Ich bin gerade dabei die Sanierung unseres Hauseingangspodestes inklusive Eingangssituation zu planen. Bei der Treppe handelt es sich um eine massive Betontreppe mit einem Seitenausläufer an der linken Seite, welche zuvor mit Granitplatten in einer Stärken von 3 cm für Trittstufen und -platten sowie 2 cm für Setzstufen belegt war. Des weiteren hat das Podest ein massives Betonvordach wo uns rechts eine Seitenwand fehlt. Das Geländer sollte durch eine Brüstung ersetzt werden.
Wir würden gerne alles (Treppe, Seitenwand, Brüstung und Sockel) in Betonoptik/Sichtbeton haben so dass es wie eine Einheit aussieht. So habe ich mit meiner Frau eine Zeichnung der „Wunschausführung“ erstellt (zum besseren Verständnis habe ich diese und zwei Bilder eingestellt).
Da ich vorher nur Stahlbeton kannte wurde diese Ausführung wieder relative schnell wegen der benötigten Wandstärken zu Abdeckung der Stähle und dem daraus hohem resultierendem Gewicht verworfen. Aber alle möglichen Alternativen mit Fassadenplatten usw. entsprachen nicht unseren Vorstellungen. Also zurück zur Ausgangssituation und nach Möglichkeiten suchen, um Wandstärken und Gewicht zu reduzieren. Und dabei bin ich auf diese Seite aufmerksam geworden, die ich sehr interessant finde. Glückwunsch!
Nun meine Fragen zu ein paar Produkten, mit denen ich mir die Ausführung vorstellen könnte: [LIST=1]
Seitenwand, Brüstung und Sockel würde ich gerne mit mit GOGOLIT INDUSTRIAL Leichtbeton ausführen. Kann dieser mit Typ 55, Carbonfasertextil als Bewehrung kombiniert werden? Dann konnte ich die Wandstärke von Seitenwand und Brüstung auf 7 cm reduzieren.
Wie ist das Schwundverhalten von GOGOLIT INDUSTRIAL Leichtbeton? Da ich dieses Material auf die bestehende Betontreppe aufbringen würde könnten hierdurch Risse entstehen, welches ich vermeiden möchte.
Wird Typ 55, Carbonfasertextil als Matten oder gerollt geliefert?
Die Treppen und das Podest würd ich gerne mit PLAN B Industrieboden ausführen. Ich habe allerdings Schichtdicken von 20 bis 55 mm. In der Produktbeschreibung sind Schichtdicken von 5 bis 50 mm erwähnt, im Anwendungsdatenblatt aber nur von 1 bis 30 mm. Würde dieses trotzdem funktionieren oder gibt es Alternativprodukte, welche nicht schwinden und ein Gefälle verwirklicht werden kann?
Welche Bewehrung sollte man für PLAN B Industrieboden benutzen? Ich würde hier auch Typ 55, Carbonfasertextil wählen.
Sollten die Treppen nach Fertigstellung noch Beschichtet werden? Wenn ja, welches Produkt bietet sich hierfür an?
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Ich würde mich auch über weitere Anregungen oder Ideen freuen.
Ich selber habe den Plan b noch nicht verarbeitet. Kommt aber noch. Nur wenn dieser Beton selbstverlaufend ist, dürfte es schwierig werden ein Gefälle einzubauen. Mit den unterschiedliichen Schichtdicken könnte man vielleicht einen Klebemörtel vorweg aufbringen. Mal schaun was Sven sagt
Gestalterisch gesehen gefällt mir die Vorstellung deiner Brüstung, die später vor deinen Fenster steht, nicht ganz so toll. Laut deiner Zeichnung würde sie bis zum Ende der Treppenstufen laufen, und bis zum Boden stehen und sie hätte wahrscheinlich die selbe höhe wie das Geländer und wäre Eckig. Das ganze würde eine einheitliche Wand werden. Man könnte ja jetzt überlegen was noch möglich wäre, um das ganze ein wenig leichter werden zu lassen.
Ich denke da zum Beispiel an eine kleine Aussparung . Man könnte auch etwas in die Schalung mit einbringen. Vielleicht ist in der Aussparung auch etwas eingebaut. Es gibt viele Möglichkeiten.
Ja, Du kannst GOGOLIT® Industrial Leichtbeton mit Typ 55 Carbonfasertextil, 149 g/m² kombinieren. Ich würde hier aber eher MOBY DUR® empfehlen, weil der eine sehr viel höhere Festigkeit hat, was bei dünnen Wänden von Vorteil ist. Es ist hier ja wahrscheinlich nicht so wichtig, Gewicht zu sparen.
Die Schwindung ist bei GOGOLIT® Industrial und MOBY DUR® gleichermaßen ein Problem beim sogenannten Aufbetonieren, also wenn man auf einen vorhandenen Beton noch einmal frischen Beton aufbringt. Es kommt hier zwangsläufig zu Spannungen und in der Folge zu Rissen und Ablösungen. Da müsstest Du schon eine schwindfreien Beton nehmen, um sicher Risse zu vermeiden, was diese beiden aber nicht sind. Um das Problem zu umgehen, wäre es besser, die Teile erst irgendwo zu gießen und dann vor Ort einzubauen.
Plan B Industrieboden ist hier sicher eine gute Wahl. Man kann damit auch dickere Schichten gießen, aber dann kommt es irgendwann zu dem Problem, dass die Luftblasen, die aus dem Beton aufsteigen nicht mehr alle an der Oberfläche zerplatzen können, bevor der Beton fest wird, und so hat man dann ein paar Fehlstellen in der Oberfläche. Da ist es dann besser, in mehreren Etappen zu gießen und die letzte Schicht nur max. 1 cm dick zu machen. PLAN B ist ja im Gegensatz zu normalem Beton sehr gut zum Aufbetonieren geeignet und verbindet sich auch mit sich selbst sehr gut und dauerhaft.
Auf eine Bewehrung würde ich hier ganz verzichten. Es liegen ja keine ernsthaften Lasten an.
erstmal vielen Dank für die Antworten. Die „rechteckige Wand“ ist bewusst so geplant, da wir keine abfallenden Verläufe wollen. Ich weiß, es sieht etwas ungewohnt aus, aber wir haben überall nur rechteckige Formen am Haus, und je länger wir uns mit dem Design beschäftigt haben, je besser fanden wir es.
Zu den Baustoffen, dass mit dem Aufbetonieren und Schwinden ist echt ein Problem. Die Elemente zu betonieren und dann einzubauen wäre eventuell eine Möglichkeit, dann habe ich nur das Problem mit den Wand- und Deckenanschlüssen.
Ich habe mal die Daten der Baustoffe verglichen. Moby Dur und Plan B haben eine ähnliche Dichte, Plan B hat eine geringer Druckfestigkeit als Moby Dur aber weit höher als Gogolit. Nun stellt sich für mich die Frage, ob man nicht Plan B für die Wand benutzen könnte, um die Schwindung auszuschließen. Wäre soetwas möglich?