Materialauswahl Lebensgroße Figuren

Guten Morgen,

wir haben rel. wenig Erfahrung mit dem Material Beton zum Gestalten von Figuren.
Unser Ziel ist 2022 einige Lebensgroße bemalte Figuren aufzustellen.
(Jubiläum Karneval)
Die Figuren sollen später einen Standort in einem Landschaftspark bekommen.

Derzeit haben wir allerdings mehr Erfahrung im Bereich Pappmarche`. Welche Bauart läßt sich am einfachsten übertragen ?

Welche Bauart/Material ist der Favorit unter diesen Umständen ?

Grundgestell:

  1. Styropor ?
  2. Baustahl/Streckmetall ?

Beton:

  1. Wutz
  2. Grumo/Bums/Püppi usw. ?

Vielen Dank für einen Tipp,

Hallo Manteou,

wenn es ähnlich wie Pappmache sein soll, dann wäre mein Vorschlag, dass Ihr die Körper möglichst nahe an der endgültigen Kontur aus Styropor schnitzt und dann mit drei bis fünf Lagen in CEM-FLUP®-22 Fließzement getränkter Baumwollgaze überzieht. Feinheiten können dann nach der Erhärtung noch mit PLASTY FIX® Knetbeton aufmodelliert werden. In meinem Leitfaden Gestalten mit Beton findet Ihr noch zahlreiche weitere Tipps rund um das gestalterische Arbeiten mit Beton. Man kann das Dokument im Moertelshop auch als kostenlosen Download herunterladen.

Sven

Hallo Sven,

vielen Dank für die schnelle Antwort.
Den Leitfaden kenne ich, allerdings gibt es wohl viele Wege zum Ziel.

Wir werden deinen Ratschlag befolgen und das mal ausprobieren.
Wenn das Muster fertig ist, mit Kieselsäure behandeln und dann mit den Acryfarben aus deinem Shop bemalen ?

Guten Rutsch und erfolgreiches neues Jahr,

Manteou

Hallo!
Vielen Dank schon mal für die Mail und den Tipp, mich ans Forum zu wenden.

Ich beschreibe mein Projekt nochmal:

Mein Plan ist es 4 lebensgroße Figuren zu gestalten, die im September für 3 Wochen im öffentlichen Raum ausgestellt werden. Die Form des Körpers habe ich vom „Original“ abgenommen, indem ich Frischhaltefolie um den Körper gewickelt und auf die Folie mehrere Schichten Klebeband geklebt habe. Diese entstandene Hülle wird dann aufgeschnitten, die Person schlüpft heraus und anschließend wird der Schnitt wieder zugeklebt. So erhält man relativ leicht und schnell einen proportionalen Körper. Mein Plan war, diesen (ausgestopft mit Zeitungspapier) mit Hasendraht zu ummanteln, mit Armierungseisen zu verstärken und dann mit Beton zu modellieren. Ich habe auf diese Weise (ohne Eisen) einen Probearm hergestellt, der schon sehr schwer geworden ist. Ich befürchte, dass die ganze Figur an die 200kg wiegen wird, was definitiv zu schwer ist. Zudem gehen die Proportionen aufgrund der dicken Schicht verloren - die Finger sehen nach denen von Mickey Mouse aus…
Der Tipp, die Figur mit CEM-FLUP und Baumwollgaze einzukleiden gefällt mir gut. Mir stellt sich da nur die Frage:

Sieht man nach dem Belegen der getränkten Gaze nicht die Struktur des Hasendrahts hindurch?

Wenn ja, kann ich sie durch eine dünne Schicht Modelliermörtel kaschieren, ohne wieder zu dick zu arbeiten?

Wenn ich mit FLUP und Gaze arbeite, brauche ich dann noch eine Bewehrung durch Armierungseisen?

Ist es dann vielleicht Sinnvoll die Figuren mit Bauschaum auszuspritzen, anstatt sie mit Zeitung auszustopfen, um mehr Halt herzustellen?

Oder ist es sinnvoll, mit Glasfasern zu verstärken?

Ich freue mich über Erfahrungsberichte und Tipps!

Viele Grüße
Prisca Merz

Hallo Prisca.

Ich möchte mir gar nicht vorstellen wie lange diese Person da eingewickelt wird.:D:eek:

Ich habe noch nicht soviel praktische Erfahrung mit dem Aufbau von Skulpturen aber mir erscheint ein Aufbau vom Gestell aus Metall, ein Kern aus Styropor und eine Lage aus Kaninchendraht oder Streckmetall mit Draht umwickelt einfacher und genauer.
So wie beim Modellieren mit Ton, kannst du die Bereiche Stück für Stück herausarbeiten und aufbauen. Zum Schluss kommen die Details. Wichtig wäre immer die ganze Figur gleichzeitig zu bearbeiten. Also von der Silhouette zum Menschen. Wenn dabei auch noch Emotionen rüberkommen, hast du es geschafft.
Plastisches Gestalten ist schon eine hohe Kunst, zumindest dann wenn man es Ernst nimmt.
Ich mag auch abstrakte Darstellungen, aber selbst da sieht man natürlich ob es gekonnt ist oder eben nicht.
Einen Beutel mit Beton füllen bringt leider keine überzeugende Arbeit. Genauso wenig, wie einen Handschuh oder was den Leuten sonst noch so einfällt, mit Beton zu füllen.

Hallo Prisca,

wenn Du vier oder fünf Lagen Gaze einplanst, dann brauchst Du keine sonstige Bewehrung mehr.

Sven

Sehr geehter Herr Backstein,

ich schreibe hier zum ersten Mal in Forum, deswegen diese formelle Anrede.

Für einen KaB-Auftrag soll ich ein Wandrelief auf Basis von Weißzement in der Dimension von ca. 6m Höhe und bis zu 3,25 Breite realisieren.
Da die Installation erst nach Fertigstellung des Fußbodens erfolgen kann, wird diese in ca. 1,0 - 1,5m hohen Segmenten hergestellt werden.
Die Tragfähigkeit soll durch eine Armierung nach Berechnung des Statikers erfolgen und darauf eine UK aus Strechmetall/Maschendraht angebracht werden.
Erfahrungsgemäß würde ich eine beschleunige erste Schicht Weißbeton mit ca. 10% Rapizem oder CaroWhite am Zementanteil beidseitig auf diese tragende Konstruktion aufbringen, Schichtdicke ca. 3,5 cm gem. der gültigen Richtlinien.
Darauf würde ich dann die eigentlichen Modellierschichten aufbringen.

Und hierzu meine Fragen:

Bisherige Erfahrung:
Ich hatte, gem. Ihren Angaben zu UHPC bei Metakaolin, im Verhältnis 2,5kg Metakaolin ÷ 25kg Weißzement (umgerechnet auf 1VE MK÷2,5VE WZ) auf ca. 40 kg Marrmorsand/-mehl verarbeitet und das Anmischwasser möglichst gering gehalten, gerade so, dass nach langem Rühren eine quarkige Masse entstand (Standfestigkeit bis 5cm ohne Rütteln).
Jedoch zeigte sich, dass bei den feineren Oberschichten (0,1-0,0mm Schichtdicke und dabei nur Korngröße des Marmorsandes bis 0,5mm verwendet) hier sich Schrumpfungsrisse auftaten und die Haftung auf den unteren Schichten nicht optimal waren und damit eine Neigung zu Abplatzungen bestand.

Können Sie mir eine Rezeptur nennen, die alle meine Bedürfnisse erfüllt:

  • quarkige Konsistenz (zum Modellieren)
  • Verarbeitungszeit min. 30 mim
  • Abbindezeit (Frühfestigkeit) für folgende Schichten und ggfs. Korrekturen, max. 2 Std.

Gibt es anstatt dessen fertige Mischungen, die diese Anforderungen erfüllen, und welche sind diese?

Und wie muss die Oberflächenfeuchtigkeit für folgende Schichten sein:

  • nass (stehendes Wasser?
  • feucht (stumpfmatte feuchte Oberfäche)? oder
  • geht auch trocken und nachträglich befeuchtet?

Über eine zeitnahe Hilfestellung würde ich mich freuen.
Danke vorraus.

Gruß Aurel Rückner​

Hallo Aurel Rückner​,

willkommen im Forum. Da Deine Fragen eigentlich nichts mit dem Beitrag zu tun haben, in die Du sie hier eingebracht hast, wäre es gut gewesen, wenn Du stattdessen einen eigenen neuen Beitrag erstellt hättest, am besten im Bereich Betonrezepturen.

Hier nochmal kurz die Anleitung :

Um im Forum eine Frage zu stellen, muss man zuerst als neues Mitglied registriert und eingeloggt sein. Danach muss man auf den Reiter BERATUNG klicken, dort das Thema auswählen, zu dem man eine Frage stellen will, und dann die Frage stellen.

Um im Forum ein Bild hochzuladen, muss man auf das Foto-Icon über dem Textfeld klicken. Dann öffnet sich ein Fenster namens “Bildeigenschaften”. Dort wählt man den Reiter “Hochladen” und dann klickt man auf die Taste “Dateien auswählen”. Dann wählt man die gewünschte Datei aus und klickt als Nächstes auf die Taste “Zum Server senden” und danach noch auf OK. Das Bild sollte am besten jpg-Format haben.

Jetzt zu Deinen Fragen:

Eine Rezeptur zu entwickeln, ist leider eine viel komplexere Aufgabe, als dass man das hier mit ein paar Hinweisen erledigen könnte. Dafür braucht es Erfahrung und eine Menge an Versuchen. Deshalb würde ich Dir eher die Verwendung einer Fertigmischung empfehlen. Sieh Dir dazu mal LAMBO Laminierbeton und INTOPLAN ST an.

Falls Du das Thema noch vertiefen möchtest, wäre es, wie gesagt, schön, wenn Du dazu einen eigenen Beitrag aufmachen könntest , wie oben beschrieben.

Sven
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