Luftlöcher Betonplatte Moby Dur

Hallo zusammen,

ich habe mit Moby Dur eine kleine Betonplatte für unser Gäste-WC machen wollen. Die Masse hat für mich nach dem Mischen gut ausgesehen, Luftbläschen haben sich gebildet.

Leider haben sich viele kleine Luftlöcher auf der eigentlich glatten Fläche gebildet. Was könnte der Grund dafür sein? Zu wenig gerührt?
Beim Mischvorgang hatte ich noch Polypropylen Fasern hinzugegeben. Diese sind nach dem Trocken auf der Oberfläche sichtbar. Ich tendiere dazu die Fasern das nächste mal wegzulassen. Oder sind diese zwingen erforderlich?

Beste Grüße

Hallo plan,

Kurzfasern sind bei MOBY DUR in so gut wie jedem Fall schädlich und in so gut wie keinem Fall nützlich. Das gilt erst recht für Fasern aus Polypropylen oder einem anderen Kunststoff. Kurzfasern verschlechtern die Fließfähigkeit und sorgen so für unnötig viele Poren im Beton, speziell auch an den Oberflächen. Im Gegenzug dafür, dass man diesen Nachteil in Kauf nimmt, erhält man praktisch keinerlei Vorteile bei der Festigkeit. Selbst wenn man Stahlfasern nimmt, verbessert sich lediglich die Druckfestigkeit, nicht aber die Zugfestigkeit, auf die man es ja im Regelfall mit dieser Maßnahme abgesehen hat. Der einzige Fall, in dem die Verwendung von Kurzfasern sinnvoll sein kann, ist zur Verhinderung des Aufschwimmens von Textilbewehrungen im flüssigen Beton. Dazu kann man aber alternativ auch einfach eine Lage AR Glasfasermatte 120 g/m² mit einlegen, wie von Dave in diesem Beitrag vorgeschlagen. Ich würde Dir empfehlen, mal die Werkanleitung Flowstone durchzulesen. Da ist eigentlich alles genauestens beschrieben, was man wissen muss, um mit einem Flowstone-Beton (also z.B. auch mit MOBY DUR) gute Ergebnisse zu erzielen.

Sven

Hallo Sven,

danke für die schnelle Antwort. Ich werde ein weiteres Probestück anfertigen und die speziell die Mischzeit beachten.

Hallo,

als Oberflächenbehandlung hatte ich H10 Betonimprägnierung angedacht. Ich habe irgendwo im Forum gelesen dass dies für eine Küchenarbeitsplatte ausreichend ist und kein zusätzliches Öl zu empfehlen ist.

Deswegen wollte ich sicherheitshalber nochmals nachfragen ob H10 für die Arbeitsplatte einer Außenküche ausreichend ist!?

Beste Grüße
plan

Hallo plan,

die perfekte Oberflächenbehandlung für Beton (unsichtbar und dabei mit 100%igem Fleckenschutz) ist leider noch nicht erfunden. Von einer Beschichtung (Acryl, Epoxid, Polyurethan) ist bei glatten Flächen abzuraten, weil sie mit der Zeit verkratzt und dabei unansehnlich wird. Es besteht die Gefahr, dass durch die Kratzer hindurch die Beschichtung von Wasser oder Fett unterlaufen wird. Daher kommen nur eine Verkieselung und/oder eine Imprägnierung in Frage. Man sollte sich generell nur für Beton entscheiden, wenn man es dem Material zugesteht, mit der Zeit eine gewisse Patina anzunehmen.

Meine Empfehlung für Deine Oberfläche wäre eine Behandlung mit LFC Betonverkieselung (Achtung: nur so viel auftragen, wie innerhalb weniger Minuten einzieht und keine Pfützen stehen lassen) und darüber nach einem Tag eine weitere Behandlung mit H10 Betonimprägnierung. In unserer Vergleichtabelle Endbehandlungen für Beton sind alle unsere Produkte gegenübergestellt.

Sven

Hallo Sven,

danke für die Info. Die Beschreibung von LFC Betinverkieseleung verwirrt mich in diesem Zusammenhang allerdings:

… Dyckerhoff Flowstone®, wie auch unseren MOBY DUR®, ist LFC allerdings nur eingeschränkt zu empfehlen, da in solche von sich aus schon sehr dichten Betone vergleichsweise wenig LFC eindringen und im Gefüge wasserunlöslich gebunden werden kann. Für diese Anwendungen empfehlen wir alternativ zu LFC unsere H10 Imprägnierung…

Ich tendiere deswegen nur zur Imprägnierung mittels H10.

Viele Grüße

Hallo plan,

ja, der Text steht da, weil es bei zu viel LFC zu weißen Schleiern auf der Oberfläche kommen kann. Deshalb sollte man, falls man es benutzt, nur so viel auftragen, wie innerhalb weniger Minuten einzieht und keine Pfützen stehen lassen. Dann gibt es aber auch keine Probleme.

Sven