Große Küchenarbeitsplatte aus Beton

Hallo Forum, Hallo Sven!

Bald werde ich meine vierte Betonarbeitsplatte herstellen. Leider ist es in diesem Fall kein neues Projekt, sondern ich werde die erste Platte nocheinmal neu machen; die erste hat einfach zuviele Fehler und Risse - deswegen diese Entscheidung…

…die Platte ist ca. 3,8 m lang und 65cm breit. Material Vito forte!

Da ich mehrere Sacke Beton dafür brauche, stelle ich mir erneut die Frage nach dem konkreten Vorgehen, denn ich möchte diesmal die sichtbare Schichtbildung an den Stirnseitenflächen vermeiden, die durch das zeitversetzte Einfüllen der nacheinander angemischten Betonsäcke entstanden sind.

In videos zu betonplatten werden oft kleine Platten gemacht, deren Form mit einmal eingießen gefüllt werden können. Das ist einfach. Wenn man aber 3 oder 4 Säcke für die Platte braucht ist das schwieriger.

Hatte den Eindruck, dass trotz zügigem konzentriertem Arbeiten und Vorbereitung (vorab nötige Wassermenge pro Sack in Kübel und Beton schon aus Sack in den Mischkübel leeren) die Oberfläche des ersten eingegossenen Sackes schon etwas angezogen hatte, als ich den zweiten Sack in die Form gegossen habe usw.

Allerdings habe ich auch etwas weniger als 4 Liter genommen, weil mir der Betones mit 4 Liter Wasser zu flüssig erschien…vielleicht ist das schon das einzige Problem gewesen…aber auf der anderen Seite hat der Vito Forte auch mit den angeratenen 4 Litern pro Sack eine relativ kurze Verarbeitungszeit.

Jetzt frage ich mich/euch, wie man das besser macht?

Könnte mir folgendes als Teile der Lösung vorstellen

  • Die 3 oder 4 Säcke direkt nacheinander in Kübeln mit Rührwerk anmischen und dann alle direkt nacheinander in die Form gießen.
  • Mit der Wassermenge arbeiten: Vito Forte laut Anleitung 4 Liter pro Sack. Dann vielleicht erster Sack 4,15 L, zweiter Sacker 4,1 Liter, dritter Sack 4,05 Liter, vierter Sack 4,0 Liter. Die Idee hier: das Anziehen der Masse zu verzögern, denn man muss ja schon ca. 6 Minuten pro Kübel fürs Anrühren rechnen.
  • Diese beiden Ansätze gar kombinieren.

Bin gespannt auf eure Rückmeldungen und vielen Dank schon mal!

Roland

Hallo Roland,

für so eine große Platte ist VITO FORTE eigentlich nicht gedacht, sondern eher für kleinere Objekte. Du würdest schon viel Stress einsparen, wenn Du auf FUNDO Vergussbeton hochfest wechseln würdest. Hast du das schon mal erwogen?

Sven

Hallo Sven,

danke für die Antwort!

Wundert mich jetzt ein bisschen, dein Vorschlag mit dem Fundo Beton, denn als du mich damals für dieses Küchenplattenprojekt zum ersten Mal beraten hast, hast du mir nämlich explizit den Vito Forte empfohlen…kannst du mir das vielleicht irgendwie erklären?

Und könntest du mir bitte auch Antworten schicken auf meine Frage zur Vorgehensweise?

Vielen Dank schon mal,

Roland

Hallo Roland,

wahrscheinlich haben wir das mal irgendwann am Telefon besprochen, was nicht so gut ist, weil man hinteher nicht mehr nachlesen kann. Aber bei den Dimensionen, die Du nennest, kommst Du mit 3 bis 4 Säcken nur aus, wenn die Platte extrem dünn ist. Und das dürfte auch der Grund dafür sein, dass ich Dir VITO FORTE vorgeschlagen habe, weil der unter unseren Fertigmischungen die höchste Festigkeit hat. Das ist auch nicht verkehrt, nur musst Du eben zügig arbeiten, wie Du ja schon geschrieben hast. Bei der Wassermenge zu variieren, würde ich nicht empfehlen. Alle Portionen sollten so gleich wie möglich sein. Wenn Du aber von Anfang an durchgehend 4,1 Liter anstatt 4 Liter nimmst, ist das immer noch im grünen Bereich, und Du hast eine längere Verarbeitungszeit. Du solltets das mit einem Helfer zusammen machen, der Sack für Sack immer weiter anmischt, während Du immer weiter einfüllst. Dann kannst Du alles ganz kurz hintereinander gießen und vermeidest, dass sich die Schüttlagen am Rand abzeichnen.

Wenn Du ein Foto von der Platte posten möchtest, die nichts geworden ist, kann ich gern versuchen, noch weitere Tipps zu geben, wie man es vielleicht noch besser machen könnte.

Sven