Endbehandlung Arbeitsplatte im Außenbereich

Hallo,

ich habe für eine Outdoor-Spüle in unserem Schrebergarten eine Arbeitsplatte aus Fließestrich gegossen.

Auf der Suche nach einer passenden Behandlung zur (möglichst) dauerhaften Beständigkeit im Außenbereich suche ich an dieser Stelle nach Rat.

Gemäß KI habe ich einen entscheidenden Fehler gemacht und einen Calciumsulfatestrichmörtel verwendet (Knauf FE 50 LARGO).
Für dein dauerhaften Einsatz im Außenbereich scheinbar nicht wirklich geeignet.

Ich möchte die Platte nach Möglichkeit gegen Staunässe (Gefälle ist eingebaut), vor Frostgefahr und UV-Strahlung schützen. Ob die Platte mit der Zeit farbliche Spuren durch Flecken o.ä. davon trägt, ist mir egal.

Wäre gemäß der Tabelle eine Kombination aus H10 und LFC Verkieselung eine sinnvolle Option?

Die KI schlägt eine Imprägnierung mit H10 und anschließender Behandlung mit CAPOSIL vor. 2-3 Lagen CAPOSIL sollen noch widerstandsfähiger machen.

Kurze Infos: Plattenmaße: 1,95m x 0,90m, ca. 2,5cm stark, mit GFK Fasern und Textilgewebe bewährt.

Vielen Dank im Voraus!

Gruß Benni

Hallo Benni,
alle Details kann ich Dir nicht beantworten, aber Caposil auf H10 funktioniert meines Wissens überhaupt nicht. Hält nicht… mit LFC darunter kannst Du arbeiten, geht aber an sich auch ohne.
VG Till

Hallo Till,

danke für die schnelle Antwort!

verstehe ich das richtig, dass erst die Verkieselung angewandt würde und danach imprägniert?

Macht ansonsten eine 2K-Beschichtung Sinn?

Gruß Benni

Hallo Benni,

wenn Du zuerst die LFC Betonverkieselung und dann CAPOSIL Betonlack anwendest​, kann das Ergebnis fleckig wirken. Der Grund ist, dass CAPOSIL stark farbtonvertiefend ist. Da, wo es in den Beton eindringen kann, färbt es also den Beton dunkler. Wenn Du Vorher LFC angewendet hast, dann ist das Eindringen nicht mehr überall gleich gut möglich, was dazu führt, dass nicht alles einheitlich hell oder dunkel ist, sondern eben nur teils teils. Das sieht dann fleckig aus.

Eine Kombination aus H10 und CAPOSIL macht eigentlich überhaupt keinen Sinn.

Sieh Dir auch mal diesen Beitrag an.

Sven

Hallo Benni,

wie du schon erwähnt hast und es auch sicher im Datenblatt vom Knauf FE 50 LARGO steht, sind Calciumsulfatmörtel nur für den Innenbereich gedacht, da es mit Wasser zum sogenannten Sulfattreiben bzw. zur Ettringitbildung kommt. Durch die Volumenvergrößerung der Ettringitkristalle wird der Mörtel zersprengt. D.h. du musst deine Küchenarbeitsplatte 100% wasserdicht bekommen. Das kannst du mit 2k Epoxi oder PU-Produkten erreichen. Die vergilben aber meist durch UV-Strahlung und sind auch nicht so hitzefest, wenn du mal einen heißen darauf stellst. Wenn du Caposil mehrfach verdünnt aufträgst geht das sicher auch, damit hast du kein Vergilbungsproblem und hitzebeständig ist es auch. Du musst halt mit der Farbtonvertiefung leben können. Vor allem ist beim Caposil eine Nachbehandlung (Pflege) auch sehr einfach, indem du das Produkt stark verdünnst und es mit einem fusselfreien Tuch oder einem Zewa hauch dünn aufträgst. Das ist mit EP oder PU nicht möglich.
VG
Kurt

Danke für die Tipps!

Ich werde es mit verdünntem Capisol ausprobieren.

Gruß Benni