ich habe folgendes vor einen Holzbackofen in meinem Garten zu bauen und ich bräuchte etwas Unterstützung bzgl. der Betonplatte.
Erstmal zum grundsätzliche Aufbau:
Unterkonstruktion aus Hartholz
Betonplatte ca. 130cm x 130cm
Leichtbeton oder Ytong zur Hitzeisolierung nach unten
Schamottboden ca. 80 cm Durchmesser
Kuppel aus Schamott
Isoliermatten
Leichtbeton zur weiteren Isolierung nach oben
Putz
Der Ofen selbst wird ca. ± 700 Kg schwer. Da ich das Ganze bei einem Umzug mit einem Hubwagen anheben und wegfahren möchte, darf die Konstruktion insgesamt nicht zu schwer werden. Das meiste Gewicht kann ich bei der Betonplatte sparen. Die soll also möglichst leicht und gleichzeitig sehr stabil sein um das Gewicht zu tragen.
Die Unterkonstruktion besteht aus 6 massiven Holzschwellen, die mit weiteren Schwellen miteinander verbunden sind. Also ein quadratischer Unterbau mit einer Querverbindung in den Mitte (s.Bild Unterbau Draufsicht, maximale breite x länge 130x130)
Auf die Konstruktion soll die Betonplatte und eine Hitzeisolierung durch Ytong Steine oder eben Leichtbeton. Die Ofenkuppel “sitzt” mit dem Hauptgewicht, in etwa, über den Holzquerverbindungen (s. Bild Seitenansicht)
Jetzt meine eigentliche Frage bzw. Fragen:
Welche Betonrezeptur kann ich dazu verwenden?
Welche Armierung kannst Du empfehlen?
Wie stark muss die Platte werden (und wie schwer wird sie dann)?
Ist es sinnvoller, weil evtl. stabiler, als untere Isolierung Leichtbeton (z.B Perlite) zu verwenden oder Ytong Steine?
Ich habe keine großartigen Erfahrungen mit Beton. Die Mischung sollte, wenn möglich, daher eher unkompliziert sein.
Ich hoffe, dass ich mein Problem einigermaßen nachvollziehbar erklären konnte.
ich muss gestehen, dass ich mit Deiner Zeichnung nicht sehr viel anfangen kann. Eine ganz normale Grundplatte für einen Ofen, die nicht sehr heiß wird, würde man am ehesten aus MOBY DUR® weiß oder MOBY DUR® grau machen und ihr eine Dicke von 4 cm geben. Damit wöge sie 155 kg. Das Anmischen mit Wasser erfordert bei MOBY DUR eine spezielle Mischtechnik/Vorgehensweise, wobei die weiße Variante etwas anspruchsvoller ist als die graue. Ich empfehle Dir dazu das Ansehen meines Videos Mischanleitung Flowstone und die Lektüre der Werkanleitung Flowstone.
Wenn Du jetzt sagst, dass Dir das zu kompliziert ist und Du deshalb ein anderes Material nehmen willst, oder wenn die Platte Dir so immer noch zu schwer wird, dann kann ich Dir auch Alternativen nennen. Dazu muss ich aber erst verstanden haben, was Deine Platte eigentlich genau können soll. Wie sind die Anforderungen, welche Temperaturen, welche Gewichte, welche Biegebelastung, welche Abnutzung der Oberfläche im Gebrauch?
im Grunde soll die Platte “nur” das Gwicht von ± 700 Kg tragen können. Die Temperaturen sind nicht besonders hoch, da eine Isolierschicht auf dem Beton liegt. Evt. werden hier max 100 Grad erreicht. Wahrscheinlich aber deutlich weniger.
Von der Oberfläche wird nicht viel zu sehen sein. Wird also keiner besonderen Abnutzung ausgesetzt. Ich will die sichtbaren Flächen am Ende polieren rein aus optischen Gründen.
Die Biegebelastung ist eine gute Frage, die ich nicht so ohne weiteres beantworten kann. Ich habe natürlich Deinen Rechner ausgiebig genutzt. Die Plattenbreite b ist 1300x1300mm. Die Spannweite d ist 900mm längs und 1100mm quer, wobei quer nochmal in der Mitte, also bei 550mm ein Querstrebe in der Unterkonstruktion angebracht ist. Das Gewicht des Ofens verteilt sich mit einem Durchmesser von 1250mm über die ganze Platte.
Mit Moby Dur komme ich klar. kein Problem. Ich hatte ursprünglich mit Tegno geliebäugelt. Da ich leider keinen Zwangsmischer habe, sondern nur einen Freifallmischer organisieren kann, sollte es am besten damit funktionieren.
Ich hoffe, Deine Fragen konnte ich ausreichend beantworten. Meine Frage wäre noch, welche Armierung/ Bewehrung würdest Du außerdem empfehlen?
ich würde schätzen, dass Du mit eine 4 cm dicken Platte aus MOBY DUR und einer Bewehrung aus Typ 55 Carbonfasertextil, 149 g/m² gut zurecht kommen wirst.