ich habe eine alte Betontreppe, die vom Garten zu den unten liegenden (ca. 3 m tiefer) Garagen führt. Eingerahmt ist die Treppe von 2 Betonwänden, eine reine Stützwand und eine mit einem nachträglich eingebauten Fahrradabstellraum dahinter.
Die Treppe bindet in die Wand ein, d.h. vermutlich ist die Wand in 2 Abschnitten betoniert worden und die Treppe liegt auf. Zumindest zeichnet sich die Treppe im Wandverlauf des Abstellraums (mittlerweile schwarz, wohl undicht) ab.
Jetzt überlege ich schon seit geraumer Zeit, wie sinnvoll und kostengünstig saniert werden kann.
Mir sind 2 Varianten eingefallen.
A) Neue Sichtplatten mit CEM FLUP und selbst dazugemsichten Sand (gibt ein gebrochenes Weiß, habe ich schon erfolgreich für eine Mauerabdeckung realisiert). Also quasi Tritt und Setzstufen getrennt als Platte betonieren und dann mit Kleber auf die bestehende Treppe aufkleben. Dann natürlich mit Gefälle damit das Wasser besser abläuft
B) Auftrag von PLAN B mit Stellbrett Stufe für Stufe (da gab es schon mal eine Skizze hier im Forum). Also “dünnschichtig” bspw. 15 mm auftragen bei Tritt- und Setzstufe.
Jetzt bin ich etwas unsicher, wegen Dauerhaftigkeit und Dichtigkeit. Dass man es nicht 100% dicht zum Fahrradraum bekommt ist mir schon klar, aber vielleicht lässt sich doch eine Verbersserung erzielen, zumal ich den Anschluss zur Wand auf 15 cm Höhe und die Bestandsstufen mit zementärer Dichtschlämme vorstreichen würde.
Könnte jemand hier evtl. aus der eigenen Erfahrung raus was sagen zu Dichtigkeit (Stufenplatten mit Fugen vs. Masse, die schwindfrei und somit eigentlich ohne Fugen an den Bestand anschließt) und Haltbarkeit (PLAN B ist zwar frostsicher aber nicht für außen zugelassen lt. Datenblatt) ?
Ich würde auch die alte Treppe komplett und scharf reinigen. Mit Hochdruck, Algenentferner. Oder sogar einmal mit dem Betonschleifer aufrauhen, damit später darauf was halten kann.
Dann grundieren mit Tiefengrund. Anschließend alles mit 2k Dichtschlämme 2x glätten. In den Ecken kommen Dichtband und vorgefertigte Dichtecken in die erste Lage mit rein. Mit der zweiten Lage überspachteln.
Jetzt ist die Treppe dicht. Danach kannst du verkleben was du möchtest. Nur ganz wichtig: eine 10er Zahnung auf dem Boden und eine 10er Zahnung auf der Platte. Wenn die Treppe gerade mit Gefälle ist. Ansonsten muss soviel Kleber unter, das die Platte 100% im Kleber liegt, ohne Luft dazwischen.
Sollte da Luft verbleiben, sammelt sich Wasser und kommt beim nächsten Frost wieder hoch.
An den Senkrechten kommt ein Sockel.
Antirutschgummi oder Leisten müsste man auch nachträglich ankleben oder eine Fase im Beton für Antirutschgummi lassen. https://www.graf-dichtungen.de/treppen-anti-rutsch-gummi/
Einfacher wären natürlich vorgefertigte rutschhemmende Platte vom Fliesen oder Naturstein Fachhandel. Die könnten dich auch weiter beraten. Man kann heute auch ganz viel machen, aber nicht alles ist gut oder sinnvoll, wie ich leider immer wieder feststellen muss. Gerade was die Verklebung im Aussenbereich angeht. Macht man es nicht vernünftig, kommt alles wieder hoch.
ich würde die Variante mit den aufgeklebten Platten bevorzugen. Plan B Industrieboden (hier das Anwendungsdatenblatt) würde auch in Frage kommen, da eine Außentreppe bewittert, allerdings kein Dauernassbereich ist. Du bekommst aber auf jeden Fall bessere Oberflächen, und schönere Kanten, wenn Du die Stufen erstmal separat herstellst und dann aufklebst. Die Abdichtung, wie sie David beschrieben hat, musst Du vorher natürlich in jedem Fall machen.