Hallo zusammen,
ich plane derzeit eine Küchenarbeitsplatte aus Moby Dur eingefärbt mit Flüssigpigment schwarz Typ PL 83.
Kann mir jemand sagen wieviel Pigment (ml, oder Gramm) ich pro kg Moby Dur verwende?
In der Beschreibung steht wohl, dass 8% Pigment auf des in der Mischung enthaltenen Zements maximal verwendet kann, jedoch finde ich keine Angabe über den Zementanteil in der Fertigmischung Moby Dur.
Vielen Dank vorab und einen schönen Abend!
Stefan
Hallo Stefan,
Bei MOBY DUR sollten nicht mehr als 20 g Pigment pro kg Trockenmörtel verwendet werden (siehe auch Produktbeschreibung im Shop). Das würde ich auch dann empfehlen, wenn es sich um das Flüssigpigment Typ PL83 pechschwarz handelt. Man kann zwar grob davon ausgehen, dass etwa die Hälfte des Flüssigpigments Wasser und nur der Rest wirklich Pigment ist, aber da es sich um ein sowieso sehr farbstarkes Rußpigment handelt, welches durch die flüssige Aufbereitungsform auch noch optimal dispergiert ist, ergibt sich auch mit dieser Menge schon eine farbliche Sättigung. Mehr Pigment würde also nichts mehr am Farbton ändern, dafür aber evtl. das Fließverhalten des Betons unnötig verschlechtern.
Sven
Hallo Sven,
alles klar - super!
Das heißt pro 25kg Sack MOBY DUR nehme ich 500g Flüssigpigment = 500ml.
Auf meine gesamte Arbeitsplatte benötige ich 250kg MOBY DUR und entsprechend 5l Flüssigpigment.
Vielen Dank und viele Grüße
Stefan
Hallo StefanJo,
ja, das klingt gut. Du solltest auch noch bedenken, dass von dem Flüssigpigment pro 25 kg Sack Trockenmörtel etwa 250 g Wasser der Mischung beigesteuert werden, die man in der Wasserbilanz berücksichtigen sollte, weil es bei diesem Beton eben sehr auf die genaue Einhaltung der Wassermenge ankommt. Wenn Du den MOBY DUR® grau verwendest, dann lautet die Empfehlung laut Sacketikett max. 9 % Wasserzugabe, also max. 2250 g Wasser pro 25 kg Sack. Durch das Flüssigpigment kommen jetzt zu den 2250 g noch einmal 250 g hinzu, was dann eigentlich schon zu viel bzw. genau an der Obergrenze des Toleranzbereichs ist. Also wäre es nicht schlecht, die Wassermenge entsprechend etwas zurückzunehmen. Auf der anderen Seite wirst Du aber auch feststellen, dass durch die Zugabe von Pigment der Wasseranspruch etwas ansteigt, will sagen, dass man mehr Wasser braucht, um ein gleich gutes Fließverhalten zu erzielen wie ohne Pigment. Genau an dieser Stelle kommt Dein Fingerspitzengefühl in Spiel.
Sven