteinmal prüfen wie weit das möglich ist, das kann natürlich wieder nur ein Statiker.
Grüße Dave
Hallo Manohara,
ja, man kann in Schichten Betonieren, wenn man so vorgeht wie im Video. Also: jeweils nur dünne Schichten betonieren und den Untergrund vorher mit dem Edelputzkratzer aufrauen und mit Zementschlämme vorstreichen. Außerdem sollte man nicht zu wenig AR Glasfasermatte 120 g/m² nehmen, damit es später keine Risse gibt.
Das Verankern am Aufstellort ist allerdings eine andere Sache. Dafür nimmt man z.B. TURBO 20 Vergussmörtel schnell grau . Und natürlich Ankerbolzen oder durchgehend einbetonierte Eisen zwischen Boden und Objekt.
Sven