Aussenstufen beschichten

Hallo zusammen,

diese Blockstufen hätte ich gerne “in schön”. Wie man sieht, sind es unterschiedliche Materialien und die seitlichen Stufen haben teilweise Risse.
Die obere Stufe hat ca. 5 mm bis unter Türkante. Ich kann also keine Platten darauf legen.
Seht ihr eine Möglichkeit, da etwas zu machen die anders als “komplett neu” aussieht? Beschichten?
Oder nur die seitlichen Blöcke neu machen und dann einheitlich beschichten?
Gruß
Joe

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Hallo JoeDi,

Du könntest versuchen, die Oberfläche mit Plan B Industrieboden (hier das Anwendungsdatenblatt) zu beschichten, aber das würde am Ende gemurkst aussehen. Die Treppe besteht aus 5 einzelnen Blöcken, und die Fugen dazwischen müssten auf jeden Fall übernommen werden. Auf den horizontalen Flächen wäre es mit PLAN B einfach, an den vertikalen Flächen würde das Material allerdings herunterlaufen. Dort musst Du also entweder ein anderes Material (z.B. MARFINO) nehmen, was aber auch ein ganz anderes Aussehen hat, oder den PLAN B durch Zugabe von Stellmittel spachtelbar einstellen, was ebenfalls zu einer ganz anderen Oberflächenstruktur führt und im Nachgang noch durch Schleifen geglättet werden muss. Für alle Flächen MARFINO zu nehmen, ist auch keine Option, weil das für die Trittflächen und Kanten einer Treppe nicht robust genug ist. Du hättest in jedem Fall eine Menge Arbeit und ein Ergebnis, das nicht professionell aussieht. Einfacher und schneller ginge es wahrscheinlich, eine neue Treppe zu bauen.

Sven
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Rausstemmen und Treppe neu aufbauen war auch mein spontaner Gedanke wenn man die drei Stufen unbedingt einheitlich will. Wäre das meine Treppe würde ich aus ästethischen und ganz praktischen Erwägungen heraus allerdings anders vorgehen. Die oberste Stufe empfinde ich gleichsam als “Abschluss” der Hausebene und würde bei geschlossener Tür erwarten, dass sich die Anmutung dahinter fortsetzt. Eine Einheitlichkeit mit der Rampe aus den zwei anderen Stufe würde ich entsprechend nicht als zwingend ansehen und fände das vermutlich auch eher langweilig. Eine davon abweichende Lösung hat noch den besonderen Charme, dass die Renovierung mit simplen Platten und Blenden aus Beton und etwas Flexkleber zu bewerkstelligen ist, eine Ahnung der korrespondierenden Optik erhältst Du hier:

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Wenn dann noch die Fassade irgendwann typgerecht renoviert ist sieht das ganze sicher chic aus. Du könntet Dich Deiner Wunschlösung auch noch weiter annähern, indem Du Stirn- und Seitenflächen der oberen Stufe ebenfalls passend verblendest.

Stirn- und Seitenflächen der oberen Stufe verkleidet:
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weitergesponnen .. die Fassae schreit ja nach einem WDVS .. obwohl ich wohl versucht wäre im unteren Bereich wieder gemauertes abzubilden und keine Fassadenplatten zu nutzen ..

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Nabend zusammen.
Danke ganz herzlich für eure Gedanken und Vorschläge. Und besonders ein Danke für die Arbeit mit den Bildern! Ich bin zum Glück noch in der Findungsphase, deshalb kann ich da jetzt in Ruhe drüber nachdenken. Ob und wann für diese Hausseite ein WDVS kommt, ist noch lange nicht sicher. Die eine Hälfte ist das Treppenhaus, die andere ist unten Küche mit Innendämmung und oben kaum genutztes Büro. Das Haus ist ein verputztes Fachwerkhaus mit einem “Isolierputz” mit Gewebeeinlage. Das habe ich so übernommen, sonst sähe es anders aus. Der Sockel wurde gerade von mir freigelegt, er war absperrend mit gelben Fliesen beklebt. Das sah so aus, wie es gewirkt hat… Darunter hat sich die Feuchtigkeit gesammelt und das ist für diesen Stein, das sind die Fundamente, nicht so ganz prickelnd. Deshalb sieht das noch nach Baustelle aus. Ich musste im Herbst wetterbedingt aufhören und hatte bisher noch keine Lust, weiter zu machen. Derzeit zeichnet sich auch langsam ab, dass ich das Grundstück mit dem Pflaster, das jetzt noch der Stadt gehört, übernehmen kann. Dann könnte ich auch den Eingangsbereich anders gestalten. Dazu kommt, dass es sich um ein Sanierungsgebiet mit Vorschriften handelt.
Das alles will bedacht sein, aber das hässliche Treppchen könnte ich schon irgendwie in Angriff nehmen.
Derzeit hatte ich in der Überlegung, die seitlichen Stufen ganz wegzunehmen und mit Blümenkübeln zu ersetzen. Die Rohre sind da variabel.
Aber das Veto meiner Frau kam prompt. Da helfen natürlich die Bilder jetzt sehr.
Herzlichen Dank für eure Zeit und Hinweise!
Gruß
Joe

Hallo Joe.

Wenn ich schon wieder was von Fachwerkhaus mit Isolierputz und Innendämmung lese, wird mir schon wieder Unwohl.

Das erste was ich mache würde, wäre den Putz mit Gewebeeinlage entfernen. Oder erstmal nur ein Teilbereich um zu sehen ob hier etwas kaschiert wurde.
Als zweites würde ich die Innendämmung unter die Lupe nehmen. Wenn da kein Multipor auf Kalkzementputz verklebt wurde, dass wiederum mit einer diffusionsoffer Spachtelung versehen wird, würde ich handeln. Und zwar bevor die Pilze wachsen. Wäre es jetzt zum Beispiel so, dass es von Außen und von Innen dicht ist, so bildet sich bei kalten Tagen jede Menge Kondenswasser. Führt zu Schäden am Bauwerk und bei Holzbalken wäre ein Schwammbefall denkbar, der sich im ganzen Mauerwerk ausbreitet, der Schwamm Frist sich quasi in die Fugen vom Mauerwerk und zerstört das Holz. So ein Hausschwamm ernährt sich nur von Feuchtigkeit, wenn man ihn die Feuchtigkeit entzieht hört er auf zu wachsen. 100prozentige Entfernung ist glaube ich garnicht möglich.
Ich hatte mal so eine Sanierung im Fachwerkhaus mitgemacht. Das war ein richtiger Aufwand der sehr sehr viel Geld kostete Ich sollte eigentlich nur etwas reparieren, als ich eine Verkleidung abgenommen habe, viel mir der Schwamm ins Auge.:eek: Da kam Feuchtigkeit vom Dach und der Schwamm hat sich noch 2 Etagen tiefer ausgebreitet. Holzbalken mussten bis zum Befall gekürzt werden und mit Stahlträgern verlängert werden. Der Putz und Mauerwerk mussten von einer Spezialfirma dekontaminiert. Es darf ja kein Haar vom Schwamm zurückbleiben, sonst würde der bei Feuchtigkeit gleich wieder wachsen. Deswegen halte ich eine 100prozentige Entfernung für praktisch unmöglich.
Also sowas wünsche ich wirklich keinen.
Deswegen immer alles offen lassen und nicht mit irgendwelchen Isolierputzen oder Dämmplatten verkleiden. Von Innen kann man Holzbalken natürlich anputzen, aber immer mit Kalkzementputz oder alles was diffusionsoffen ist. Streichen auf Putz auch nur mit Silikatfarbe.
Es gibt auch Silkatspachtel wenn der Putz zu rauh ist.
Ich würde in so einem alten Haus auch nicht Tapezieren, also wenn möglich nur Spachteln und streichen.
Manche nehmen auch nur Kalk als Putz und Spachtel, der wird aber ohne Zement nicht richtig fest.

Nabend David,

ja, ich trickse hier schon seit 13 Jahren. Es gab Holzvertäfelungen an einer Aussenwand mit Ölfarbe gestrichen, dahinter feucht bis nass. Terrazzoboden mit Rissen, darunter lose auf Lehmboden verlegte dicke Kalksteinplatten (die jetzt im Garten vor sich hin verwittern), einen kleinen Keller mit Feuchtboden (und Grundwasser nach 30 cm. Und noch vieles mehr. Aber alles Vergangenheit.
Der Terrazzoboden musste leider raus, ich hätte ihn gerne erhalten. Aber die Platten drunter waren halt beweglich und so entstanden die Risse. Ich habe alles einen Meter ausgeschachtet und abgefahren. Dann Schaumglasschotter, verdichtet, darauf Folie und Beton. Nun liegen da Industriefliesen drauf. Alles ist trocken und robust. Gut für mich, die Katzen und meine Frau ist auch zufrieden.
Die Aussenwände sind noch nicht isoliert, ausser der angesprochenen Küchenwand. Da war die Schwelle durch und wurde von innen durch Beton ersetzt.
Ich hatte keine Lust, im Herbst/Winter die Aussenhaut zu öffnen. Dafür gab es ein neues Fundament von innen und darauf eine komplett neue Fachwerkwand, die dann mit den alten Balken verschraubt wurde. Dazwischen ist 5 cm Luft. So ist auch da alles trocken und die Statik stimmt.
Der Keller ist zwangsbelüftet. Das ist in Abhängigkeit von der Luftfeuchtigkeit gesteuert, damit keine Feuchtigkeit reingelüftet wird. Du kennst den Fehler, dass im Sommer alles gelüftet wird und dann alles feucht ist. So ist aber die Luftfeuchtkeit immer weiter runter gegangen. Ausserdem ist durch die nicht vermeidbare Abwärme von Heizungsgedöhns die Temperatur auch im Winter ausreichend. Der Keller hat aber auch nur gut 20 m². Die Deckenhöhen hier variieren auch. Von 1,78 m unter den Deckenbalken bis 2,40 m. Standardhöhe gibt es hier nicht. Alles gemütlich und rustikal. Mit Kalkputz und Mineralfarbe. Alles offen.
Übrigens waren Kalkfarbe und Kohleöfen damals gute Partner. Immer schön Co2 in der Luft, da freut sich der Kalk und wird schnell fest. :slight_smile:
Tapeten gibt es hier nur an zwei Innenwänden. Die sind aber schon von den Katzen in Angriff genommen worden. Ich warte noch, bis sie mit der Arbeit fertig sind.
Die 20-25 Jahre, die wir vielleicht noch haben, hält der Kasten jedenfalls noch. Und Kinder haben wir nicht. Wofür sollten wir uns da noch groß Gedanken machen? Ich will bis zur Rente alles so haben, dass ich keine all zu großen Baustellen mehr habe. Das reicht mir.
Geplant ist neben Dämmung der oberen Geschossdecke mit Steicoplatten nur die Dämmung einer Giebelwand. Die ist nach Westen ausgerichtet und bekommt dann gleich noch ein paar Solarmodule verpasst.
Alles andere ist im Fluss, im Planungsstadium oder abhängig von anderen Leuten. Alles nicht so einfach und viel zuviel, um hier das Forum zu füllen.
Und ja, ich bin Handwerker durch und durch. Auch ein bisschen Kunst darf es sein. Hach, so ein Leben ist einfach zu kurz um alles zu machen.
Schönen Abend noch!
Gruß
Joe