Kombination von verschiedenen Arbeitstechniken und Länge der Arbeitspausen

Als ich vor ca. drei Jahren die Lern-DVD zum Betonkugelbau in Glasfaserbetonlaminiertechnik gekauft und angesehen habe, habe ich mir voller Eifer vorgenommen, für meinen Garten, einen Shpinx-Kopf um einen Styroporkern mit eben dieser Laminiertechnik zu modellieren. Nachdem ich die ersten drei Schichten mit kurzen nächtlichen Trockenpausen, wie im Kugelvideo angegeben war, relativ zügig hintereinander aufgebracht hatte, wurde mir doch schnell bewußt, daß ich allein mit dieser Laminiertechnik nicht die von mir gewünschten Feinheiten der Gesichtszüge und Schriftzeichen ausarbeiten kann. Deshalb kam dieses Projekt erst mal zum Erliegen.
Aus Zeitmangel wurde dieses Projekt auch die letzten Jahre nicht mehr weiter verfolgt.
Jetzt würde ich nach 3 Jahren doch gerne das gute Stück vollenden und hätte dazu zwei Fragen an den Fachmann:

  1. Kann ich auch nach rund drei Jahren Stillstand an meiner begonnenen Skulptur weiterarbeiten ohne zu befürchten, daß die neuen Schichten keine dauerhafte Verbindung mit den alten Schichten eingehen und muß die neu aufgetragene Schicht eine Mindestdicke haben um nicht nach einiger Zeit wieder abzublättern bzw. abzufallen?
    Rau ist die Oberfläche der alten letzten Schicht zumindest und ich würde auch die von Ihnen empfohlene Zementschlemme als Voranstrich vor dem Weiterarbeiten verwenden.
  2. Kann ich auf der groben Laminierbetonschicht zur Feinbearbeitung des Gesichtes mit Modelierbeton weiterarbeiten?

Hallo Rudi,

ja, das ist gar kein Problem. Das Werkstück kann auch ruhig schon ein paar Jahre alt sein, wenn es weitergehen soll. Wichtig ist nur die Zementschlämme. Und natürlich muss der Untergrund rau sein. Aber das ist er ja hier. Wenn man ca. 20 Minuten bevor es losgehen soll das Werkstück mit der Gießkanne nass macht und dann abtropfen lässt, hat die Oberfläche auch die richtige Feuchtigkeit, damit die Zementschlämme nicht gleich beim Auftragen zu sehr antrocknet.

Zum Ausarbeiten und Aufmodellieren von Details würde ich jetzt mit MOMO® Modelliermörtel weiterarbeietn, nachdem der Untergrund ja aus
GRUMO® Grundmörtel hergestellt wurede. Wenn es sehr feine Details sein sollen, kann man auch hier und da PLASTY FIX® Knetbeton nehmen.

Was die Mindestschichtdicke angeht, so sollte man beim Laminieren größerer Flächen mit GRUMO etwa 1 bis max. 2 cm anstreben. Eine zu dünne Schicht könnte zu schnell austrocknen und dann absanden. Eine zu dicke Schicht könnte Risse bekommen. Auf das Modellieren der Details mit MOMO lässt sich das natürlich nicht übertragen. Hier liegt die Schichtdicke so zwischen 0 und ca. 5 cm, weil man ja etwas formen will.

Sven

Vielen Dank für die Info! Freut mich riesig, daß ich weitermachen kann