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Flecken unbekannten Ursprungs

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    Flecken unbekannten Ursprungs

    Moin liebes Beton-Forum,


    wir haben vor zwei Wochen unser Betontischprojekt gestartet und mit Hilfe der Produkte dieses Shops (Moby Dur) hat auch alles ganz hervorragend funktioniert. Bis jetzt.
    Wir haben die Platte nach zwei Tagen aus der Schalung gelöst und umgedreht (so dass die Oberseite unten liegt)
    Um die Platte später besser greifen zu können, haben wir sie auf drei Schalungskanthölzer mit Tüchern gelegt.
    Beim umdrehen der Platte nach etwa einer Woche haben wir bemerkt dass sich auf Höhe der Kanthölzer Flecken (siehe Bild) auf der Oberfläche des Tisches gebildet haben.
    Wir vermuten, dass die Kanthölzer noch Rückstände des Schalungsöls an sich hatten, welches über die Tücher dann in den Tisch eingezogen ist. Was dagegen spricht ist, dass auf den Hölzern beim Auflegen quasi kein Öl war.
    Weiterhin könnte es sich auch um die bereits auf der Rückseite aufgetragene Verkieselung oder Imprägnierung handeln, die eventuell an den Seiten heruntergelaufen ist und über die Tücher eingesaugt wurde.
    Den Fleck haben wir gestern nachmittag entdeckt, als wir die Oberseite verkieseln und imprägnieren wollten.
    Wir haben erst mal nichts gemacht, um abzuwarten wie der Fleck sich entwickelt sobald Luft dran kommt. Heute morgen war der Fleck leider unverändert.
    Wir sind ein wenig verzweifelt, weil unser Projekt jetzt etwas ins Wanken gerät.
    Wir haben bereits viel diskutiert, welche Schritte jetzt eingeleitet werden könnten - sind jedoch unschlüssig welche Optionen jetzt richtig wären. Wir wollen nicht zu voreilig handeln um nicht noch mehr zu verschlimmern.
    Wir dachten daran entweder:
    - mit Gallseife oder Lösungsmitteln das Öl aus der Platte saugen zu lassen
    - die Oberfläche etwas gröber zu schleifen
    - im schlimmsten Fall alles dem dunkleren Farbton anzugleichen

    Wir sind über alle Tipps sehr dankbar und würden uns freuen von euchKlicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: a96c42e5-7b72-439d-9698-6e67f2ddfc75.JPG Ansichten: 0 Größe: 55,2 KB ID: 3806 zu hören.

    Viele Grüße aus Berlin, Familie Kaden
    Zuletzt geändert von Kaden; 20.03.2021, 14:15.

    #2
    Hallo Familie Kaden,

    das sind keine Fettflecken, sondern einfach Flecken, die auf der Betonoberfläche durch Feuchteunterschiede entstehen, wenn der Beton noch ganz jung ist. Deshalb sollte man ihn am ersten Tag am besten nicht einmal mit bloßen Fingern anfassen und vor allem keinesfalls mit der Sichtseite auf Klötzchen o.ä. lagern. Die Flecken lassen sich voraussichtlich durch Polieren wieder entfernen.

    Sven

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      #3
      Vielen Dank für die schnelle Antwort. Sehe gerade, dass ich oben unser Procedere nicht ganz richtig beschrieben habe. Jetzt nochmal in richtiger Reihenfolge:
      Nach zwei Tagen bei 18 Grad und abgedeckt haben wir ausgeschalt und gewendet (auf eine ebene Fläche, Sahneseite nach oben, es sah mega gut aus). Dann eine Woche liegen lassen und schließlich zurückgedreht und auf die Hölzer gelegt um die Unterseite zu bearbeiten. Nach weiteren vier Tagen (gestern) wieder zurück auf die Unterseite. Da fielen uns dann die Flecken auf. Könnte es also noch Restfeuchtigkeit sein, die unter den Hölzern nicht abtrocknen konnte?
      Oder besteht die Möglichkeit dass es sich bei den Flecken eventuell um Silikonrückstände handelt, die durch das Gewicht der Platte irgendwie ausgetreten sind? Da wir ja die Schalungshölzer als Unterlage benutzt haben, und sich darauf ja auch eine Silikonnaht befand, wäre das die letzte Möglichkeit die uns einfällt. Auf dem Foto erkennt man auch den durchgehenden Strich, bei dem es sich um die Silikonnaht handelt, auf dem die Platte auflag.

      Zuletzt geändert von Kaden; 21.03.2021, 11:05.

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        #4
        Hallo Familie Kaden,

        wenn die Platte schon eine Woche alt war, bevor sie auf die Hölzer kam, dann ist das schon mal von Vorteil. Es kann entweder Feuchtigkeit sein, die an den Stellen nicht austreten konnte, oder tatsächlich Öl. In beiden Fällen ist damit zu rechnen, dass die Flecken mit der Zeit weitestgehend von allein verschwinden werden. Ich würde daher empfehlen, einfach mal abzuwarten.

        Sven

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          #5
          Hallo zusammen,

          ich habe ein ähnliches Problem. Ich habe die Betonplatte nach ca. 30 Std. ausgeschalt und ein großen runden Fleck und mehrere weiße Flecken. Bei den weißen Flecken vermute ich dass es Rückstände vom Knetsilikon (Molly Put) sind. Bei dem großen Flecken kann ich es nicht sagen. Was kann ich dagegen tun? Schleifen oder lackieren?

          Beste Grüße
          pla
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            #6
            Hallo Plan,

            ja, die weißen Flecken deuten auf eine verunreinigte Gussform hin. Vielleicht war es zu viel Trennmittel.

            Bei dem dunklen runden Fleck ist es aber noch etwas anderes. Besonders beim Guss dünner Platten kommt es zu dem Phänomen, dass sich ein glänzender Fleck umgeben von einer stumpferen Oberfläche zeigt. Der Grund liegt darin, dass der Beton beim Abbinden schwindet und sich dadurch die Platte nach oben wölbt. Somit liegt sie nicht mehr ganz auf dem Boden der Form auf, und es bildet sich ein Luftspalt zwischen Gussstück und Form. In diesem Spalt wachsen dann Calcitkristalle (Ausblühungen) aus dem frischen Beton heraus, die die Oberfläche stumpf erscheinen lassen, während dort, wo die Platte noch aufliegt, die Oberfläche glatt bzw. glänzend bleibt. Man kann dem entgegenwirken, indem man das Teil nach dem Guss sorgfältig abdeckt und ggf. zusätzlich einen Schwindreduzierer verwendet.

            Die Oberfläche lässt sich nachträglich durch Polieren mit der Maschine wieder vereinheitlichen. Als Hilfsmittel zum Polieren hat sich z.B. unser RASO bewährt.

            Sven

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              #7
              Hallo Sven,

              danke für die ausführliche Antwort!

              Ist für das Polieren zwingend ein Winkelschleifer notwendig oder lässt sich mittels RASO auch händisch polieren? Bieten Sie diesbezüglich Werkzeug in Ihrem Shop an?
              Oder welcher Aufsatz wäre für einen Exzenterschleifer der richtige?

              Danke & Viele Grüße
              plan

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                #8
                Hallo Plan,

                man nimmt zum Polieren normalerweise nicht einen Winkelschleifer, sondern einen Winkelpolierer. Der läuft langsamer. Es gibt keine feste Regel, wie Du es machen solltest. Auch ohne Maschine oder einfach mit einem 1000er bis 3000er Schleifpapier kann man schon ganz gute Ergebnisse erzielen. Probier es einfach mal aus.

                Sven

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                  #9
                  Hallo Sven,

                  mit einem 2000er Schleifpapier habe ich den Flecken ganz gut rausbekommen. Siehe Anhang kleine Platte.
                  Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: kleine-platte.jpg
Ansichten: 63
Größe: 29,3 KB
ID: 4806

                  Inzwischen habe ich mich an eine große Arbeitsplatte gewagt und leider das gleiche Problem bekommen:
                  Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: grosse-platte.jpg
Ansichten: 59
Größe: 17,8 KB
ID: 4808

                  Hätte ich nur auf Dich gehört und den Schwindreduzierer beigemischt... Jedenfalls bekomme ich aus der großen Platte den Flecken mit dem 2000er Schleifpapier händisch nicht raus. Nun überlege ich ob ich es mit einem Exzenterschleifer (den ich sowieso habe) und einem 1000er Schleifpapier versuchen soll oder mir doch ein Winkelschleifer besorgen muss... Wäre über weitere Tipps oder Ideen dankbar.

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                    #10
                    Hallo Plan,

                    ich denke, das ist ein lösbares Problem. Versuch es einfach mit etwas stärkeren Mitteln. Vielleicht hilft der Exzenterschleifer ja schon.

                    Sven

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