OutdoorKüche - Arbeitsplatten und Seitenteile aus Fundo

Hallo liebe Betonexperten,

ich möchte euch gerne hier mein Outdoor-Küchen Projekt vorstellen und hoffe ihr könnt mir ein wenig Feedback zu meinem Vorhaben geben ob das so funktioniert, oder Tipps geben was ich optimieren kann.

Generell möchte ich nicht nur die Arbeitsplatten aus Beton gießen, sondern auch ein Seitenteile. Die Arbeitsplatte wird vollflächg auf Korpussen aus Siebdruckplatten aufliegen und wird geschützt/überdacht stehen, allenfalls an den Seiten wird sie bei Wind Regen/Schnee abbekommen.
Habe zur Veranschaulichung ein 3d-Modell der Küche angehängt, mit den Betonteilen in grau eingefärbt, + Draufsicht mit den Maßen der beiden Arbeitsplatten und der “niedrigeren” Platte für den Grill.

Folgende Gedanken:

  • Alles aus Fundo gießen - farblich was wir hier im Forum gesehen haben ist es das was wir uns in etwa vorstellen
  • Plattenstärke 3,5cm und Bewehrung aus Basaltfasergewebe und -Stäbe
  • Doppelquirl von Stier zum mischen verwenden, Drehzahl steuerbar und mit gegenläufigen Quirls angeblich eine Art Zwangsmischung - hat das evtl schon wer getestet? STIER Doppel Rührwerk RW240 Nennleistung: 1800 W Mörtel uvm Mörtelrühr
  • Gegossen wird in der geschlossenen Garage in der ersten Oktoberwoche die kleinen Seitenteile und die 900 x 880 “Grill-Stand-Platte”(der rechte Teil im 3d Modell), im Frühjahr das linke Seitenteil mit den beiden großen Arbeitsplatten.

Fragen:

  1. Wie verhindere ich das Schüsseln? Wie kann ich das weitestgehend verhindern oder passt das mit den Temperaturen im Oktober in der Garage, Fundo und 3,5cm Plattenstärke?
    Abdecken mit Folie oder mit derselben beschichteten Spanplatte die auch für die Gußform verwendet wird?
  2. Die rechte Arbeitsplatte (175cm x 110 ) ist relativ “kompliziert” mit der Diagonalen und den vielen Ecken. Evtl hier lieber die zwei große in drei kleinere Platten aufteilen? Eine mit der Spüle, eine mit dem Gasgrill-Ausschnitt(der Steg hinter dem Ausschnitt ist 25-30cm) und eine mit der Diagonalen.

Wichtig wäre mir das Schüsseln zu vermeiden damit die Seitenteile auch gerade stehen. Die Unterseite der Arbeitsplatten könnte ich anschleifen, nur bei den Seitenteilen wäre bei der Unterseite/Innenseite ein paar wenige cm noch sichtbar.

Freue mich auf Feedback und nach Fertigstellung kann ich gerne auch Bilder liefern.

Viele Grüße,
Stefan

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Hallo Stefan,

der Rührer ist für den Zweck geeignet. Gegen das Schüsseln solltest Du mit einer Folie abdecken und evtl. auch noch ECLIPSE® FLOOR Schwindreduzierer verwednen. Allerdings ist bei 3,5 cm Plattenbdicke das Schüsseln ohnehin nicht sehr ausgeprägt. Wenn es beim Gießen zu kalt ist, dauert es länger bis zur Entformung, was ein anderes Oberflächenbild als im Sommer ergibt. Ideal wäre es, alle Platten zur gleichen Jahreszeit zu gießen. Die rechte Arbeitsplatte würde ich aus einem Stück machen. Da gibt es eigentlich keine großen Herausforderungen. Kritischer ist eher die Seite mit dem Ausschnitt. Der Platzahlter dafür muss so nachgiebig sein, dass er die Schwindung des Betons nicht behindert, also z.B. aus weichem Styropor. Sonst kann es beim Abbinden zu Spannungsrissen kommen. Aber das hast Du wahrscheinlich sowieso schon auf dem Schirm, denn scheinbar hast Du Dich ja bereits gut eingelesen.

Sven

Hallo Sven,

vielen Dank fürs Feedback. Hätte dazu noch ein paar weitere Fragen.
Bei dem Schwindreduzierer heißt es 5-20g pro kg Zement. Das wären dann ja grob 125ml - 500ml pro 25kg Zement, was eine relative große Spannweite ist. Wieviel nimmt man da jetzt beim Fundo, da ich ja nicht genau weiß wieviel Zementanteil in einem Sack ist?
Und rechnet man den Schwindreduzierer beim Anmachwasser mit ein?

Bzgl, der Jahreszeit würd ich es “riskieren”. Möchte Temperatur und Feuchtigkeit messen und im Frühjahr dann bei ähnlichen Verhältnisse den Rest gießen. Die Garage ist jetzt zwar kein temperierter Innenraum aber doch stabiler als außerhalb.
Liegt auch daran dass ich dann den Winter über alle Korpusse passgenau bauen kann.

Bzgl. Oberflächenbehandlung:
Ich hab noch offene Gebinde an LFC und H10, 1-2 Mal benutzt und stehen seitdem im Keller seit 1,5 Jahren. Wie ist da die Lagerfähigkeit, wenn die einmal geöffnet wurde?

Hallo Stefan,

ich würde es mal mit 5 g ECLIPSE® FLOOR Schwindreduzierer auf 1 kg FUNDO Vergussbeton hochfest probieren. Die Lagerfähigkeit von LFC ist quasi unbegrenzt. Beim H10 bildet sich ein Bodensatz, wenn es überlagert ist. Das sollte aber auch nach 1,5 Jahren eigentlich noch nicht der Fall sein.

Sven

Ich habe ein Marmorbecken auf Steinen als Outdoorküche und an die Wand mit Sichtbeton. Auch wenn überdacht wir das Möbel heftig belastet, Bei der Länge der Arbeitsplatte würde ich mit optischen Rissen rechen, je nach Frost in der Region. Vllt besser schwimmend lagern auf den Korpussen.

Hallo Rüdiger John,

wenn ich es richtig sehe, hat Dein Text nicht direkt mit diesem Beitrag zu tun. Deshalb wäre es nett, wenn Du dafür ein neues Thema starten könntest. Ich tue mich ehrlich gesagt auch etwas schwer, mit dem Telegrammstil, in dem Du schreibst. Jetzt habe ich das mehrmals gelesen und immer noch kein klares Bild von dem Problem, das es hier zu lösen gibt. Ich kann auch eigentlich gar keine Frage erkennen. In solchen Fällen suche ich dann immer zuerst nach dem Fragezeichen im Text, aber ich kann keins finden. Schreib in Deinem neuen Thema/Beitrag doch bitte noch etwas detaillierter, worum es geht und was Deine Frage ist, und füge idealerweise auch ein Foto hinzu. Hier ist der Knopf für das neue Thema:

Sven

So kleiner Erfahrungsbericht von meinen Betonelementen mit dem Fundo Vergussbeton.

Vorneweg, ich bin sehr zufrieden mit den Oberflächen, fast perfekt, nur ein paar kleine braune Punkte… evtl. Erdkrümmel?

Nachdem die Temperaturen doch in den einstelligen Bereich absinken nachts in meiner Garage, hab ich mir die Mühe gemacht und einen kleinen innenliegenden Raum in der Garage ausgeräumt und soweit vorbereitet. Den kann ich mit einem kleiner Heizlüfter auf gut 20° leicht hochheizen.

Mit Mollyput die Kanten präpariert. Sobald man es raus hat geht das wunderbar und auch schnell von der Hand.
Plopp als Formtrennmittel hat auch bestens funktioniert, die Elemente wären fast von alleine aus der Form gefallen.

Hab das Ganze in drei Durchgänge aufgeteilt, zwischen jedem Durchgang Behälter sauber gemacht und alles schön abgewogen.
Bei jedem Durchgang hatte ich aber nie die empfohlene Menge an Wasser (3l auf 25kg Fundo) und mal flüssiger mal fester - an der Sichtfläche sieht man keinen Unterschied - nur die Rückseite wird “glatter” je näher man an der empfohlenen Menge liegt. Leider hab ich davon kein Bild.

Anbei ein paar Bilder :slight_smile:

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Hallo Stefan,

das sieht wirklich perfekt aus. Also bist Du unter der auf dem Sack angegebenen Wassermenge geblieben, wenn ich es richtig verstehe. Das ist natürlich immer erlaubt. Der FUNDO ist in dieser Hinsicht auch nicht so empfindlich.

Sven

Hallo Sven,

ja genau, ich bin bei jedem Guss immer unter der angegebenen Wassermenge geblieben.

Kommende Tage werd ich auf der Rückseite der Platten die Unebenheiten und die Kanten ein wenig abschleifen und dann geht’s an die Oberflächenbehandlung.

Hallo zusammen,

die Arbeitsplatten haben wir gestern gegossen und heute ausgeschalt. Die erste Platte ist wieder sehr schön geworden, nur leider das zweite (linke) Plattenteil nicht. Vielleicht weiß jemand Rat ob die Plattenoberfläche noch zu “retten” ist.
Ansich ist die Platte vollkommen in Ordnung, Aussparung Spüle, Led Leiste hat alles schön geklappt, nur ein Teil der Oberfläche kreidet/sandet und am Schalungsdeckel selbst “klebt” noch leicht Zement oder ähnliches das man abputzen kann.

Im Bild sieht man in der linken oberen Ecke eine schöne Oberfläche, aber der restliche Großteil der Platte (ca 50%) hat diese vielen kleinen weißen Punkte, zum Teil ein wenig löchrig.

Kann die Ursache sein, dass wir die Beton-Reste von der ersten Platte, nachdem die voll war mit mit neuem Beton angemacht haben und in die zweite Schalung gekippt haben? Wobei die Reste nicht länger als 30 Minuten standen und neu aufgerührt wurden. Aber es würde zu dem Teil der Platte passen der zuerst befüllt wurde…

Die Optik würde mich jetzt weniger stören, meine Sorge wäre eher dass das alles löchrig wird in nächster Zeit. Verfestigt sich das noch oder kann man das verfestigen?

Neu gießen wäre auch nicht so der Aufwand… falls wirklich die große Schalungsform sollte ich nochmal benutzen können, nur die Umrandung neu machen. Fundosäcke aus der Oktobercharge und aus der jetzigen wäre auch noch übrig.

Viele grüße,
Stefan

Hallo Stefan,

ich tue mich echt schwer, auf Deinem Bild irgendeinen Makel zu entdecken. Aber wenn Du sagst, es sandet ab, dann könnte das an der Gussform liegen. Aus welchem Material besteht sie? Das Untermischen der Reste ist nach 30 Minuten noch nicht so kritisch.

Sven

Die Gussform war bei allen Platten bisher immer eine Melaminbeschichtete Spanplatte, mit Plopp als Trennmittel.
Hat auch wunderbar geklappt, nur bei dieser einen Platte bei der Hälfte der Fläche die Oberfläche des Betons nicht so glatt wie normal sondern fühlt sich rau an. Wenn man über die Schalungsplatte streicht an den entsprechenden Stellen dann bekommt man weiße Hände.

Evtl erkennt man das in dem Bild besser. Im oberen Teil perfekt Oberfläche und nach unten hin, weiße Flecken und kleine Lunker

Hallo Stefan,

wenn ein Teil des Zementsteins (= erstarrter Zementleim ohne die Körnung) an der Schalung haften bleibt, dann bedeutet das, dass er beim Entformen noch nicht ausreichend erhärtet war. Das kann dann folgende Ursachen haben:

  1. Es ist zu kalt, und der Zement erhärtet deshalb zu langsam.
  2. Die Entformung war einfach zu früh.
  3. Es ist ein Kontaktverzögerer (z.B. Zucker) im Spiel, der den Zement nicht richtig abbinden lässt. Ein solcher Kontaktverzögerer kann unabsichtlich als Verunreinigung auf der Schalung haften, oder in einem falschen Trennmittel enthalten sein, oder schon im Schalungsmaterial stecken. Das ist z.B. bei den weiß beschichteten HDF-Schrankrückwänden der Fall.

Sven

Hallo Sven,
danke für deine Überlegungen.

Meine Rahmenbedingungen:

Temperaturen waren zwischen 28° und 14° Nachts. Samstag 10 Uhr bis So. 16 Uhr, also 30h bis zum Ausschalen.

Schalungsform besteht komplett aus:
https://www.bauhaus.info/zuschnittplatten/spanplatte-nach-mass/p/14491914
Ausschnitt Spüle aus Styropor (siehe Bild) - zum bündig Einlassen der Spüle habe ich eine HDF Platte verwendet:
https://www.bauhaus.info/zuschnittplatten/hartfaserplatte-nach-mass/p/14512109

Alle Übergangen zwischen den Platten und auch der HDF Platte habe ich mit Molly-Put “abgedichtet”.

Kann so ein Kontaktverzögerer in der Melaminharz Beschichtung der weißen Spanplatte stecken? Das würde dann aber heißen wenn ich jetzt nochmal gieße, das ich dann das Erscheinungsbild wieder bekommen würde bzw. länger bis zum Ausschalen warten müsste.

Ich überlege jetzt entweder nochmal neu zu gießen oder von der jetzigen Platte die Lunker spachteln (mit was? Fundo sieben und verdünnt einmassieren?) und polieren mit Körnung 320?

Verfestigt LFC die Oberfläche wieder?

Danke für die Hilfe,
Stefan

Hallo Stefan,

die HDF Platte ist definitiv ein Treffer. Die darfst Du auf keinen Fall einbauen.

Sven

Oh schade, die war schön passend für die 3mm Stärke der Spüle um diese bündig einzulassen.

Was würde sich da anbieten als Ersatz?
Auf die Schnelle hätte ich folgendes gefunden in passender Stärke: Kunstglas, Hobbyglas(Polystrol) oder Polycarbonat?

Hallo Stefan,

das klingt alles problemlos. Alle drei Materialien sollten funktionieren. Hast Du mal geprüft, ob die fehlerhaften Stellen im Beton da entstanden sind, wo die HDF Platte war?

Sven

Die fehlerhaften Stellen würde ich jetzt nicht auf die HDF Platte zurück führen.
Die Platte wurde in zwei Schritten gegossen und dort wo der erste Mengenanteil gelandet ist hat die Oberfläche viele Mini Lunker und diese weiße Flecken.

Die HDF Platte war mit der glatten Folienseite zum Beton hin, die Rückwandseite auf die Schalung geklebt und die Ränder abgedichtet. Ich hab darauf geachtet dass das offene Holz keine Feuchtigkeit zieht, aber man kann trotzdem eine Verfärbung an einer Stelle sehen weil die Folie der HDF Platte dem Beton nicht stand gehalten hat.

Ich versuch die Tage mal ein wenig Fundo zu sieben und mit Wasser und schleifstaub einen Fein Mörtel anzumischen und die lunker zu spachteln.
So schlägt es Claude und Co vor die Plattenoberfläche zu retten.

Ein Versuch schadet nicht, andernfalls kann ich immer noch nochmal neu gießen, wenn ich die Schalungsplatte von dem Film am Zementleim sauber bekomme.

Evtl hat da jemand einen Tip um Schalungen zu säubern?

Hallo Stefan,

leiderr werde ich nicht schlau aus Deinen Angaben. Mich hätte interessieret, ob Du mal die Betonoberfläche an exakt der Stelle inspiziert hast, wo der Beton Kontakt mit der weißen Seite der HDF-Platte gehabt hat. Ist aber auch nicht so wichtig. Zementsteinreste kannst Du mit Säure entfernen.

Sven

Hallo Sven,

ja hier nochmal das Bild mit dem markiertem Bereich, wo die HDF Platte aufgeklebt war. Nur dieser abgesetzte Rand hatte Kontakt mit dem Beton.
Die Platte ist nur dazu da um die Spüle bündig zu bekommen. Auf der HDF Platte wurde der Stryropor Verdränger geklebt.

Die Stirnseite der HDF Platte (rechte Seite der Markierung) wurde mit Mollyput versiegelt.
Am oberen Rand der Markierung kann man eine gelbe Verfärbung erkennen, hier hat die weiße Beschichtung der Platte nicht stand gehalten bzw. wohl über die Stirnseite Feuchtigkeit gezogen.