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schnelles Abbinden von kleinen Mengen Flowstone

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    schnelles Abbinden von kleinen Mengen Flowstone

    Hallo
    Für mein Treppenprojekt stelle ich gerade sehr kleine Mengen Beton zum Testen her (Farbe, absäuern und Zuschlagmenge).
    Als Form verwende ich HT-50 Rohre, welche ich auf eine Platte klebe. Um diese 9cm hoch zu befüllen, benötige ich 165g Flowstone weiß, 181g Marmor Ziersplit 1-3 welchen ich getrocknet und gesiebt habe um Wasser und Kleinstpartikel zu entfernen, 32g Wasser, 1,7g PCE-001 Fließmittel und 4 Tropfen Entschäumer. Weiße Pigmente verwende ich nicht mehr, da mir der leichte Grauton gefällt.

    Bei den ersten Versuchen hatte ich noch die doppelte Menge Beton (350g Flowstone) angemischt. In einem Messbecher mit 75er Mörtelquirl für 8 Minuten.
    Zuerst das Wasser mit Entschäumer in den Becher, dann 2/3 Zement mit Fließmittel und 2/3 Zuschlag gemischt und zu Wasser hinzugegeben.
    Diese Mischung eine Minute mit 100 Umdrehungen vermischt, denn restlichen Zement dazu und nochmals 2 Minuten gemischt. Jetzt den restlichen Zuschlag hinzu und für weitere 5 Minuten vermischt und in die Form gefüllt. Der Beton hat eine honigartige Konsistenz und nach dem Ausformen waren ganz wenige und kleine Poren an der Wandung zu sehen.

    Als ich für weitere Versuche nur noch die halbe Menge Beton anmischen wollte, hatte ich das Gefühl, das ich schon nach 5 Minuten Mischzeit eine optimale Konsistenz erreicht hatte. Ich habe aber weitere 3 Minuten gemischt und der Beton hatte sich schon verfestigt. Er lief schlechter in die Form und nach dem Ausformen hatte ich zahlreiche und große Lufteinschlüsse.

    Kann es sein, dass bei solchen kleinen Betonmengen (0,15 Liter) der Abbindeprozess so schnell beginnt, dass man ihn nicht sauber vergießen kann, oder mache ich etwas anderes falsch.

    Gruß Tom

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Betonproben.jpg Ansichten: 0 Größe: 15,6 KB ID: 1993
    Zuletzt geändert von tom@email4me.eu; 30.08.2020, 18:26.

    #2
    Hallo Tom,

    bei so kleinen Mengen ist es nicht ganz einfach, die Mengenverhältnisse genau einzuhalten . Du hattest beim ersten Versuch 32 g Wasser, also waren es beim 2. Versuch nur noch 16 g. Bei der Feinabstimmung der Konsistenz, machen schon +/- 2% der Wassermenge einen sehr großen Unterschied. Das sind dann in diesem Fall weniger als +/- 0,5 g Wasser. Weil sich das allein mit der Waage nicht ganz perfekt machen lässt, ist es besser, nicht der Waage sondern seiner Erfahrung zu vertrauen und die Konsistenz damit so einzustellen, wie sie sein soll. Wenn Du es genau wissen willst, dann kannst Du dazu auch das Ausbreitmaß des Betons bestimmen und daran feststellen, ob die Fließfähigkeit passt.

    Wenn man zu lange mischt, dann kann man den Beton auch überrühren, und dann wird die Fließfähigkeit wieder schlechter. Nach 8 Minuten ist das aber eigentlich noch nicht der Fall.

    Sven

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      #3
      Hallo Zusammen,
      (ist hier nicht ganz zum Thema passend)
      mich würde jedoch dazu interessieren, wie die Betonsäulen aus den HT-Rohren ausgeschalt wurden. Wurden die Rohre zerschnitten oder gibt es einen Weg sie zu erhalten und öfters zu nutzen? Lassen sich die Säulen einfach rausdrücken oder hilft hierbei beispielsweise Flupp oder verträgt sich das mit Kunststoff nicht? Wie sieht es dann mit so DIY-Haushaltsmittelchen wie Vaseline oder Küchenölen als Trennmitteln aus (und bilden die eigentlich nachher Rückstände auf dem Sichtbeton?)
      Mir geht es speziell um das Ausschalen von HT-Rohren.

      Gruß Fabian

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        #4
        Hallo Fabian,

        ich habe es bisher noch nicht geschafft, ohne das HT-Rohr aufzuschneiden. Das kann man übrigens auch schon im Vorfeld tun und die Stelle dann mit Klebeband verschließen. Wenn man die Schwindung des Betons ausnutzt und zusätzlich das HT-Rohr durch Erwärmen vergrößert, dann könnte es auch so klappen, aber das bedarf sicher einiger Versuche, bis es klappt. Es fehlt halt die eigentlich obligatorische Formschräge zum Entformen. Trennmittel sind hier sicher keine große Hilfe, aber auch das weiß man erst sicher durch Ausprobieren. Zum Erwärmen des HT-Rohrs kannst Du heißes Wasser oder heiße Luft nehmen.

        Sven

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          #5
          Hallo Zusammen,

          mir ist es mit einem kleinen Trick gelungen Beton aus einem HT-Rohr zu lösen, ohne das Rohr aufschneiden zu müssen. Ich habe ein paar Fotos dazu gemacht und werde demnächst mal in einem gesonderten Thread berichten.

          Leider weist der entschalte Beton nun einen Haarriss auf (da war ich wohl nach dem sicheren entschalen dann doch zu grob).
          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 20201004_150528.jpg
Ansichten: 23
Größe: 29,9 KB
ID: 2416

          Habt ihr Ideen, wie ich diesen kaschieren kann oder ist alles was ich nun damit mache eher verschlimmbesserung? Bestenfalls sollte der Riss nicht mehr erkennbar sein und auch die Stelle später nicht anderweitig auffallen (zum Beispiel durch andere Farbe oder dick aufgetragenes "Make-up")
          Gegossen habe ich mit Gogolit Design und meine Idee dazu wäre, dass ich Gogolit relativ flüssig anmische und ihn in den Riss bringe und hinterher alles auf "Null ausziehen" kann. Könnte das funktionieren? Habt ihr andere Tipps?

          Gruß
          Fabian

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            #6
            Hallo Fabian,

            einen solchen Riss unsichtbar zu machen, ist keine leichte Aufgabe. Du kannst ihn mit dünnflüssigem Sekundenkleber füllen, aber die Stelle bleibt trotzdem als ehemaliger Riss erkennbar. Meine Empfehlung wäre eher, das Teil neu zu gießen und dafür zu sorgen, dass der Riss gar nicht erst entsteht. Es hat hier offenbar ein Problem mit lokal zu schneller Austrocknung gegeben, welches Du verhindern kannst, indem Du für ringsum gleichen Feuchtehaushalt sorgst. Ich vermute, dass Dein Trick zur Entformung irgendetwas mit einer Wärmebehandlung des HT-Rohrs zu tun hat, damit es sich aufweitet und den Beton freigibt. Bei dieser Aktion ist dann möglicherweise die Stirnseite des Betonzylinders nicht abgedeckt gewesen und durch die Wärme zu schnell ausgetrocknet.

            Technisch gesehen ist es so: Das Überschusswasser, welches nicht bei der Hydratation des Zements verbraucht wird, möchte den Beton durch Austrocknung allmählich wieder verlassen, sofern die Feuchte der Umgebung geringer ist als die des Betons. Das ist genau wie bei Holz. Feucht bedeutet aufgequollen, und trocken bedeutet geschrumpft. Wenn die Trocknung nicht langsam erfolgt, dann hat man außen schon trockene, also geschrumpfte Bereiche und im Inneren noch einen feuchten, also gequollenen Kernbereich. Das muss natürlich zu Rissen führen.

            Sven

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              #7
              Hallo,
              ich hatte keine Probleme mit dem ausformen.
              Das HT-Rohr habe ich mit Sekundenkleber auf eine beschichtete Spannholzplatte geklebt.
              Dann habe ich das HT-Rohr mit PLOPP Formtrennmitel ausgepinselt und trocknen lassen.
              12 Stunden nach dem gießen, mit einem leichten Schlag das Rohr von der Platte trennen.
              Jetzt kann man den Beton nach oben aus dem Rohr schieben.

              Grüße Tom

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                #8
                Hallo Tom,

                Das klingt interessant. Auf welcher Stirnseite ist denn der Riss dann entstanden, oben oder unten? Und war die Wassermenge beim Anmischen so wie vorgeschrieben oder größer?

                Sven

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                  #9
                  Hallo Sven,
                  Bei mir gab es keine Risse. Das war bei Fabian der Fall.
                  Bei der Wassermenge habe ich mich genau an die Vorgabe gehalten.
                  165g Flowstone weiß, 181g Marmor Ziersplit 1-3 welchen ich getrocknet und gesiebt habe um Wasser und Kleinstpartikel zu entfernen, 32g Wasser, 1,7g PCE-001 Fließmittel und 4 Tropfen Entschäumer.
                  Habe mit Excel eine Tabelle erstellt, in welcher ich das benötigte Betonvolumen eingebe und die genauen Mengenangaben angezeigt werden.

                  Meine erste Stufe für meine Mittelstegtreppe habe ich auch gegossen. Die Rundungen sind nicht optimal, da ich Sanitätsilikon verwendet habe.Nächsten Mittwoch sind 28 Tage vorbei und ich kann einen Belastungstest durchführen.
                  Wenn alles klappt werde ich eine Form aus PVC-Platten bauen und die Ecken mit Molyput modelieren.
                  Tom

                  Anbei 2 Bilder
                  Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Stufe.jpg
Ansichten: 9
Größe: 65,5 KB
ID: 2501
                  Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Bewehrung.jpg
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Größe: 74,0 KB
ID: 2500

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                    #10
                    Hallo Tom,

                    sorry für die Verwechslung. Ja, mit Flowstone-Beton geht das Entformen wahrscheinlich auch deutlich besser als mit GOGOLIT wie bei Fabian, weil GOGOLIT ja so gut wie nicht schwindet und im Rohr dann dauerhaft kraftschlüssig drin steckt.

                    Sven

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