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    Additive/Zusätze

    Frust - absolue: wenn ich mir die Beschreibungen und techn. Merkblätter anschaue (egal von welchem Hersteller) gibt es keine oder nur sehr selten eine Benennung der Komponenten bzw. der Zusatzstoffe/Additive ... auch ist dann der Begriff „organisch“ nicht hilfreich, denn übersetzt heißt das ja nur „wirksam“. Wir regen uns auf über „Plastik im Meer“ (Plastik=Kunststoffe) und wissen mittlerweile alle, dass der Abbau/Umbau vermutlich hunderte Jahre dauert... und was ist mit Kunststoffen als Feinstaub in der Luft und in der Erde, in der Nahrung? ... man kann sich diesem gedankenlosen Umgang mit synthetischen/naturidentischen Stoffen nicht entziehen, denn überall werden sie reingemixt. Deshalb ist das Selbermischen/Selbermachen zwar mühsam aber mMn sinnvoll. Und ganz hilfreich wäre eine diesbezügliche Angabe bei den Produkten... daher wünsche ich mir die Möglichkeit auszuwählen, ob ich eine synthetische Stoffgruppen einsetzen möchte und die Möglichkeit nicht-synthetische Stoffe mit gleicher/ähnlicher Wirkung auszuwählen

    #2
    Hallo Edith,

    nein, "organisch" soll bei diesen Angaben nicht "wirksam" bedeuten, sondern bezieht sich auf die Unterscheidung zwischen organischer und anorganischer Chemie. Im Beton ist beispielsweise der Zement anorganisch, ebenso der Sand und die meisten Pigmente. Außerdem auch Gesteinsmehl, Microsilica, Metakaolin, Glimmer und dergleichen Dinge, die sozusagen aus Stein bestehen. Organisch sind dagegen die meisten Zusatzmittel wie z.B. Fließmittel, Stellmittel, Entschäumer, Schwindreduzierer, Acrylatpulver etc., also alles was man braucht, um dem Beton gute Verarbeitungs- und Gebrauchseigenschaften zu geben. Wenn wir auf die verzichten, dann bleibt ein Beton übrig, mit dem man vielleicht noch Häuser bauen, ansonsten aber mehr nicht viel anfangen könnte, egal ob Du ihn selber mischst oder nicht.

    Ich teile Deine Abneigung gegen Plastik im Meer oder in der Nahrung, aber ich erkenne noch nicht, warum es schlecht sein soll, wenn ein Beton zu gewissen Anteilen aus organischen Stoffen und zu gewissen Anteilen aus anorganischen Stoffen besteht, und was das mit dem Meer oder der Nahrung zu tun hat.

    Sven

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      #3
      Hallo Edith,

      ich kann dich verstehen und ich glaube nicht, das man jetzt anfängt den Beton von heute später als Bauschutt im Meer zu versenken.
      In der Regel wird Bauschutt recycelt. Bevor man den Bauschutt durch Brechen und Sieben weiterverarbeitet wird er auf Schadstoff - Freiheit untersucht.

      Grüße Dave

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        #4
        https://de.wikipedia.org/wiki/Organisch

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          #5
          Hallo Edith,

          danke für den Link. Ich sehe keinen Widerspruch zu dem, was hier schon geschrieben wurde. Was möchtest Du uns also damit sagen?

          Sven

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            #6
            Hi Sven, das weiß ich doch ... meine tiefe Besorgnis ist folgende: Beton hat wie alles andere auch eine beschränkte Lebensdauer ... er wandelt sich und gibt seine Bestandteile z.B. als Feinstaub wieder frei ... das kann man unter anderem auch riechen und wir alle müssen atmen ... (Corona:„das was du ausatmest, atme ich ein“...) ich persönlich nutze alle meine Sinne, nicht nur mein konditioniertes Denken.

            Ich bin mit Asbestplatten in der Küche, die abgescheuert wurden, und mit anderen heute als gefährlich eingestuften Stoffen aufgewachsen - ein Beispiel Mineral-/Glaswolleerzeugnisse von vor 1995 - das alles wurde damals auch als unbedenklich/notwendig/sinnvoll verkauft .... wir lernen dazu .... jeder denkt so, wie er es erlernt hat und „wissenschaftlich“ ist ja auch nur ein TEIL des Erkennens.... Fakt ist, wir können nicht wirklich wissen/erkennen, wie sich das von uns Gemachte auf diese Erde (mineralisch) und auf das Leben (organisch) in der Zukunft auswirken wird... wir sind die Vorfahren unserer Nachfahren :-)... also: man muß nicht alles tun nur weil man es kann... und ICH möchte die Möglichkeit haben zu WÄHLEN welche Stoffe ich benutze ... daher wünsche ich mir das sehnlichst auch für alle und eine ehrlichere Deklaration der verkauften Produkte (generell, z.B. auch in der Heimwerker“industrie“) wäre dabei sehr hilfreich... willst du lieber Sven nicht den Anfang machen?

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              #7
              ehrlich im Sinne von transparent :-)

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                #8
                Hallo Edith,

                in gewisser Weise habe ich schon den Anfang gemacht. So gebe ich z.B. zu allen meinen Endbehandlungen für Betonoberflächen den jeweiligen Wirkstoff an und überlasse es dem Kunden, zu wählen, was er davon nehmen möchte. Das siehst Du zusammengestellt in der Vergleichtabelle Endbehandlungen . Alle anderen Hersteller, die ich kenne, handhaben das nicht so, sondern machen ein Geheimnis darum, was in den Produkten an wirksamen Substanzen steckt. Genauso findest Du in den Produkttexten zu meinen Pigmenten und Acrylfarben im Shop genaue Angaben darüber, welcher Rohstoff genau für die Farbwirkung sorgt. Das macht sonst auch kaum jemand. Ich kenne ehrlich gesagt augenblicklich fast keinen Laden, in dem die Produkte noch transparenter beschrieben sind als bei mir.

                Bei den Mörteln sind zugegebenermaßen nicht alle Inhaltsstoffe angegeben, und ich wäre wahrscheinlich wirklich der Erste, der das täte. Aber würde das allein wirklich schon zu einem Nutzen für die Umwelt führen? Oder würde man damit einfach nur die Kundschaft polarisieren nach dem Motto "Du kaufst schlechten und ich guten Beton"? Ich bin absolut dafür, die Umwelt zu schonen, glaube aber, dass es da bessere Möglichkeiten gibt. Zum Beispiel kannst Du für viel weniger Plastikpartikel im Bauschutt sorgen, wenn Du Dein Haus nicht wie üblich mit Acrycfarbe oder Latexfarbe oder was gerade modern ist streichst, sondern mit meiner
                MARFINO ® Marmor-Zementfarbe. Die enthält zwar auch Kunststoffzusätze, aber nur in extrem geringem Maße, denn das Bindemittel ist hier nicht der Kunststoff, sondern der Zement.

                Ich finde Deine Anregung gar nicht schlecht, und vielleicht steige ich wirklich noch darauf ein, um meinen Produkten ein positiveres Image zu geben. Man darf aber nie vergessen, dass erstens die Herstellung von Zement generell nicht gut für die Umwelt ist, weil sie viel Energie verbraucht und CO2 produziert, und dass zweitens die Mengen, die ich im Rahmen der kreativen Gestaltung mit Beton davon unter die Leute bringe, bezogen auf das Gesamtvolumen so verschwindend gering sind, wie ein Tropfen im Ozean. Um wirklich etwas zu bewegen, müsste man evtl. woanders ansetzen.

                Sven

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                  #9


                  Danke Sven, für deinen Anfang und dein Verständnis für mein Bedürfnis nach mehr Transparenz. Denn genau darum geht es mir: Wohnraum bewußt so verantwortlich (in alle Richtungen) zu gestalten wie möglich.

                  Dabei wäre es dann schon sehr hilfreich zu wissen, WELCHE „wenigen“ Kunststoffzusätze zB in Marfino enthalten sind, bei den am Markt üblichen Produkten sind ja außerdem - bedingt durch „organisch“ :-) - auch noch Konservierungsmittel zugesetzt, ich gehe davon aus, dass Marfino aufgrund von Zement das nicht braucht (?) …

                  ich finde, dass der Mörtelshop sich durch die Benennung der Wirkstoffgruppen vorbildlich abheben könnte und deine Kunden noch lieber bei dir einkaufen würden …

                  so wie bei der Firma Kreidezeit, die die Volldeklaration veröffentlicht: https://www.kreidezeit.de/produkt/wandspachtel/

                  Freundliche Grüße von Edith

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                    #10
                    Hallo Edith,

                    ich glaube hier sollte man auch ein bisschen auseinanderhalten. Es gibt viele Kunden, denen das gesunde Wohnen wichtiger ist, als das spätere Resultat. Ich spreche nicht vom nächsten Tag sondern nach ein paar Monaten oder Jahren. Ich habe Wände gesehen, die mit Lehmputz verputzt worden sind und nach ein paar Monaten waren überall Einschlaglöcher. Das man reinen Baukalk ohne Zement, wie er auf der Homepage angeboten wird, lange aus den Augen verloren hat, hat auch seine Gründe z.B. in der Verarbeitung. Zum Putzen würde ich sowieso nur Kalk-Zementputz nehmen. Ich weiß nicht, wie weit man jetzt schon in der Weiterentwicklung von Naturbaustoffen ist, das ist ja auch erst seit ein paar Jahren wieder in Mode gekommen.
                    Und wenn man darauf wert legt, dass ausschließlich Naturprodukte enthalten sind, dann ist das sehr sinnvoll, die Inhaltstsoffe anzugeben.

                    Grüße Dave

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                      #11
                      Lieber Dave, der Link auf das Kreidezeit-Produkt sollte nur als Beispiel dienen für eine real vorhandene (Voll) DEKLARATION ...

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