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Gantry aus TEGNO

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    Gantry aus TEGNO

    Hallo zusammen,

    ich habe vor einen CNC Router aus UHPC zu gießen und schon erste Gußversuche mit TEGNO gemacht.
    Ich plane das ganze zweiteilig umzusetzen sprich: Maschinenbett und ein mit diesem fest verschraubten (und zusätzlich verklebten?) Gantry als je einzelnes Bauteil. Jegliche Gewindeeinsätze sollen dabei nachträglich mit Epoxydharz eingegossen werden.

    Da es sich um eine Fixed-Gantry Konstruktion handeln soll, ich aber gleichzeitg einen Arbeitsraum von 1000x750mm benötige ist das ganze natürlich nicht so platzsparend. Entsprechend ist auch das Gantry etwas länger und da ich bisher keine anderen UHPC Fräsen mit etwa meinen Maßen und Konstruktionsart gefunden habe bin ich etwas unschlüssig bezüglich der Umsetzbarkeit.

    Heißt ich stelle mir die Frage ob das Gantry, so wie ich es aktuell geplant habe, überhaupt mit TEGNO umsetzbar ist, ob es Sinnvoll wäre zusätzlich zur E45 Mischung Fasermaterial dazuzugeben, oder ob es nicht Praktischer ist eine andere Lösung dafür zu finden (z.B. Stahlkonstruktion mit Durfill oder ähnlichses). Nach ersten Simulationen sollte der Werkstoff zwar theoretisch nutzbar sein, ich würde hier jedoch lieber auf Erfahrungswerte hören.

    Ich würde mich also über jegliche Einschätzungen, Kritik und Ideen freuen!

    Felix

    Vorläufige Konstruktionsidee:
    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20250218_Gantry.png Ansichten: 0 Größe: 25,8 KB ID: 13265

    #2
    Hallo Schlemihl,

    ich habe Deine Frage an einen ausgewiesenen Fachmann für Beton im Maschinenbau weitergeleitet und folgende Stellungname erhalten:

    1) Verkleben und Schrauben ist besser als nur verschrauben, da dies die Steifigkeit deutlich erhöht. Vorher den UHPC etwa anschleifen und den Staub absaugen oder abwischen.

    2) Das Gantry-Portal kann wie gezeichnet gefertigt werden, die Maße sind ganz vernünftig.

    3) Fasern erhöhen die Festigkeit nicht, da wir einen ungerissenen Zustand anstreben. Man verwendet sie nur bei Kran- oder Gabelstaplertransport, damit bei einem Unfall nicht so viele Stücke herumfliegen.

    4) Stahlkonstruktion mit DURFILL® Quellvergussmörtel hochfest geht ebenfalls. Durfill hat den Vorteil, dass es eine fertige Mischung ist und leicht mit einem Bohrmaschinenquirl angemischt werden kann. Bei TEGNO® UHPC Spezialzement braucht man schon einen richtigen Mischer und viel mehr Zeit. Durfill ist einfacher, dafür braucht man die Stahlhaut. TEGNO ist deutlich aufwendiger, dafür hat es eine bessere Qualität und man kann mit einer Holzform arbeiten. Im Kern hängt die Beantwortung der Frage von dem zur Verfügung stehenden Werkzeug ab.​

    Sven

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      #3
      Hallo Sven,

      vielen Dank für diese ausführliche Antwort!

      Ich hätte noch eine Frage bezüglich des zu verwendenden Sandes: Es wird ja eine Korngröße von 0-2mm gefordert, den finde ich aber eigentlich nur mit restfeuchte, macht es dabei Sinn feuergetrockneten Sand zu verwenden, der allerdings eine geringe Korngröße (z.B. 0-1mm) hat, bzw. welchen Einfluss hätte dies? Oder sollte ich einfach weiter klassich die Wassermenge im Sand messen oder mich beim Mischen an die richtige Konsistenz herantasten?

      Felix

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        #4
        Hallo Schlemihl,

        Bei eine Mischung auf Basis von TEGNO solltest Du Dich eng an die im Shop vorgeschlagenen Rezepturen halten. Sonst kann es schnell zu größeren Einbußen bei der Endfestigkeit kommen. Ein zu feiner Sand ist nicht zu empfehlen, weil damit ein höherer Bedarf an Bindemittel (=Zement) verbunden ist, und dann stimmt die ganze Rezeptur nicht mehr. Feuchter Sand ist durchaus verwendbar. Man findet aber im Internet auch Anbieter von feuergetrocknetem Quarzsand in allen Körnungen. Wenn Du unsicher bist, wie viel Wasser drin ist, dann trockne eine repräsentative Probe im Ofen und miss nach. Das Herantasten beim Mischvorgang ist natürlich auch möglich , aber dazu solltest Du schon ein Gefühl dafür haben, wie die Masse am Ende sein muss. Schau Dir zur Orientierung mal das Ende von dem Video Mischanleitung Flowstone an.

        Sven

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