Risse im standfesten Füllspachtel

Hallo Sven,
ich habe auf einer schrägen Wand eine Abdeckplatte mit standfestem Füllspachtel aufgespachtelt. Den Untergrund hatte ich zuvor mit Zementschlämme vorbehandelt. Bei der gespachtelten Platte haben sich jetzt Risse gebildet.
Im Außenbereich müsste ich diese sicherlich verfüllen, damit keine Feuchtigkeit eindrigt und ggf. Frostabplatzungen entstehen.
Den Beitrag mit dem Kleber zur Verfüllung habe ich schon gelesen. Macht das auch im Außenbereich (Regenseite/Westausrichtung) Sinn?
Wie kann man diese Risse vermeiden?
Danke und beste Grüße
Holger

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Hallo Holger,

ja, Du könntest auch hier die Risse zur Sanierung mit Sekundenkleber oder Epoxidharz füllen, und das wäre auch für den Außenbereich eine Lösung. Allerdings bleiben die Risse trotzdem sichtbar. Wenn Du es perfekt haben willst, dann müsstest Du darüber noch eine 1 mm dicke Spachtelung aus KLEMO® Marmorkleber machen, in die Du ein Panzergewebe einlegst, und darüber nach frühestens zwei Tagen eine abschließende Spachtelung aus MARFINO® CONCRETE SURFACE Microzement.

Vermeiden kannst Du die Risse nur mit einem schwindfreien Beton, wie z.B. BASIL® Bodenbeton oder Plan B Industrieboden .

Sven

Hallo Sven,
danke für die Antwort. Ich werde die Risse zunächst mit Epoxidharz füllen und dann mit KLEMO® Marmorkleber und Panzergewebe überziehen. Kann ich dort dann auch Plan B Industrieboden auftragen, wenn es mir nicht glatt genug ist?

Plan B ist als selbstverlaufend zu einer glatten Oberfläche beschrieben, wobei auch ein Gefälle möglich ist. Wie muss Plan B für ein Gefälle eingestellt sein?

Ich habe auch noch den Fußboden von meiner Dachterrasse zu bearbeiten. Ein Teil davon (20 m²) ist überdacht. Im Bereich der Überdachung muss ich eine Höhe von 8 bis 18 cm entsprechend dem Untergrundgefälle in einem ALU-Balkenrahmen von der Überdachung ausgleichen. Von Osten und Süden kann auch immer etwas Feuchtigkeit unter das Dach auf den Boden gelangen, so dass ich die Wasserableitung im Auge behalten muss. Das Gefälle werde ich noch mal mit INTOPLAN® ST Standfeste Füllmasse und Gewebe ausgleichen um eindringende Feuchtigkeit ableiten zu können. Macht es Sinn, dass tiefere Stellen nochmals mit Styrodur (wegen der Gewichtseinsparung) angehoben werden und kann ich darauf eine schwimmende Betonplatte betonieren? Kann ich diese zunächst mit BVB 08/15 Vergussbeton und Panzergewebe (oder womit sonst) gießen und nachfolgend BASIL® Bodenbeton oder Plan B Industrieboden mit leichtem Gefälle zum Rand, der dann den Abfluss von Wasser ermöglichen muss, auftragen oder gibt es eine bessere Möglichkeit einen schwimmenden Boden mit darunterliegender Feuchtigkeitsableitung und geringem Gewicht herzustellen?

Ich könnte mir auch vorstellen, als unteren Ausgleich eine grobkörnige Mischung aus Perlite oder ähnlichem einzubringen und dann immer kleinkörniger nach oben mit INTOPAKT DM Drainagemörtel zu arbeiten und darauf den Fußboden mit leichtem Gefälle zum Rand zu gießen.

Nun habe ich bei der restlichen unüberdachten Terrassenfläche (knapp 50 m²) - da kannte ich den Moertelshop noch nicht - bereits auf den vorhanden Untergrund, bestehend aus Styrodurdämmung + Schweißbahnen, eine standfesten Außenspachtel (Ardex A46) aufgebracht, da die alte Holzbalkenpergola Unebenheiten verursacht hatte. Der nachfolgende Schwimmbadspachtel hat jedenfalls nicht gehalten und nun werde ich alles nochmal nacharbeiten müssen. Also alte, gerissene Beschichtung entfernen und ein neues Gefälle spachteln. Ist da INTOPLAN® ST Standfeste Füllmasse mit Gewebe die richtige Wahl? Nach oben in den Fotos gezeigten Rissen in der schrägen Mauer habe ich da jetzt meine Zweifel?
Besten Dank und übrigens finde ich die Einrichtung dieses Forums richtig toll!
Beste Grüße, Holger

Hallo Holger,

das sind eine Menge Fragen auf einmal.

Ertsmal zum Plan B : Wenn man ihn auf eine schräge Fläche aufstreicht, dann läuft er natürlich herunter, aber es bleibt trotzdem eine etwa 2 mm dicke Schicht übrig. Um auf 4 mm zu kommen, kann man das am nächsten Tag wiederholen, weil sich dieser Beton sehr gut zum sog. Aufbetonieren eignet, was sonst üblicherweise mit normalem Beton wegen der Schwindung ein Problem ist.

Un nun zu der Terrasse: Hier fällt es mir schwer, eine Empfehlung zu geben, weil ich die gesamte bauliche Situation nicht kenne. Da spielen viele Einflüsse eine Rolle, und Schäden kann es selbst mit dem perfektesten Beton geben, wenn er nicht bestimmungsgemäß eingesetzt wird. Du kannst natürlich mit einem Drainagemörtel für eine Entwässerung sorgen, mit einem Leichtzuschlag das Gewicht reduzieren und mit einer außentauglichen Bodenbeschichtungsmasse eine begehbare Fläche herstellen, aber welche Kombination jeweils im konkreten Fall die richtige ist, kann wirklich nur ein Bausachverständiger vor Ort beurteilen.

Sven

Hallo Holger,

ich habe Deine Frage auch an den Hersteller INTOPLAN weitergegeben und von dort noch folgende Aussage erhalten, die Dir vielleicht weiterhilft:

Zitat Intoplan:

Eine Terrasse sollte überall gleich gebaut werden.
Nicht unterscheiden, ob überdacht oder nicht.
Wasser kann auch unter ein Dach gelangen.
Beiliegend haben wir einen Flyer der einiges erklärt (HIER DER LINK ZUM FLYER).
Die untere und obere Abdichtung ist dabei sehr entscheidend.
Ein vermischen von Bauweisen in einer Fläche ist nicht Vorteilhaft.

wenn Du den besagten Flyer beachtest, dann sollten spätere Probleme ausgeschlossen sein.

Sven